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Mit ‘365’ getaggte Artikel

Ein Jahr und ein Blick zurück, Teil 2

Vor einem Jahr schrieb ich

Es muss nicht jedes Foto perfekt meinen Ansprüchen genügen, Hauptsache ist: dran bleiben!
Sollte ich irgendwann wirklich mal verhindert sein kommen weder Archivbilder zum Einsatz, noch werden die Tage ausgelassen – es geht mit dem nächsten Bild einfach da weiter wo ich aufgehört habe und das Projekt verlängert sich entsprechend

Ich bin dran geblieben. Ich habe es geschafft, ohne einen Tag zu verpassen und hinten anhängen zu müssen. Mein Projekt hat genau 365 beziehungsweise 366 Tage gedauert. Aber ich bin sehr froh, geschrieben zu haben, dass nicht jedes Foto meinen Ansprüchen genügen muss, denn das hätte niemals geklappt. Das Projekt war ja eine reine Berg- und Talfahrt. Phasenweise hatte ich Tiefen, aus denen ich dachte, nicht mehr raus zu kommen. Und dann kamen wieder Höhen, die mein Herz schneller schlagen ließen. Ein Jahr hat genug Tage für die “Oh Crap, noch 5 Minuten!”-Bilder (die ich auf keinen Fall wollte) und für die “Try something new” Bilder (von denen ich gerne etwas mehr gehabt hätte). Insgesamt würde ich sagen, dass mein Projekt keines von denen ist, die jeden Tag erstklassige Bilder z.B. in Form von immer neuen, immer kreativen conceptual Selbstportraits beinhalten (natürlich hochmotiviert und mit endlos viel Einsatzbereitschaft) – aber immerhin auch keines wo nur der morgendliche Kaffeebecher oder die verschlafene Fratze geknipst wurde. Blätter ich durch die vielen Projektbilder sehe ich nicht nur Berge und Täler, sondern auch eine gute Mischung aus künstlerischen und dokumentarischen Fotos.

Leider habe ich innerhalb dieses Jahres keine Sprünge in Sachen “Verbesserung” oder “Stilfindung” feststellen können. Aber zumindest habe ich einiges darüber erfahren was mich inspiriert, in welchen Situationen ich motiviert bin …  in dieser Hinsicht habe ich mich schon sehr gut kennengelernt und mittlerweile auch analysiert. Vielleicht hilft mir das langfristig gesehen besser mit akuter und chonischer Kreativitäts- und Motivationslosigkeit umzugehen. Einen fest definierter Zeitraum für die Fotografie einzuplanen scheint jedenfalls nicht des Rätsels Lösung zu sein, immerhin war das schon seit Anfang Januar geplant und es ist partout nichts daraus geworden…

Ich bin sehr gespannt wie es jetzt weiter gehen wird. Es steht auf jeden Fall auf dem Plan meine 60D besser kennenzulernen. Ich merke z.B. wie ich an die Bedienungsform noch nicht zu 100% gewöhnt bin und die Einstellungen teilweise auf Umwegen vornehme, weil ich den schnellen Weg erst übersehe. Aber auch die Videofunktion will verstärkt genutzt werden.

Zum Abschluss kommt noch ein kleiner Rückblick in Zahlen und knackig-kurzen Fakten:

