Atemschaukel zu Orangensaft

Kleiner Tipp zur Entschlüsselung der verheißungsvollen Überschrift: Literaturnobelpreis.

Erfasst? …Oder nicht?

OK, für Angehörige der zweiten Fraktion: Hertha Müller.

Jetzt erfasst? …Immer noch nicht?

OK, ich lasse meinen ursprünglichen Plan, hier ein Bild der Dame einzuwerfen, fallen, denn erkennen würde sie wohl kaum jemand, wie es bei Autorengesichtern nun so üblich ist, da braucht man Zeilen und keine Züge, um erkannt zu werden.

Aber auch die würden es hier wahrscheinlich nicht unbedingt tun, denn auch ihr Buch (ja, jetzt kommt es) „Atemschaukel“, das von den Gräueltaten, die Rumänen unter Stalins Macht erdulden mussten, erzählt, ist nicht unbedingt ein Bestseller oder ein Vetreter der gängigen anspruchsvollen Literatur à la  Hesse (dem auch einmal solch ein Nobelpreis ausgehändigt wurde).

Dennoch scheinen die Zeilen, Texte von ihr ihren besonderen Charakter zu besitzen, wenn man sich einmal ein wenig über die Gründe der Auszeichnung informiert, was heute bestimmt kein schweres Unterfangen sein dürfte.

Ich jedenfalls habe es getan, heute früh, mit Orangensaft, und so auch schon gedanklich eine Prognose  aufgestellt: Demnächst werden die Verkaufszahlen ihrer Bücher, besonders die der „Atemschaukel“, in die Höhe steigen und dann klappt es bestimmt mit dem breiteren Wiedererkennungswert anhand der Zeilen.

Übrigens wahrscheinlich auch anhand des Gesichts, dank der Presse, und das ist ein seltenes Privileg für einen Autor, ebenso wie es eins ist, den Nobelpreis zu erhalten und dem gebührt gewiss doch ein wenig Respekt, oder nicht?

Die Nuss

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