Die Welt da draußen

Ich stehe auf und mir geht’s beschissen. Ich gehe ein paar Schritte, unsicher, fast ungewollt, ja, heute ist nicht mein Tag. Unter die Dusche, es wird etwas besser, bleibt aber unschön. Denn ich weiß, dass noch viel Arbeit ansteht, so ungewollt, wie die Schritte, die mich in den großen Tagesrhythmus gebracht haben. Umkehr aber unmöglich.

Dann blicke ich aus dem Fenster: Nebel.
Und so dick der Nebel ist, so befreit fühle ich mich plötzlich.
Oder es wäre ein solcher Blick: Rauschender Regen, kräftiger Sturm.
So ungestüm wie das ist, so leicht und beherrscht werde ich.
– Brandet draußen das Chaos, wird meine kleine Welt schöner.

Und ich weiß selbst nicht genau, warum. Vielleicht ist es einfach das Gefühl, die eigenen Probleme angesichts der allumfassenden Natur plötzlich viel kleiner sehen zu können. Vielleicht ist es das Gefühl, die Welt draußen im Wandel zu sehen und zu begreifen, dass man nie im Unglück stecken bleiben wird, weil man selbst Teil dieser wandelnden Welt ist.
Was auch immer es ist, es rettet mich vor so manchem Sonntag.

Die Nuss

Advertisements

4 Gedanken zu „Die Welt da draußen

    • Keine Sorge, das war keine Beschreibung des gestrigen Tages. Viel mehr eine allgemeine Reflexion.
      Zudem geht’s mir an solchen Tagen durch das Wetter ja schnell wieder besser! :)

      Liebe Grüße
      Die Nuss

  1. Ich mag’s. (: Erst glaubt man da was düsteres zu lesen, aber so düster ist es eigentlich gar nicht. Doch, mir gefällt vor allem dein Vergleich von der Natur und dem innerem Aufruhr, dass du zur Ruhe kommst wenn es draußen unruhig ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s