  • Es sind 267 Fotos im Querformat, 59 im Hochformat und nur 34 im quadratischen Format entstanden; am Anfang gab es nur Querformat, die anderen Formate schlichen sich erst später ein und halten sich bedauerlicherweise insgesamt noch sehr in Grenzen; 6 andere Formate z.B. durch die Polaroids sind noch im Spiel
  • Es sind 256 Farb- und 110 Schwarzweißfotos bzw Fotos mit Sepiatönung entstanden. Wobei “Farbe” hier nichts über die Kräftigkeit/Leuchtkraft aussagt; ich freue mich, dass es keine sichtbaren Phasen gab, sondern sich beides stets gut gemischt hielt – und dass insgesamt doch die Farbe überwiegt
  • Objektivnutzung: 44x Kit, 174x Joghurtbecher, 79x Makro, 37x Tele, 24x Weitwinkel und 8 Sonderfälle (z.B. durch Chaosbearbeitung, Polaroid, Objektivdeckel noch drauf…); bestätigt meine Vermutung bezüglich des Joghurtbechers als Immerdrauf; jedoch viel weniger Makro als erwartet; verwirrend ist auch, dass das Kit nur wenig öfter als das Tele genutzt wurde, dabei hatte ich das Gefühl meine beiden Neuzugänge im extremen Brennweitenbereich viel zu selten genutzt zu haben
  • Definitiv zu selten habe ich bisher den Blitz ausprobiert
  • Grob etwa 60 Bilder würde ich als Fails bezeichnen, etwa 200 als durchschnittlich und bei etwa 100 bin ich sehr froh, sie gemacht zu haben und bin teilweise auch richtig stolz; man erkennt im Projekt deutlich die guten bzw schlechten Phasen
  • Beim Erstellen dieser “Statistik” ist mir aufgefallen, wie viele kleine Fehler z.B. Nummerierungsfehler im Titel von Blog und Flickr ich eingebaut habe, glücklicherweise keine Folgefehler, das wäre schlimm gewesen! Danke an dieser Stelle an alle, die mich immer, wenn ihnen ein Fehler auffiel, darauf hingewiesen haben.
  • Art der EXIF-Anzeige und Favoritendarstellung im Monatsrückblick haben sich im Laufe der Zeit geändert


Wer sich noch einmal in Ruhe die Fotos ansehen möchte kann das zum Beispiel hier im Flickr-Album tun oder sich zurück lehnen und die Diashow angucken.

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Ein Jahr und ein Blick zurück, Teil 1

Die Kennenlernwoche ging heute in die zweite Runde. Es gab eine Citytour, mit Orten die mir größtenteils bekannt waren. Viele der Wege kannte ich allerdings noch nicht – und kenne ich immer noch nicht. Denn Wege lernt man einfach nicht, indem man dem großen Trupp hinter her trottet und nebenbei über Wohnungssuche in Hamburg quatscht. Nach einer Pause gab es dann eine Schanzen- und Karovierteltour mit einer Führerin, die das Ganze wirklich interessant gestaltet hat. Leider erwischten wir typisches Hamburger Schietwetter und verbrachten einen Großteil der Zeit in einem Café (aber was heißt hier “einem” – war es doch ausgerechnet das, wo ich während des Fotomarathons meine “Quelle” fotografierte und für Sabrinas “Nachtaktiv” posierte) … später trennte sich dann die Gruppe in die Leute, die sich lieber anderem widmen wollten und jenen, die Tour beenden wollten, wozu ich mich zählte. Allerdings war ich am Ende vor allem in der Fußspitzengegend sehr nass, dass ich mich in die Bahn nach Hause setzte. Leider geht hier das Schietwetter genauso weiter…

Nun sitze ich hier, in kuschelig warmen Bettschuhen (immerhin klopft die kalte Jahreszeit an die Tür) und versuche einen Ansatz zu finden, um mein 365-Projekt angemessen zu resümierend.

Ich denke, ich fange mal im Kleinen an – ein Monatsrückblick erst mal. Und da muss ich leider sagen, dass es um meine Motivation und Inspiration katastrophal bestellt war. Viele Tage endeten damit, dass ich gar nicht oder maximal ein paar Schritte vor die Haustür ging. Oft habe ich einfach nur das Fenster geöffnet, weil mir zu mehr die Motivation fehlte. Das kann zwar auch ganz schicke oder zumindest akzeptable Ergebnisse liefern, aber raus gehen ist doch besser. Interessant ist wohl auch, dass sich auch drinnen am Küchentisch Naturfotos machen lassen – nämlich dann, wenn die liebe Nachbarin einem einen “herbstlichen Gruß” in Form eines wunderschön angerichteten Tellers da lässt.

