Warum nicht…

Kennt jemand „Lola rennt“?
Klar, man kann sich über die Aufmache des Films sicherlich streiten und sonderlich viel Tiefe scheint er ja auch wieder nicht zu besitzen. Mir gefällt er aber wirklich gut, auch gerade deshalb, weil er auf wunderbar leichte Weise mit dem Prinzip des „Was wäre wenn…?“ spielt.

Gerade in meiner Unizeit aktuell kommt mir der Gedanke, was wohl geschehen wäre, hätte ich mit der fremden Person, die neben mir in der Vorlesung saß, ein Gespräch begonnen. Klar, es mag übertrieben wirken, würde ich nun losfantasieren, dass wir spontan auf ein gemeinsames Interesse gestoßen wären und mir die Person etwas empfohlen hätte, das mich weit nach vorne geworfen hätte, aus meiner aktuellen Situation in eine vollkommen neue Situation. Ganz nach dem Prinzip, dass jede Situation einen Menschen so sehr prägt, dass sie ihn zu einem anderen macht.

Bleibe ich also auch der alte, vielleicht unspannende Mensch, wenn ich ganz einfach nichts tue und nach Lust und Laune rede? Oder verändere ich mich? Auch so.
Zum Guten oder Schlechten?

Überall Menschen, überall Möglichkeiten. Das Leben ansich ist sicherlich niemals langweilig, sondern wird nur langweilig gemacht. Durch uns. Und durch uns in jedem möglichen Moment ein neues Stück spannender.
So oder so auf jeden Fall.
Irgendwie.

Die Nuss

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5 Gedanken zu „Warum nicht…

  1. ich LIEBE lola rennt. der film ist spitze. und im grunde hat er sehr viel tiefe, WEIL das spielen mit diesem szenario etwas unheimlich psychologisch wichtiges ist, glaube ich. das in einen film zu verpacken ist schon gewissermaßen revolutionär gewesen!

  2. Also den Film kenne ich nicht, aber dieses „Was wäre wenn“ fasziniert mich immer wieder. Ich finde, „Abbitte“ spielt damit sehr viel, sowohl im Film als auch im Buch. (Der Film hält sich ja auch dicht an das Buch.) Was wäre denn z.B. wenn wir die Möglichkeiten hätten x Jahre zurück zu gehen, aber unsere Erinnerung daran behalten wie unser Leben weiter verlaufen ist? Würden wir etwas ändern und wenn ja, was? Wie würde unser Leben dann aussehen?

    Da gab es doch auch diesen Film „Butterflyeffect“ [?] der extrem damit gespielt hat. Den Film an sich fand ich nicht so gut, aber es hat mich fasziniert wie unterschiedlich das Leben des Hauptdarstellers und anderer Personen (!) sich entwickeln konnte durch div. versch. Entscheidungen des Hauptdarstellers.

    • Sind ja vergleichbare filmische Erfahrungen, die du da gemacht hast.
      „Abbitte“ habe ich auch gesehen. Ein sehr überraschender und tiefdramatischer Schluss übrigens, der mir besonders gut gefallen hat.

      Auch sehr gut von dir, zu erwähnen, wie es ist, die „Erinnerung an einmal gekommene Zeiten“ zu behalten. Komisch, sich an etwas zu erinnern, dass eigentlich in der Zukunft liegt.
      Da sieht man einmal, welche Grenzen Begifflichkeiten haben können, wenn’s philosophisch wird. ;)

      Die Nuss

      • Ohja, der Schluss war Klasse! Auch die Umsetzung.

        Ich glaube, es wäre (für mich) reichlich verstörend eines morgens aufzuwachen und, sagen wir, wieder 11 Jahre alt zu sein, aber genau zu wissen wie die nächsten Jahre ablaufen. Irgendwie wäre ich ja wieder 11, zumindest äußerlich, aber innerlich wäre ich ja immer noch 18. Gruselige Vorstellung irgendwie. Oh, da fällt mir ein: In dem Manga/Anime „Detektiv Conan“ passiert ja was ganz ähnliches. Da wird der Hauptdarsteller von 17 auf 6 oder 7 geschrumpft, versehentlich, behält aber seinen Verstand.

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