Ein Schritt nach vorn

Neue Lebensumstände wollen manchmal einfach neue Maßnahmen sehen. Neue Gefühle, Gedanken ihre Umsetzung. Manchmal geht es einfach weiter, irgendwo in einem und dann folgt der Rest, er will es und wenn er es kann, tut er es.

Zumindest sieht es so bei mir aus.
Als ich anfing zu studieren, ging mir das Rumgependel zwischen Uni und Heim zwar bald in Fleisch und Blut über, aber ebenso fix auf die Nerven. Unflexibilität, Gehetzte, viel Rumdenken. Nein, das wollte ich nicht wirklich.
Dieses Denken fing von Anfang an, sich mit Gedanken an Selbstständigkeit zu paaren und heraus kam nichts anderes als ein reiner Auszugswunsch.

Gut, einfach war es nicht, sich von Zuhause zu trennen, zu viele Bequemlichkeiten, zu viel Wärme stand auf dem Spiel, zu viel zum Loslassen, alles doch verwirrend und neu, erschlagend und drohend. Würde ich es überhaupt schaffen?

Genau gesagt, kann ich das noch nicht einmal jetzt sagen, da ich bereits seit gut 2-3 Tagen in einer WG innerhalb eines Studentenwohnheims wohne. Denke, es wird einfach noch genug Hürden geben, die ich auch neben meinem Uni-Alltag zu bewältigen habe.
Aber einfach mal so: Es fühlt sich gut an. Es fühlt sich richtig an.
Der Zeitpunkt war der Richtige.
Ich denke, es ist bei so etwas, nicht selten der Richtige.

Die Nuss

14 Gedanken zu „Ein Schritt nach vorn

    • Ja, ist nun mal auch so, dass man irgendwann auch richtig „Erwachsen“ werden muss. Und ab einem gewissen Punkt gilt für mich schon: Umso früher gerüstet, umso besser.
      Zumindest fühlt es sich besser an, freier, schöner. :)

      Die Nuss

  1. Als ich damals zwangsweise zum Studieren ausgezogen bin, wäre ich jederzeit wieder zuhause eingezogen. Irgendwie war ich noch nicht so weit, alleine zu leben. Irgendwie wollte ich nicht richtig ausziehen.

    Mittlerweile würde ich (so sehr ich meine Familie auch liebe und ein tolles Verhältnis zu ihnen habe) NIE WIEDER bei meiner Familie einziehen ;) Ich habe meine Zeit gebraucht, um mich komplett abzunabeln. Das war nicht immer ganz so einfach. Aber wenn ich deinen Beitrag lese, dann denke ich auch, dass der Zeitpunkt bei dir der richtige war. Schön, dass es sich richtig und gut anfühlt!

  2. Die Frage nach dem „Richtig“ solltest Du nicht stellen. Jede Entscheidung, die wir in unserem Leben treffen, war zu diesem Zeitpunkt richtig. Denn wer würde wissentlich einem falschem Weg folgen?
    Wir nabeln uns im Leben mehrmals ab. Und nicht immer stimmt das alle froh. Manchmal tut es auch weh. Aber wir wachsen daran, reifen. Auch wir Eltern und Großeltern!
    Du hast getan, was viele junge Menschen irgendwann tun: Einen weiteren Schritt in ein selbstbestimmtes Leben.
    Geh weiter so!
    Liebe Grüße
    Elvira

    • Danke für die lieben, aufmunternden Worte!
      Im Großen und Ganzen tut es wirklich gut, zu wissen, dass ich schon früh einen Stein für die eigene Zukunft gelegt habe.

      Die Nuss

  3. Nun ist es also soweit…
    Da hoffe ich, dass du nette Mitbewohner hast und wünsche viel Spaß beim Einleben und Feiern ;)

    Liebe Grüße,
    miko

    • Ja, ich bin selbst ein klein wenig überrascht, wie positiv ich bis jetzt drauf reagiere, keine derben Dämpfer, keine Trauer…aber gut, ich hab‘ ja Internet. :P

      Die Nuss

  4. hey,
    ich bin vor drei jahren ganz allein in eine neue stadt, 160km von meinen eltern gezogen, auch zum studieren. der anfang war hart und ich war fast jedes wochenende bei meinen eltern, doch heute kann ich sagen, dass es die beste entscheidung war. neue stadt-neue leute-neue horizonte-selbstständigkeit-eigene wohnung…herrlich! heute kann ich das genießen, aber gebe du dir 1 jahr bis du es genießen und schätzen kannst! deine eltern, die heimat bleiben und gehen nich verloren auch nich wenn man auszieht!
    lg

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