Zum Glück gab es auch einige Highlights: Kleine Spaziergänge um den See, die einen Dank anfänglich gar nicht vorhandener Ideen verzweifeln lassen, dann aber mit schönen Lampionblumen enden, erste Experimente mit Expanding oder allgemein das tolle Gefühl auf die Felder zu fahren und sogar so motiviert zu sein, sich für Selbstportraits auf den Boden zu legen. Ein interessanter Fotomarathon mit zwei Freunden und der am nächsten Tag erwischte Schmetterling. Nicht zu vergessen, ein – meiner Meinung nach – schöner Abschluss des Projekts, für den ich sogar bei Regen durch den Wald geturnt bin.

Also wenn man es sich recht überlegt, eigentlich doch ein sehr erfolgreicher Monat, wenn auch nicht in dem Sinne, wie es vielleicht geplant war. Aber man kann ja nicht immer alles haben…

Jetzt hab ich schon so viele meiner Favoriten verlinkt, aber hier habt ihr sie noch einmal -

Meine Favoriten im September:

[339/365][346/365][348/365][350/365][351/365][352/365][354/365][362/365][364/365][365/365]

Jahresrückblick to be continued…

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[366/365+1] Bonus-Material

[366/365+1]Aus den EXIF: Joghurtbecher | 50mm | f/1.8 | 1/40s | ISO 100

Alte Gewohnheiten vergisst man nicht so leicht…. :D

Nein, eigentlich gibt es dieses “Bonus-Material” vor allem, weil ich mit meinem Projekt ja ausgerechnet in ein Schaltjahr geraten bin. Das erste Bild ist schließlich am 1. Oktober entstanden und der ist erst morgen. Mit diesem Foto möchte ich also diese kleine Lücke schließen.

Der hochgestreckte Daumen hat zweierlei Bedeutungen. Natürlich erst mal ein Lob an mich selbst, dass ich das so durchgehalten habe, aber – weil Eigenlob ja bekanntlich stinkt – auch ein großes “Gefällt mir!” für das 365-Projekt, beziehungsweise für 365-Projekte allgemein. Es soll auch als Ermutigung für alle dienen, die noch mit sich hadern, ob sie vielleicht eins starten sollen. Ich kann nur sagen: Go for it! … Doch dazu später mehr.

Me

Übrigens, braucht hier keiner trotz Ende des 365 regelmäßige (Foto-)Beiträge auf diesem Blog vermissen. Für die kommende Woche habe ich noch einiges was gebloggt werden will. Wie es in der Zeit danach laufen wird, weiß ich noch nicht genau, es wird sich wahrscheinlich erst mal einpendeln müssen. Aber ich kann euch versichern, dass meine Kamera trotz Studium gewiss nicht im Schrank verstauben wird! Ich studiere in Hamburg und das ist eine wundervolle, fotogene Stadt!

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[365/365] Ein Kreis schließt sich

[365/365]Aus den EXIF: Makro | 100mm | f/4.0 | 1/60s | ISO 200

Vor etwa 20 Minuten endete der letzte Tag meines Projektes. Wenn ich länger darüber nachdenke, bricht in mir ein kleines Gefühlschaos aus.

Vor einem Jahr ging ich spazieren und als, wieder zu Hause angekommen, die Tür hinter mir ins Schloss fiel, war mein Entschluss gefasst. Vor einem Jahr habe ich mich freiwillig dafür entschieden mich 365 Tage lang, jeden Tag aufs Neue, zu mindestens einem Foto zu verpflichten. Vor einem Jahr fing alles mit einer kleinen Gruppe Pilze an.
Da es über mein ganzes Projekt hinweg keine “Meilensteinfotos” (z.B. kein Foto mit der Hausnummer 100 am entsprechenden Tag im Projekt) gab, wollte ich auch jetzt nicht damit anfangen und mich in 365 Fotos badend fotografieren. Oder etwas ähnliches tun. Ich hatte es mir stattdessen in den Kopf gesetzt, das Projekt auch mit Pilzen zu beenden, um so den Kreis zu schließen.

Noch bin ich ziemlich durch den Wind, aber ihr könnt für meinen letzten Rückblick dieses Projekts sicher noch einen großen Wortschwall erwarten. Ebenso wie noch einige weitere Fotos, die an diesem Tag entstanden sind.

