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Archive for 1. Oktober 2009

Einmal wie ein Schriftsteller

Einmal wie ein Schriftsteller sein, also sich so zu fühlen, als wäre man einer, ein richtiger, ein anerkannter, anerkannt und im Fokus der großen Öffentlichkeit.

Viel von der besagten großen Öffentlichkeit bekam ich am gestrigen Abend zwar nicht mit, aber der Bruchteil von großer Öffentlichkeit, der sich für einige Minuten mit mir befasste, reichte für gewisse neualte Gefühle vollends aus.

Man lauschte den Worten, Worte, aus denen ich meine Texte geformt hatte, Worte, die ich nun Stück für Stück vortrug, mit ungewöhnlich lauter und betonender Stimme.

Das Publikum lauschte still und wohl aufmerksam und brachte zum Ende jedes Textes einen schönen Beifall, kurz: Es war gelungen, es schien zumindest gelungen gewesen zu sein.

Dann ein Interview, dann meine Meinung und der Genuss, Aufmerksamkeit für die eigene Kunst zu bekommen, Aufmerksamkeit, die direkt mit mir zu tun hatte, mehr nun mit mir als junger Schriftsteller, als mit dem Abendprogramm, dem ich letztendlich angehörte.

So war auch die Tatsache, dass ich es erfolgreich verplant hatte, mir zu merken, für welche Zeitung die Reporterin schrieb und dass ich ihr finales “Danke” ebenfalls mit einem solchen quittierte, am Ende nur ein fahler Beigeschmack der kleinen Idiotie.

Denn alles in allem bin ich auf jeden Fall zufrieden mit meinem Auftritt und der Aufmerksamkeit, die mir gezollt wurde, dem Gefühl, Teil gewesen zu sein, Teil der Kunstinteressierten und Künstler, einfach Teil.

Die Nuss

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