Englisch

(Ich hab Fotos gemacht, die ich beide noch nicht zeigen darf, weil sie Teil eines Projektes sind. Es ist frustrierend!)

(Heute war die Fotografin im Kindergarten da. Ich gucke bestimmt auf allen Fotos doof, weil ich ständig von den Kindern abgelenkt war.)

(Ein Kind, welches weinte, und von einer anderen Erzieherin in den Arm genommen wurde, verlangte ganz ausdrücklich nach mir und ließ sich dann von mir beruhigen. Irgendwie geht einem da echt das Herz auf, wenn man schon nach nur 2 Monaten derart angenommen wird, dass man sogar einer länger bekannten Person vorgezogen wird – zumindest in dem Moment: Wenn sie schlafen soll, ist sie jederzeit bereit mich zu veräppeln, indem sie, sobald ich mich zu ihr setze, anfängt zu reden und LaLeLu zu singen….)

 

Wir haben im Kindergarten einige Eltern, die nicht so gut Deutsch sprechen. Manche davon sprechen sehr gut Englisch. Und ich weiß nicht ob ich das gut finden soll. Einerseits freue ich mich darüber, dass ich auch nach der Schule noch Gelegenheit habe die Sprache zu sprechen und nicht einrosten zu lassen, andererseits wird mir jedes Mal neu bewusst, dass ich zwar Englisch kann, wenn ich einen Moment darüber nachdenke, aber das was ich so spontan zu bieten habe einfach nur katastrophal ist. Und ich könnte immer wieder neu im Erdboden versinken wenn ich, kaum das ich den Satz ausgesprochen habe, bemerke, dass ich ziemlichen Mist produziert habe.

Ich hoffe es liegt nur daran, dass ich jetzt mehrere Monate lang zwar Hörbücher und Filme und Lieder und Bücher und Texte im Internet auf Englisch konsumiert jedoch nie wirklich selbst gesprochen habe… und nicht daran, dass es immer so war und ich einfach unfähig bin.

Der Point.

11 Gedanken zu „Englisch

  1. Meine Tochter konnte fast perfekt englsch…Schulenglisch, ebenso französich und Latein.
    Fast gar nichts ist sitzengeblieben, eher englisch, aber französich geht gar nicht mehr.
    Mein Englisch ist ebenfalls katastrophal und wenn jemand bei mir englisch kommentiert, dann übersetze ich das und schaue mir den Kauderwelsch an *g* und ebenso werde ich in englisch kommentieren.
    Mach dir keinen Kopf,ist wohl normal.

    GLG Marianne ♥

    • Um französisch schere ich mich gar nicht, das hab ich noch nie gemocht und solange mein Wortschatz für eine Urlaubsverständigung ausreichen würde bin ich glücklich damit :D Aber an Englisch liegt mir viel, ich will das auf keinen Fall rosten lassen!

      Der Point.

  2. Lieber Point,
    gar nicht darüber nachdenken, ob das jetzt tolles Englisch ist und alles richtig oder ein bisschen kaudergewelscht. Hauptsache, du wirst verstanden. Und ohne Angst, etwas falsch zu machen, spricht es sich viel leichter. Und mit dem Sprechen, kommt die Übung. Ist doch nicht deine Muttersprache. Also: Who cares?
    Unter uns: Meine Grammatik in Fremdsprachen ist grottenschlecht. Ich habe schon so manchen Lacher gelandet, weil ich etwas ganz anderes sagte, als ich beabsichtigte. Na und. Mitgelacht.

    • Da hast du wohl Recht mit dem „Nicht drüber nachdenken“ – Englisch war immer ohne groß darüber nachzudenken einfach aus Begeisterung ein 1er Fach bei mir. Bis zum Abi, wo ich anscheinend zu krampfhaft versucht habe alles richtig zu machen… da kamen nur 9 Punkte raus -.- Ich gebe mir Mühe, nicht zu viel zu denken! :)

      Der Point.

  3. Mir hat es geholfen, mich viel in englischen Communities im Netz aufzuhalten (deviantart.com zB) und unter Fotos und Zeichnungen dort auf Englisch zu kommentieren. Schreiben ist aber trotzdem noch eine andere Sache als sprechen.
    Ich glaube, man muss es wirklich mal ein paar Tage hintereinander intensiv sprechen, bis man drin ist. Nur ab und zu sporadisch ein paar Sätze wirken eben eingerostet.
    Eine Freundin von mir hat mal zu ihrem Geburtstag Online Freunde aus Österreich, Deutschland, Schweden und Dänemark für ein Wochenende eingeladen. Wir haben 3 Tage nur Englisch miteinander gesprochen. Am Sonntag, nachdem die Schweden und Dänen schon einige Zeit weg waren, merkten wir, dass wir immer noch aus Reflex Englisch miteinander redeten, obwohl alle Anwesenden Deutsch konnten.Das war ganz witzig. Aber die ersten paar Stunden waren schon merkwürdig, weil ich vorher außerhalb des Englischunterrichts nie Englisch geredet hatte. Und so eine lockere Unterhaltung ist schon was anderes als Unterrichtsgelaber. Aber mit der Zeit staunt man selbst, welche Ausdrücke einem leicht über die Lippen gehen, die man sonst nur aus Filmen/Büchern kannte. :)

    • Ja eben, ich bin ja auch z.B. bei Flickr aber wie ich oben geschrieben habe: Alles perfekt wenn ich einen Moment Zeit habe darüber nachzudenken und mir was zurecht zu legen. (So auch z.B. beim Englischunterricht, da meldet man sich ja usw..)
      Du hast natürlich recht, mal hier einen Satz mal da…. da kommt man nicht richtig rein. So ein Wochenende wie ihr das hattet bräuchte ich wohl auch :D

      Der Point.