 

Vorerst bleibt mir eigentlich nur zu sagen: Ich habe es geschafft, ich habe das 365-Projekt beendet!

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[364/365] Nachthimmel

[364/365]Aus den EXIF: Makro | 100mm | f/3.5 | 0,3s | ISO 320

Kennt ihr das, wenn euch ein Foto gar nicht schlafen lässt? Ich hatte das heute Nacht.

Ich fuhr den Laptop runter, klappte ihn zu und wollte mich in die Federn kuscheln, als der Mond sich plötzlich etwas zwischen den Wolken hindurch schon. Ich hatte noch das Weitwinkel drauf, also fix Objektive gewechselt, Speicherkarte in die Kamera und das Fenster geöffnet. Wahrscheinlich habe ich mir durch diese Aktion viele, viele Mücken ins Zimmer geholt, aber das war es mir wert. Mit der kalt hereinströmenden Nachtluft im Gesicht machte ich mich frisch ans Werk den Mond zu fotografieren und als ich das Bild im Kasten hatte, war ich so aufgeregt. Fast hätte ich den Laptop wieder angeschmissen, um mich gleich an die Bearbeitung zu machen…

Ich entschloss mich dann aber dazu, doch lieber zu schlafen. Konnte ich einfach nicht. Wahrscheinlich trug das Gesumme der Mücken und die kalten Füße auch dazu bei, aber vor allem ließ mich der Gedanke an dieses soeben gemachte Foto einfach nicht mehr los. Irgendwann ging es dann doch und als ich heute morgen aufwachte, war auch die Faulheit schon wieder da und das Foto blieb eine ganze Weile erstmal auf der Speicherkarte.

Vielleicht war es gut, dass ich noch so lange gewartet hatte, denn als das Foto in Lightroom importiert war, war ich irgendwie total enttäuscht. Auf dem Kameradisplay sah es sooo viel besser aus. Wahrscheinlich wäre es extrem frustrierend gewesen, direkt im Hochgefühl so mit der Wahrheit konfrontiert zu werden, so sage ich mir einfach, dass es zwar schade ist, dass das Foto nicht so umwerfen ist wie gedacht, aber es ja trotzdem ganz nett aussieht.

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[363/365] Nur weg hier

[363/365]Aus den EXIF: Tele | 300mm | f/5.6 | 1/400s | ISO 100

Heute hat es mal wieder sehr viel geregnet. Da mir absolut die Motivation fehlte da noch raus zu gehen stellte ich mich am Abend ans Fenster, bevor das Licht verschwinden konnte. Und fotografierte Vögel. Die merken auch, dass die warmen Tage leider immer weniger werden… Ich hoffe, hoffe, hoffe so sehr, dass auf die letzten Tage meines Projekts der Regen Leine zieht und die Sonne mehr als eine halbe Stunde am Tag lacht!

Auf dem Alternativ-Bild gefällt mir zwar das Gewusel, aber die Aussage war mir nicht deutlich genug:

birds and birds

Und das Foto ist beim Warten auf vorbei ziehende Vögel entstanden – die Taube auf dem Dach:

shaped

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[362/365] Herbstlich

[362/365]Aus den EXIF: Makro | 100mm | f/2.8 | 1/200s | ISO 1250

Heute war ein wesentlich entspannterer Tag. Ich hatte den Wald ja für eine morgendliche Tour schon abgeschrieben, dann könnte ich ausschlafen. Falls der Himmel noch mal aufreißen würde, könnte ich ja auch mittags raus. Licht vielleicht nicht wunderbar, aber wenigstens kein Regen. Das war auch eine gute Entscheidung, denn als ich aufwachte war der Regen bereits voll in Fahrt: Unablässig prasselte er auch noch Stunden später gegen die Fensterscheibe.

