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Archiv für 14. Mai 2010

Projekt 52: Mutprobe

Der Sonnenfrosch hatte gestern auf der Fototour ein kleines Abenteuerchen… “Na, wie weit traust du dich an den Rand des Brückengeländers?” “Weiiiiiiiiit!” “Dann mach mal!” Und da schlich sich der kleine Frosch mutig heran – aber als er dann tief unter sich das dunkle Wasser sah, war selbst der Mut des Fröschlis erloschen und er ist mir zurück in die Kameratasche gesprungen. “Ich dachte du bist ein Frosch?” “Klar bin ich ein Frosch!” “Aber du hast Angst vor dem Wasser!” “Nur weil es so dunkel ist…da unten gibt’s bestimmt keine Sonne!”

Der Point.

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Wie ich sie liebe. Diese Vorurteile.Kombiniert mit den Idioten dieser Erde.

Du gehst die Straße entlang… siehst ein schönes Fotomotiv. Eine Blume. Die sieht wirklich nett aus. Etwas 0815 vielleicht, aber das macht ja nichts. Bei diesem grauen Wetter sollte man wenigstens ein bisschen Farbe einfangen. Foto gemacht. Aufs Display geschaut. Zwei Schritte weiter.

Piepsiges, kindliches “Hallo” … das klingt wie “Hallu Hallu!” … Ein skeptischer Blick, hochgezogene Augenbraue. Blick auf die Flasche Bier in der Hand. Na wenn er meint! “Konnichiwa!” … Whoa ich könnte solchen Deppen manchmal echt eine reinhauen. Wenn ich nicht wüsste, dass am Ende ich die wäre, die Wehwechen davon tragen würde.

Einfach weiter gehen. Beherrschung, bitte! Nicht provozieren lassen. Keinen blöden Kommentar reißen obwohl er in diesem Augenblick mehr als angemessen wäre. Weiter gehen. Einfach weiter gehen.

1. Ich bin kein Tourist nur weil ich mich für die Fotografie interessiere
2. Ich bin auch kein Japaner nur weil ich ein bisschen asiatisch aussehe
3. Ich bin nicht die Anlaufstelle für (besoffene) Idioten.

Nur um das Mal klarzustellen.

Andere Situation von meiner Fototour gestern: Freundin und ich gehen einen Weg neben einem Fluss entlang. Sitzt da eine Ente und hat unter ihren Flügen Küken versteckt. Hocken wir uns da hin, gehen teilweise auch dichter ran, rollen ein kleines Stöckchen in ihre Nähe. Wir wollen doch nur ein kurzes Foto von den kleinen Dingern! Wir bleiben aber allein deswegen schon auf Abstand, weil sich die Ente doch respekteinflößend aufgeplustert hat. Kommen so zwei “Damen” (chrm…) vorbei und haben so einen riesen Monster von Hund bei sich der sich kaum an der kurzen Leine halten lässt und ständig ausbüchsen will. ZWEIMAL gehen sie diesen Weg rauf und runter (obwohl sie bereits beim ersten Mal ganz sicher die Ente samt Küken bemerkt hat) und jedes mal sobald das Viech auch nur in die Nähe kommt ist die Ente gleich 10mal so alamiert wie sie es bei uns war. Und DANN erlaubt sich die Frau noch zu sagen “Ihr ärgert die Ente da aber ganz schön, das wisst ihr schon, ne?” … soll sie erstmal ihren bellenden Riesen bei sich behalten. Man man man. Kaum waren sie dann übrigens wieder weg ist die Ente auch los zu ihrem schlafenden Erpel in den Fluss und wir haben noch ein Foto bekommen.

Der Point.

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