Aus den EXIF: 18-55mm | f/3.5 | 1/125 | ISO 100
Die letzten Tage hatte es gestürmt wie nichts gutes. Regen, Regen, noch mehr Regen und viel Wind dazu. So viel von allem, dass ich kaum trocken irgendwo hin kam und in der Mittagspause oft Klamotten gewechselt habe. So viel, dass ich mit dem Fahrrad stellenweise kaum vom Fleck kam oder ein wenig zur Seite geschoben wurde.
Nein, es war nicht schön. Gar nicht.
Aber dann klarte es plötzlich auf. Der Himmel war strahlend blau ohne eine einzige Wolke. Es war zwar sehr kalt, doch ich war hochmotiviert. Als ich dann noch eine halbe Stunde eher von der Arbeit gehen durfte und somit um halb 3 im hellichten Tag, bei bestem Wetter meine Freizeit antrat, fuhr ich mit dem Fahrrad ein Stück aufs Moor und hielt bei den hübschen Pferden an :)
Sie waren sehr zutraulich, kamen gleich auf mich zu, ließen sich streicheln und blieben eine Weile obwohl es kein Futter von mir gab ;) Aber erstens hatte ich nichts dabei und zweitens weiß man ja auch nicht, ob die Besitzer das wollen, dass man den Tieren etwas gibt. Also habe ich nur genommen. Fotos. Viele.
Und für das Tagesfoto habe ich mit einem dicken Klecks Pferdeschnodder auf meiner Linse bezahlt…
Doch schon während ich fotografierte, begann sich der Himmel langsam wieder zu zu ziehen. Ich hatte Angst, dass es wieder anfangen würde zu regnen und beeilte mich ein bisschen.
Fotografierte noch ein wenig die Wege, die Bäche, die Pfützen, die Bäume, die Sonnenstrahlen…
Die Fotos mögen nicht meine besten sein, aber ich mag sie sehr, allein schon, weil ich für sie endlich mal wieder etwas mehr getan habe, als um kurz vor Mitternacht eine Krimskramskiste zu durchwühlen.
Die Bearbeitung wäre an jedem anderen Tag vielleicht oder wahrscheinlich anders ausgefallen, aber wie ihr mittlerweile wisst, bin ich aktuell auf dem Analog-Trip und finde diesen Look total toll und auch passend zu den Fotos. Besonders bei dem folgenden Bild, kommt dieses Gewisse Feeling auf, obwohl es ansonsten nicht sehr gut ist:
Es fing übrigens glücklicherweise nicht an zu regnen!




Ich weiß nicht warum, aber dieses Bild gefällt mir auch:
Und das ist mein Favorit unter den Nicht-Pferdebildern:
Am Abend ging es übrigens als nachträgliche Weihnachtsfeier von der Arbeit aus in “Die Zweite Heimat” – ein Theater, mit anschließendem Essen. Das Zwei-Mann-Theater war herrlich witzig, wir haben uns alle weggeschmissen vor Lachen und das Essen (suuuper leckere Tomatensuppe mit Feta, eine (zu vernachlässigende) Hauptspeise und einen absolut traumhaften Nachtisch aus Mascarponecreme mit Mango- und Himbeerpüree sowie geeisten Himbeeren (oder wie eine Kollegin dachte: Himbeer-Geist) und Sahneeeeee….) war wirklich bestens. Dafür, dass ich zu Beginn gar keine rechte Motivation hatte, hatte ich am Ende sehr viel Spaß :)
Der Point.
PS: Heute hat es wieder angefangen ordentlich zu schütten.
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