Meine Quelle

Nun ja, das wird dann wohl so ein typischer “up-to-date”-Eintrag, wie es ihn vielerorts gibt, allerdings mit einem kleinen Unterschied: Meiner ist pikanter!

Denn meine Auseinandersetzung besitzt weder tiefgründige Informationen zu dem Niedergang des Quelle-Konzerns, noch viele eingeholte Meinungen (genauer gesagt, nur eine!).

Das klingt furchtbar uninformativ für den informationshungrigen Surfer, aber den möchte ich ja auch gar nicht zwangsläufig ansprechen, sondern viel mehr alle, die meine Impressionen zumindest einmal lesen möchten.

Für die geht es hier definitiv weiter, alle anderen dürfen aber auch gerne weiterlesen.

Meine Erfahrungen mit Quelle waren immer schwere Erfahrungen.

Ein paar Mal im Jahr (damals habe ich noch nicht so genau in Quartale etc. unterteilt) kam ein massiver Katalog in unseren Haushalt geschlichen, der Quellekatalog!

Dieser Quellekatalog strotzte förmlich vor Inhalt, allerdings verhieß das Cover nichts wirklich Brauchbares, viel mehr nur Klamotten, Klamotten und vielleicht Schuhe, definitiv eine Interessenabgrezung zu meiner sorgenden Mutter, die dort natürlich fündig werden konnte.

Dennoch sollte man sich nicht so leicht davon irritieren oder gar abschrecken lassen, denn auch für kleine Jungs mit großer Technikbegeisterung gab es in dieser massiven Konsumentenbibel Schätze zu heben, zum Beispiel viele “coole” Spielsachen oder sogar Videospiele, schnell wurden also die Augen größer als zuvor noch beim Anblick des Quellefräuleins auf dem Cover.

Bald also wurde der Katalog interessant, was vielleicht nicht unbedingt verwunderlich bei einem Versandhaussympathisanten wie mir war, der schon “Die moderne Hausfrau” als sehr lesenswert empfand.

So durfte ich in meinen jungen Jahren auch schon von dieser schönen Quelle profitieren, später dann auch als stilbewusster Jungendlicher, der seine Klamotten natürlich nicht von der Mutter ausgesucht bekommen, wohl aber bezahlt haben wollte.

So war das eigentlich eine reichlich unspektakuläre Begegnung, zumindest im Nachhinein betrachtet, aber dennoch regt sich bei mir etwas, wenn ich höre, dass nun das Aus entschieden worden ist.

Vielleicht steht es um meine nostalgische Ader doch schlimmer als gedacht.

Die Nuss