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Archiv für 5. August 2012

[308/365]Aus den EXIF: Tele | 70mm | f/4.5 | 1/500s | ISO 320

Meine Halsschmerzen sind schon viel besser, so dass ich heute Abend zweimal zum Fotografieren raus bin. Einmal mit dem klapprigen Fahrrad, welches ich ungerne noch einmal besteigen würde, und einmal zu Fuß ganz fix. Wir waren um halb sieben gerade am Essen als ich sah, wie sich die Wolken verzogen und den Sonnenuntergang hervor schauen ließen. Blicke von der Uhr zum Standort, von wo ich die Fotos machen müsste hin und her. Spätestens um viertel nach sieben wäre es zappenduster, und schon um viertel vor sieben schon vorbei mit Sonnenuntergangsfotografie. Aber noch schnell die Tasche geschnappt und los. Leider stellte sich die Szene irgendwie nicht als HDR-tauglich heraus. Sah in der Bearbeitung alles eher aus wie Matsch, da ist es noch ärgerlicher, dass die Gegenlichtblende meines Weitwinkels beschlossen hat eine kleine Reise zu unternehmen. Wir wohnen hier ja mehr oder weniger „eingezäunt“ in einer Art „Wohnanlage“ – zumindest ist da eine recht hohe Mauer und dahinter Reisfelder und irgendwann kleine Häuser als Ausläufer eines kleinen Dorfes. Ich stand an dieser Mauer um über die Felder hinweg den Sonnenuntergang zu fotografieren, leider habe ich in meiner Hektik diesen noch zu erwischen die Gegenlichtblende wohl nicht richtig aufgeschraubt und – hopps – flog sie plötzlich über die Mauer. Morgen versuchen wir bei Tageslicht mit einer Gardinenstange eine Rettungsaktion zu starten, hoffentlich klappts :D So gibt’s jetzt erst mal Nicht-Sonnenuntergangfotos.

the day before harvest

Firyar hatte ja außerdem nach dem Alltag der Thais gefragt. Als Antwort fällt mir eigentlich nur ein, dass es hier natürlich genauso unterschiedlich ist wie in Deutschland oder jedem anderen Land ;)
Trotzdem werde ich im Laufe meiner Artikel hier versuchen ein paar Antworten zu geben die zufriedenstellender sind als diese hier – ein paar kleine Einblicke habt ihr ja schon z.B. durch den kurzen Bericht über unseren Tempelbesuch erhalten. Aber selbst der ist für viele nicht alltäglich, sondern eine Sache, die man vielleicht alle paar Wochen oder gar Monate mal macht. Trotzdem war zu bemerken, dass die Kinder, die dort waren auch mit dem Ablauf und mit den aufzusagenden Texten usw. sehr vertraut waren – letzteres wird sicherlich auch außerhalb der Tempelbesuche fleißig geübt.
Also wartet einfach darauf, dass kleine Alltagsgeschichten in meinen Artikeln nebenbei einfließen werden – jetzt auf einmal einen Artikel zu schreiben, der das alles möglichst umfassen soll, wäre ein unmögliches Unterfangen. Ein Anspruch, dem man nicht mal so eben gerecht werden kann, weshalb ich es auf diese Art und Weise auch gar nicht versuchen will ^^ Wenn’s aber zu meinem Tagesablauf, zu meinen Erlebnisse, zu meinen Bildern passt oder mir einfach gerade einfällt, wird es hier landen und euch hoffentlich einen halbwegs umfassenden Eindruck vom Leben hier geben.

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A Song of Ice and Fire – A Game of Thrones

“A Song of Ice and Fire – A Game of Thrones” von George R.R. Martin. Eine wahrscheinlich bereits ins Detail zerrupft… äh rezensierte Geschichte, so dass ich außer meiner persönlichen Meinung sicher kaum Neues zu erzählen habe. Ich will es aber dennoch tun, denn ich bin aktuell wirklich begeistert von diesem Stück Literatur.

Es folgt eine Art Vorwort zu meinem Leseverhalten :D

Früher habe ich ja sehr viel gelesen. Oft habe ich vor allem eines geschenkt bekommen: Stapelweise Bücher, die innerhalb weniger Wochen schrumpften. Irgendwann hat das aber aufgehört. Ich bin jemand, der sich die Bücher gerne ins Regal stellt und auch mehr als einmal liest. Kein Typ für Bücherrei ausleihe. Dazu kam aber das Nicht-Wollen von Geldausgeben beziehungsweise die gewollte Investition in das neue Hobby (Fotografie), viel Schulkram, ablenkender PC und fehlende Zeit. Lange habe ich kaum Nicht-Schulbücher angerührt, obwohl der Bücherwurm in mir stellenweise an der Oberfläche kratzte: Zum Beispiel als ich im letzten Urlaub einen Roman in strenge Rationen teilte und er trotzdem lange vor Ende des Urlaubs beendet war. Oder als die letzten Harry Potter Filme ins Kino kamen und ich unbedingt noch einmal alle Bücher vorher lesen musste. Die Einstellung lautete “Je schneller du fertig bist mit lesen, desto schneller kannst du fürs Abitur lernen” und so wurde meine Zeit nicht etwa sorgsam eingeteilt, sondern die Bücher einfach innerhalb kürzester Zeit verschlungen.