blueberrycoloured red

Am Nachmittag beschloss ich dann einfach in den Garten zu gehen und in ein paar Makros etwas Herbststimmung zu suchen. Dabei habe ich sowohl dem fröhlich bunten Herbst, als auch dem grau-kalt-nassen fotografisch die Stirn geboten. Es stellte sich als echter Krampf heraus, denn mein Makro-Objektiv hat sich ja noch immer nicht selbst geheilt und kämpft nachwievormit Fokusproblemen. Und ich traue mich nicht, in der Richtung was zu unternehmen, weil ich nicht hören will, dass ich ein neues Objektiv kaufen muss oder es zur teuren Reperatur für mehrere Wochen einschicken kann. Ich werde es nach dem 365 in Angriff nehmen… ist ja nicht mehr lange (überhaupt nicht mehr lange! Fühlt sich sehr komisch an) …

rainy day
something sad
Vorher muss ich aber unbedingt noch mehr herbstliche Stimmung und Details einfangen.

an islandlike a familydon't let me fall

Das ist übrigens der 1000. veröffentlichte Blogartikel auf nussundpoint, juche! Dazu kommen knapp über 5000 Kommentare (inklusive meinen) – na das können wir doch noch steigern, oder? :D

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[361/365] Nicht auf Knopfdruck

[361/365]Aus den EXIF: Joghurtbecher | 50mm | f/2.0 | 1/50s | ISO 100

Nachdem ich gestern den Küchenschnappschuss gemacht hatte, war ich fest entschlossen, dass mein Projekt nicht mit solchen unmotivierten Fotos enden darf und packte den Kamerarucksack für einen frühmorgendlichen Ausflug in den Wald, bei hoffentlich wunderschöner Atmosphäre. Ich legte die Klamotten raus, stellte den Wecker, schloss die Augen… und von da an ging alles schief.

Statt schon um eins im Traumland zu sein hielten mich die Geräusche einer umherrschwirrenden Mücke wach. Irgendwann hörte es auf und wurde von einem penetranten Jucken an meinem Handgelenk abgelöst… ich schlief erst nach zwei ein. Als mich dann bei Weckerklingeln um halb acht nur ein grauweißer Himmel weckte war der Tag eigentlich schon gelaufen. Ich schlief weiter. Um neun Uhr sahen die Lichtverhältnisse immer noch nicht besser aus und ich konnte mich absolut nicht dazu motivieren in den Wald zu fahren.

Stattdessen stöberte ich durch Flickr und bewunderte schöne Fotos. Nur dass die Fotos, die mich in anderen Umständen vielleicht inspiriert und motiviert hätten, mich heute nur frustrierten. Ich stieß auf mehrere (teils beendete) 365-Projekte, mit ganz zauberhaften Bildern und einer deutlich erkennbaren Entwicklung und bemerkte, dass ich mir meinem Projekt vieles von dem was ich erreichen wollte, nicht erreicht habe.

Obwohl höchst unmotiviert, sagte ich mir, dass ich noch in den Wald gehen würde, sollte am Abend der Himmel entgegen der Erwartungen noch einmal aufreißen. Für den Notfall überlegte ich mir dieses Back Up Foto:
idea
Ich habe ein Buch zerschnitten. Ich habe ein Buch zerschnitten. Ich habe ein Buch zerschnitten. Und es ist verrückt, einerseits blutet das Herz und man hat ein ganz schlechtes Gewissen, obwohl man dieses Buch sicher nie mehr lesen würde, bzw selbst wenn: Es durchaus noch lesbar wäre… andererseits merke ich auch ganz klar, dass sich meine Prioritäten verschoben haben. Und ich mittlerweile für ein Foto auch ein Buch zerschneide.

Unterdessen zog der Himmel tatsächlich ein Stück weit auf und ich hoffte wieder ernsthaft auf schönes Licht am Abend. Leider war wenig später wieder eine dicke Wolkendecke am Himmel… Wetterberichte im Internet sagten auch nur, dass es zum Abend hin immer schlechter werden würde, also schloss ich mit dem Wald ab und wollte wenigstens ein Brot kaufen gehen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, denn in dem Augenblick als ich los maschieren wollte, fing es an ordentlich zu gießen. Plötzlich klopfte die Motivation wieder an und überredete mich zu Regenschirmfotografie. Dabei würde ich nicht zu sehr nass werden und müsste auch nicht zu weit weg. Alles zusammengepackt und los gings.

