Film, Musik, Musik, Bild

Heute wurde ein relativ spontaner Entschluss, der jedoch schon lange in mir gereift war, endlich in die Tat umgesetzt: Einen Film drehen, ein 3-Minuten-Ding.

Interessanterweise waren die Dreharbeiten bis auf manch hartnäckige Einzelszene, die mit der Handkamera einige Anläufe erforderte, sehr angenehm und schnell getan. Denn in meinem Kopf hatten sich die Ideen bereits gestapelt.
Als weitaus schwieriger erwies sich die Musikuntermalung:
Zunächst ganz einfach Bach drüberlegen. Dann war’s aber schnell öde und irgendwie unpassend. Okay, dann Bach mit rückwärts abgespieltem Geflüster vermengt. War schon mal gut, aber ein wenig penetrant, da sich so einige echt unangenehme Zip/Flip-Geräusche ergaben. Dann also etwas „Grateful Dead“ drauf gelegt, lässige Jamsessions, echt nett. Neben Bach gestellt zudem eine sehr exotische Mischung.
Aber auch das wirkte alles andere als homogen. Und bei all meiner Experimentierfreude wollte ich doch einen Bilder- und Musikfluss schaffen und kein abgehaktes Gewusel, das nicht miteinander wollte.
Schließlich landete ich also wieder bei Bach. Und dann kam mir eine Idee: Okay, du hast dein eigenes Gefasel rückwärts abgespielt, das klang doof. Aber auch richtig herum klang’s doof. Bach klingt richtig herum gut und rückwärts…?
Rückwärts klingt der ebenso gut! Hört Euch mal „Air“ rückwärts an. Wenn Euch das Stück bis dato langweilig vorkam, dürfte sich das dann nämlich ändern. Sehr abgedreht, sollte man mal ausprobiert haben.

Ja, was ist denn jetzt dabei rausgekommen? Ich meine, ich saß mit Pausen gut ’nen ganzen Tag an dem süßen Filmchen.
Wie es sich ja schon eindrücklich oben angedeutet hat, kam ein sehr experimentelles Stück dabei raus. Ich habe viel mit Symboliken gespielt, inspiriert von Filmemachern wie Luis Buñuel, und die auch auf sehr absurde Weise verdreht. Hat mir gefallen, auch wenn das Ergebnis Laienarbeit ist, die das in nahezu jeder Sekunde ausstrahlt, alleine weil mit Digi-Cam gefilmt.
Werde diesen neuen Weg aber motiviert weiterverfolgen, sodass ich hoffentlich irgendwann einmal Flickr-würdiges Material hochladen kann. Selbstverständlich werdet Ihr davon dann gleich erfahren!

Und nun noch ein Bild von den Dreharbeiten, damit Ihr eine mehr als eindeutige Bestätigung für meinen Filmwahn habt.

Stuck in paradise

Die Nuss

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9 Gedanken zu „Film, Musik, Musik, Bild

    • Sicher verwahrt. :)
      Ich schau mal demnächst, ob ich es schaffe, eine brauchbare 90-Sekunden-Version für Flickr zu produzieren. Sonst gibt’s in Zukunft vielleicht einen Youtube-Account für längere Kandidaten, wenn ich am Filmen dran bleibe.
      Irgendwie muss ich ja auch berühmt werden.

      Die Nuss

  1. Ich hatte bei meinem Film damals die Unterstützung eines Filmemachers, der konnte dann auch eine Musikerin für den Soundtrack beschaffen^^ Gitarre, Klavier und für die düsteren Szenen ein Didgeridoo. War schon lustig, dass ich da als Produzentin der guten Frau meine Anweisungen geben konnte :D
    Wünsche dir viel Spaß und bin schon gespannt auf das Ergebnis!

    • Interessant.
      Klingt so, als hättest du demnach schon recht professionelle Erfahrungen gemacht. :D
      Find‘ ich gut. :)

      Und zum Gespannt-Sein: Wie oben erwähnt, muss ich wirklich noch schauen, ob und in welchem Umfang ich etwas hochlade. Ich schau’s mir aber auf jeden Fall noch mal an.

      Die Nuss

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