Jetzt habe ich ja den Kindle. Die ersten Bücher, die ich darauf gelesen habe waren die “Hunger Games”, denn sie waren in aller Munde, ich hatte den Film gesehen, die Bücher wären erstklassig, um den Kindle einzuweihen und mein Englisch wieder mal etwas aufzufrischen. Die Bücher waren echt richtig gut :)

Mittlerweile bin ich eben bei A Song of Ice and Fire angelangt dabei habe ich von dem ganzen Hype noch gar nichts mitbekommen. Erst als ich mich in einem Forum ausgiebiger darüber unterhalten hatte und alle von der Serie gesprochen haben, hab ich begriffen, wie da die Ausmaße sind. Die Serie – ich habe die ersten Folgen gesehen – ist übrigens auch sehr gut.

Ich lese die Bücher auf Englisch, denn für den Kindle gab es die ersten 4 im Paket für etwa 15 Euro. Für so dicke Bücher einfach ein unschlagbares Angebot. Das würde mich sehr wahrscheinlich über den anstehenden Urlaub bringen und der Gedanke an hochwertige Fantasy lockte.

Eine kurze Anmerkung zur Kindleausgabe die ich besitze: Die 4 Bücher (A Game of Thrones, A Clash of Kings, A Storm of Swords und A Feast of Crows) werden als eine Datei angeliefert. Das heißt man hat da wirklich einen Brocken mit 68661 “Positionen” vor sich liegen. Man kann nicht mal eben schnell zu den Anhängen wechseln oder zu den Karten – es sei denn man merkt sich die Positionsnummer. Aber man kriegt alle Bilder (Cover, Karten, Muster zu Kapitelbeginn) mitgeliefert und es ist angenehm zu lesen. Riesiger Vorteil ist hier natürlich, dass man das Gewicht dieser dicken Bücher nicht schleppen braucht und ich kann jetzt z.b. viel Lesestoff ohne Schwierigkeiten im Handgepäck auf dem Flug in den Urlaub mit mir führen.
Ich lese die Bücher ja außerdem in Englisch. Mein Englisch ist nicht das Beste und vor allem ziemlich eingerostet, aber die Bücher lesen sich flüssig und ohne Probleme. Verwirrungen sind eher auf die vielen Charaktere zurück zu führen aber nicht auf eine schwierige Sprache. Und vor allem wer bei “Ringe” mit langatmigen Landschaftsbeschreibungen etc. zu kämpfen hatte wird sich hier freuen, denn solche Sprachgewalten bleiben hier aus. Trotzdem formen sich auf der Stelle die nötigen Bilder im Kopf. Vor allem der Perspektivenwechsel macht sich hier bezahlt: Man erfährt nicht nur wie die Person sich selbst sieht, sondern auch was Familie und Freunde für ein Bild haben. So wird jeder Charakter außerordentlich vielschichtig und fängt an “zu leben”

Die ganze Geschichte spielt in einer erdachten Welt, ähnlich ausgeklügelt wie Mittelerde, nur ist der Fantasy-Teil hier lange nicht so offensichtlich. Orks und Elben suchst du  hier vergebens und der einzige Zwerg ist der kleinwüchsige Bruder der Königin. Es ist eher eine mittelalterliche Welt mit Burgen und Mauern, Rittern, Huren, Mädchen die jung versprochen werden, verschiedenen “Häusern” und ihren Verbündeten, Beziehungen usw. Nur wenn man genauer “guckt” blitzt die Fantasy durch: Blauäugige Tote versuchen auf einmal die Leute umzubringen, die Schattenwölfe sind ungewöhnlich groß und intelligent .. und es ist von Drachen, die lange ausgestorben sind, die Rede)

Eine Geschichte voller Lügen, Intrigen, Bedrohung, Krieg und überraschenden Wendungen und das innerhalb eines recht kurzen Zeitraums. Ich würde sagen der erste Teil des Buches erstreckt sich über maximal ein Jahr – ein Jahr wie wir es kennen, denn in der Welt von George R. R. Martin ist das mit den Jahren ein wenig anders – die Jahreszeiten dauern nämlich über viele Jahre hinweg. Die Geschichte beginnt im späten Sommer, viele Charaktere, die wir begleiten haben noch nie einen Winter erlebt, aber jetzt hört man  immer wieder den Leitspruch des Hauses Stark “Winter is coming”…

Spannend, fesselnd. Mit vielen Details. Und durch die vielen Wendungen, die einzelnen Handlungsstränge – und es wirkt durch die vielen unterschiedlichen Perspektiven wie noch “mehr” – wird es nie langweilig. Ich kenne ein sehr gutes Buch, das nur mit 3 Perspektiven spielt (“Die Zauberin von Ruwenda”) und trotzdem hatte ich oft das Gefühl, dass ich gerade lieber bei einem der anderen Charaktere wäre. Bei A Game of Thrones war das nie der Fall, der jeweilige Charakter kam immer genau richtig.

Mittlerweile lese ich “A Clash of Kings” und hoffe, dass es hier genauso ist :)

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