Kamera, eingehüllt in eine Plastiktüte, auf dem Stativ. Und ich, bewaffnet mit blauem Regenschirm und Fernauslöser, maschierte die Straße rauf und runter. Garantie für doofe Blicke und Kommentare – und glücklicherweise auch eine nette Begegnung, die das ganze in Waage hielt: Ein Junge stieg von seinem Fahrrad und fragte sehr höflich, was ich denn da gerade mache, und ich sagte ihm, dass ich gerade die Regentropfen auf dem Schirm fotografiere (was ich tat, nachdem ich einsah, dass die anderen Fotos nichts werden würden) … er war verwundert aber interessiert und ragte mich nach dem Grund, woraufhin ich erklärte, dass mir das Fotografieren Spaß macht und ich deswegen so ein Projekt am Laufen habe… nur dass mir aktuell die Ideen ausgingen und ich daher hier gelandet wäre. “Verrücktes Hobby” sagte ich, und er stimmte mir zu, wünschte mir aber noch viel Spaß und dass ich nicht zu nass werde. Und radelte davon. Richtig lieb. Tröstete mich aber nicht darüber hinweg, dass auch die Wassertropfen auf dem Schirm nichts werden wollten.

Es ging also wieder nach Hause, wo ich schon im Flur feststellte, dass das so nicht ging. Da hatte ich mich extra im Regen aufgerafft und würde kein einziges brauchbares Foto davon abliefern?? Nein. Also ging es gleich nochmal raus, diesmal ohne Schirm, denn der Regen hatte mittlerweile etwas nachgelassen. Dann ist das herbstliche Tagesfoto entstanden, von dem ich auch alles andere als begeistert bin. Aber auf den anderen gucke ich irgendwie sehr verkrampft …

Dann habe ich noch das Brot gekauft und mich für heute von der Fotografie verabschiedet. Raus aus den nassen Klamotten, Bilder vom PC auf die Speicherkarte. Und was sah ich draußen am Himmel? Er zog auf. So richtig. Mit schönem Licht und allem. Glücklicherweise war ich so müde, dass ich glatt für ne halbe Stunde eingenickt bin, so dass die Gedanken “geh ich doch in den Wald/nein, bis ich da bin ist es wieder dunkel/geh ich dann wenigstens aufs Feld/nein, ich hab jetzt echt keine Lust” nicht zu weite Kreise ziehen konnten. Denn als ich aufwachte, war es schon zappenduster.

Zum krönenden Abschluss, hatten wir noch Probleme mit dem Internet. Juche!

Ich hab auch gar keine Lust mehr, mich jetzt dazu zu motivieren, dann doch morgen in den Wald zu gehen. Auf noch so eine Kette von Enttäuschungen kann ich gerade echt verzichten. Ein schönes Ende für mein 365-Projekt ist also erstmal nicht in Sicht – sowas funktioniert halt leider nicht auf Knopfdruck.

Musik: The Windy City – Games

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[360/365] Küchenschnappschuss

[360/365]Aus den EXIF: Joghurtbecher | 50mm | f/1.8 | 1/320s | ISO 1600

Mein Projekt läuft im Moment überhaupt nicht gut. Mir fehlt es an Ideen und an Motivation, ohne Ideen los zu gehen. So ist es gestern ein schneller Schnappschuss während der Zubereitung des Abendessens geworden. Dafür finde ich es gar nicht mal so unterirdisch, durch die Bearbeitung und den Dampf des kochenden Wassers hat es irgendwie ein leicht analoges Feeling.

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[359/365] Im Spiegel

[359/365]Aus den EXIF: Joghurtbecher | 50mm | f/1.8 | 1/60s | ISO 1250

Gestern drehten sich irgendwie einige Dinge in meinem Kopf hin und her, bis ich – fast zu spät – bemerkte, dass ich noch kein Tagesfoto hatte. Glücklicherweise kam mir ausnahmsweise schnell eine Eingebung, der ich dann auch ohne groß weiter zu  überlegen nachgegangen bin.

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