Kafka genießen

In der 13.  Klasse liest man so manches „Literaturjuwel“. Über das ein oder andere gibt es dann einen doch recht positiven Konsens, über einige andere hingegen schlagen vernichtende Kritiken schon sehr früh meterhohe Wellen. Als das Beispiel dieses Eintrags sei „Der Proceß“  genannt, eine relativ dicke Lektüre mit einem relativ ungewöhnlichen Plot, das fällt natürlich gleich zu Beginn auf und lässt nun zweitere Reaktion bei einem Schüler eintreten.

Der gemeine Schüler formt sein Urteil also schon gleich zu Beginn, die Nuss auch.

Nur ist es bei ihr so, dass sie üblicherweise die Gegenposition einnimmt. Weder um cool zu sein (Ok, es mag Ausnahmen geben) noch um interlektuell zu sein (Das ist sie doch sowieso!). Nein, viel mehr steht sie schlichtweg darauf, wenn’s wirr und absurd wird, viel mehr beginnt dann eine Kunst, die Nüsse einfach mit einer gewissen Erfurcht und einem hochprozentigem Interesse erfüllt.

Zack, da schlug Kafka also zu.

Kafka macht traumartige Bilder, Kafka bringt Surrealismus auf Papier ohne dabei den Pinsel zu schwingen, malt er doch mit Worten und das so ungewöhnlich, dass es zugleich verwunderlich und wunderbar zugleich wirkt.

Josef K., verleumdet, verhaftet und doch ohne etwas Böses getan zu haben.

Gerichtsprozess im Wohngebäude.

Die morgige Deutschstunde.

Ich glaube, ich werde doch gemein.

Die Nuss

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