Ich muss mal wieder lernen…

… und kann mich wie dem letzten Eintrag zu entnehmen ist mal wieder nicht dazu motivieren. Am Donnerstag steht eine Geschichtsklausur an und am Freitag eine Politikklausur. Und da das Ganze schon einmal geklappt hat (hier & hier), starte ich jetzt einen weiteren Versuch, den Blog als Lernplattform zu nutzen.

Also eine kleine Geschichtsstunde über die Geschichte & Politik der USA. Wir bewegen uns in einem Zeitraum von ca 1790 bis 1960. Und da ich am bilingualen Unterricht teilnehme, werden hier auch einige englische Begriffe für die einzelnen Ereignisse auftauchen. Aber es muss ja ohnehin niemand anderes verstehen, weil ich bezweifel, dass sich jemand diesen langen Text tatsächlich antun wird. ^^

Die erste Quelle die wir haben ist Washington’s Farewell Address von 1796. Hier versucht er den Staaten klar zu machen, warum Policy of Isolationism die beste Option ist. Um das zu verstehen, muss man natürlich wissen, was genau er damit meint. Nämlich folgendes:

  • Keine Einmischung und Teilnahme an den politischen Angelegenheiten Europas und anderer
  • Keine permantente und tiefgehende Allianz mit anderen
  • Keine Abhängigkeiten von anderen
  • Neutralität, keine Bevorzugung oder Benachteiligung anderer
  • Religion, Moral, Politik und Wohlstand als „pillars of human happiness“
  • Bewahrung und Förderung des Friedens durch Vertrauen und Gerechtigkeit gegenüber anderen Nationen
  • Krieg vermeiden
  • Aber dennoch die Vorbereitung (Etablierung einer starken militärischen Macht) für den Fall einer Gefahr
  • Demokratie, die öffentliche Meinung soll mitbestimmend wirken, die Öffentlichkeit muss aufgeklärt sein
  • Stolz, Patriotismus und Einigkeit

Washington hatte also ein Ideal von völliger Isolierung im Kopf – solange sich die Staaten nicht in die Angelegenheiten anderer einmischen, kommen sie nicht in Schwierigkeiten. Solange sie nur keine Partei ergreifen, kann niemand ihnen etwas vorwerfen. So lange sie nur für sich sind, haben sie auch nur mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Und niemand mischt sich im Gegenzug in ihre Angelegenheiten ein. Nur hat Washington leider nicht bedacht, dass sich das nicht so gut mit seinem Wunsch nach verstärktem Handel verträgt. Und das man eben nicht immer neutral bleiben kann – weil einem nicht alle gleich sympatisch sind. Weil auch Neutralität verärgern kann. Weil Menschen emotional reagieren. Weil jeder einen Vorteil aus der Sache ziehen will.

Schließlich, im Jahre 1803: Louisiana Purchase. Die Staaten kauften Frankreich ein Territorium für einen unschlagbaren Preis ab, welches ihr Territoritum verdoppelte und nun den Mississippi mit einschloss. Aber wie kam es dazu, dass Frankreich ein so großes Territorium aufgab? Das Gebiet gehörte ursprünglich Frankreich, wurde dnan aber 1762 an Spanien abgetreten, dann aber 1800 wieder zurück erobert. Napoleon wollte das Gebiet als Anbauplatz für Nahrung und für den Handel nutzen um die Insel Hispaniola zu versorgen – dafür musste Hispaniola aber natürlich erstmal wieder in seinen Besitz. Die Menschen dort setzten sich aber tapfer zur Wehr, so dass 1802 Napoleon selbst mit seiner großen Armee keine Chance hatte und einsehen musste, dass Hispaniola aufgegeben werde müsse. Ohne diese Insel hatte er aber auch keine Verwendung für das Louisiana Territorium, und weil sich zusätzlich ein Krieg mit Großbritannien anbahne, konnte Napoleon es sich auch nicht leisten Truppen zu entbehren um das ungenutze Territorium zu verteidigen. Im Gegenteil: Er brauchte Geld, um seien Truppen in Europa stützen zu künnen. Und so verkaufte er das Territorium. Für die Staaten war damit der wichtige Hafen New Orleans gesichert.

Was bedeutete das nun für Amerikas Beziehung mit anderen Ländern? War mit diesem Kauf nicht Washington’s Wunsch und die bisherige Politik „Policy of Isolationism“ unterbrochen? Wie sollte es weiter gehen?

Zunächst ging es erstmal mit dem War of 1812 weiter. Auch bekannt als der Britisch-Amerikanische Krieg sagt der Name schon das Wesentliche: Die Staaten rechtfertigten den Krieg durch folgende Punkte:

  • „Zwangsrekrutierung“ amerikanischer Seeleute in die britische Krigsmarine
  • Übergriffe britischer Kriegsschiffe gegen amerikanische Schiffe
  • Britische Blockade amerikanischer Häfen, um Handel mit dem von Napoleon besetzten Europa zu unterbinden
  • Angebliche Aufstachelung von Indianervölkern zu Gewaltakten gegen die USA

Der Krieg wurde von Amerika erklärt und brachte große Verluste auf beiden Seiten ein. Das Ende bildete im Dezember 1814: Treaty of Ghent, ursprüngliche Verhältnisse sollten wieder etabliert werden. Das bedeutete: Streitpunkte wurden nicht mehr erwähnt und lösten sich nebenbei von selbst, Grenzfragen sollten friedlich geklärt werden. Eigentlich konnte keine der beiden Parteien ihr Ziel erreichen, dennoch betrachteten sich die Staaten als siegreich und erfreuten sich an „national union and pride“. Doch auch die Briten feierten die erfolgreiche Verteidigung Kanadas.

Der Nationalstolz und die neu gewonnene Einigkeit prägte die folgenden Jahre, auch bekannt als Era of Good Feeling. In diese zeit viel auch die 1823: Monroe Doctrine, welche noch einmal die politische Haltung der USA betonte:

  • Amerika ist frei und unabhängig und soll nicht als Fläche für europäische Kolonien genutzt werden
  • Jedoch: Die bereits existierenden Kolonien  seien bisher in Ruhe gelassen worden und dies soll auch so bleiben
  • Die Staaten sehen sich in der Rolle des Beobachters, in den Kriegen Europas sei nie Partei ergriffen worden, sie schätzen Freiheit und Zufriedenheit – diese Rolle soll nicht aufgegeben werden
  • Nur wenn sie selbst bzw die Rechte ihrer Bürger bedroht werden, werden sie Vorkehrungen zu ihrer Verteidigung treffen

Leider wurde aber auch die unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Staaten immer deutlicher. Die unterschiedlichen Vorstellungen in den Bereichen der Wirtschaft, Politik und des sozialen Lebens schlug sich besonders in der Frage des Sklavenhandels/der Slavenhaltung nieder: Während der Süden verstärkt auf Landwirtschaft baute, entwickelte sich der Norden eher in technischer Hinsicht weiter – und so war Sklaverei in den Südstaaten Alltag während sie in den Nordstaaten verboden wurde. Letztlich führte diese Auseinandersetzung zum 1861-1865: Civil War. Mit dem Resultat, dass Sklaverei verboten wurde.

Parallel zu all diesen Ereignissen gab es die Westward Expansion. Am Anfang nur 13 Staaten an der Ostküste wurden es im Laufe der Jahre immer mehr. Wichtige Punkte in diesem Zusammenhang waren nicht nur Louisiana Purchase und diverse Abmachungen über Grenzziehung mit Spanien und Großbritannien, sondern vor allem auch wegen Texas. Mit Texas war das nämlich so: Texas gehörte am Anfang zu Spanien. 1821 machte sich jedoch Mexico (gehörte auch zu Spanien) unabhängig und erlaubte zu dem Einwanderer aus den USA. So wurde Texas zunehmend von solchen bevölkert. Jedoch gab es nun Spannungen zwischen den amerikanischen Siedlern und den Mexikanern, sodass 1835 Texas begann um die Unabhängigkeit zu kämpfen – 1836: Republik Texas wird ausgerufen. Doch damit nicht genug. Schnell wurde in Texas der Wunsch laut, sich den Staaten anzuschließen. Warum das so in Diskussion stand, möchte ich hier noch kurz erläutern.

Vorteile für Texas:

  • Sicherheit und Frieden
  • Unterstützung der Staaten im Falle eines Krieges
  • Demokratie, Rechte
  • Amerikanische Nationalität (wichtig wegen der vielen Einwanderer)

Nachteile für Texas:

  • Möglicher Krieg mit Mexico
  • Die Frage der Sklaverei
  • Dem Kongress unterordnen müssen
  • Unabhängigkeit ein Stück weit verlieren

Vorteile für die USA:

  • Profit: Häfen, Landwirtschaft, Produktion, Zugriff auf Ressourcen
  • Einigkeit
  • Handel mit Europa
  • Sicherheit und Frieden

Nachteile für die USA:

  • Möglicher Krieg mit Mexico
  • Frage der Sklaverei
  • Frankreich und Großbritannien verärgern

Die Entscheidung fiel 1845: Annexation of Texas und löste sogleich den befürchteten Krieg mit Mexico aus 1845-1848: Mexican American War: Mexico hatte nämlich nie die Unabhängigkeit von Texas akzeptiert und sah den Anschluss Texas an die USA und die zusätzlich damit einhergehende Ausweitung des Territoriums als Grund für einen Krieg. Die Staaten gewannen diesen jedoch und so musste Mexico Texas aufgeben. In dem 1848: Treaty of Guandalupe Hidalgo wurde außerdem festgelegt, dass das Territorium California und New Mexico an die Staaten verkauft wurde, und der Rio Grande nun die Grenze zwischen Mexico und Texas sei.

Pech für Mexico wurde in California wenig später Gold entdeckt und der 1848-1849: Goldrausch förderte die Westward Expansion. Neben diesem Goldrausch gab ein noch zwei weitere größere Wellen, nämlich von 1840-1860: Auswanderung ins Oregon Territorium und 1846-1847: Mormonen wanden zum Great Salt Lake. Weitere erwähnenswerte Daten im Bezug zur Westward Expansion sind außerdem: 1846: Abmachung mit Großbritannien über die Grenze wird ausgeweitet, das Oregon Territorium gehört jetzt den USA, 1850: California ist ein Staat der USA, 1853: Gadsden Purchase – ein weiterer Streifen Land wird Mexico abgekauft, 1867: Alaska Purchase, 1959: Alaska ist ein Staat der USA

Der Point.

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4 Gedanken zu „Ich muss mal wieder lernen…

  1. hey, danke für deinen kommentar! ob die dekoteilchen auf lange sicht den abfluss verstopfen, kann ich nicht sagen. ich habe die badebomben bereits getestet und da war nix verstopft oder so;)
    die seifen hab ich noch nicht ausprobiert, find sie auch irgendwie zu schade dafür und werd sie wahrscheinlich letztendlich eh als deko oder geschenk benutzen glaub ich:D
    viele grüße, jessica

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