      • Übrigens fällt mir noch ein, dass ich eine Brieffreundin aus den USA hatte, die mal meinte, mein Englisch wäre besser als das vieler Amerikaner (und ich hatte in der Oberstufe eine 3 in Englisch). Im Alltag sollte man sich also lieber vom perfekten Schulenglisch verabschieden ^_^v
        Übrigens lag meine schlechte Schulnote auch mit daran, dass ich kaum etwas sagen konnte im Unterricht. Wir hatten ganz viele Schüler im Kurs, die vorher ein Jahr in den USA zum Austausch waren. Die meldeten sich nicht, sondern riefen die Antworten immer gleich in den Raum.. als Daheimgebliebener konnte man so schnell nichts in Gedanken zurecht legen. War schon sehr frustrierend.

        Ich glaube, die Kunst liegt darin, nicht erst an einen deutschen Satz zu denken und dann zu versuchen, ihn so gut/richtig wie möglich ins Englische zu übersetzen, Sondern gleich auf Englisch losbrabbeln, auch wenns nicht rhetorisch durchdacht ist, sondern eher nach Kleinkind klingt^^ Also im Grunde das, was alle hier schon gesagt haben: Nicht nachdenken.

  4. Huhu! ^^

    Erst einmal danke für deinen lieben Kommentar! Hab mich sehr gefreut, auch über die aufmunternden Worte.

    Mit diesem Englisch-Problem bist du übrigens nicht allein – das geht wirklich Vielen so. Immerhin haben die meisten kaum Gelegenheit, in ihrem Alltag wirklich Englisch zu sprechen. Ich selbst bin ein wandelndes Lexikon was Vokabeln (und teilweise Sprichworte) angeht, aber wenn es dann tatsächlich ans Sprechen geht, ist das meiste davon erst mal weg. Als ich in Lettland ein Praktikum absolviert habe, musste ich auch Englisch sprechen und es war am Anfang echt gewöhnungsbedürftig. Aber es hat mich total fasziniert, wie problemlos meine Gastschwester und ihre Freunde Englisch gesprochen haben und wie natürlich es für sie war, von einem Moment zum Nächsten die Sprache zu wechseln. Ist eben kulturell bedingt, viele Vorlesungen an den Unis werden z.B. auf Englisch gehalten und Filme meist in der Originalsprache geguckt.
    Meine Erfahrung war übrigens: am besten macht man sich wirklich nicht so viele Gedanken. Ich habe mich anfangs immer korrigieren wollen, aber meine Gesprächspartner winkten dann oft schon ab und zeigten ganz deutlich, dass sie mich auch so verstanden haben. ^^ Das gibt einem ein gutes Gefühl und ich war weniger verkrampft. Besser riskieren, etwas „Falsches“ zu sagen und das Gespräch am Laufen zu halten, als zwar alles richtig zu machen, aber das Gespräch schon nach ’ner Minute einschlafen zu lassen. Hinterher bekam ich übrigens sogar sehr viele Komplimente für mein gutes Englisch. ^^

    Nun denn, dann bin ich mal gespannt auf die Bilder! Liebe Grüße und einen schönen Freitag,

    Iwadora

    • Hallo Iwadora, willkommen auf unserem Blog :)

      Das mit den „aufmunternden Worten“ kann ich so nur zurück geben!
      Mich scheint man ja auch problemlos zu verstehen und solange ist wohl alles gut… :)

      Der Point.

  5. Haha, ich bin da ja ein Glückspilz, weil ich bei dem einen Projekt gleich nach Dir dran bin und somit heute früh schon ein Blick auf dein Foto werfen konnte *biggrin* Mal sehen, was mir dazu einfällt. Freu mich schon so auf das Endergebnis…

    Was das Englisch angeht, mach Dir mal keine Sorgen. es ist schon schwierig, wenn man es nicht wirklich gebraucht. Ich hatte 6 Jahre Englisch in der Schule doch man spricht ja auch nur mit anderen, die es selbst nicht so können; in den 9 Jahren an der Uni habs ich dann auch eher spärlich benutzt aber auch nur zum lesen/schreiben und vor knapp 5 Jahren habe ich bei einer amerikanischen Firma angefangen und spreche, schreibe, lese, denke nun den ganzen Tag auf Englisch. Die Grundlagen haben wir ja und wenn man es wirklich braucht, kommt man da ganz schnell rein und verliert auch die Hemmungen :) Man muß einfach daran denken: es muß nicht perfekt sein, niemand nimmt es einem Übel, wenn man Fehler macht und es ist schließlich nur ein Mittel, um miteinander zu kommunizieren. Nicht nur in Theorie wie in der Schule, sondern weil es der einzige Weg ist wie mit den Eltern, die kein Deutsch können. Nutze einfach die Gelegenheit, es wird schon :)

  6. Na immerhin hast du noch das Glück, ab und zu ein paar Fetzen zu sprechen. Ich habe schon seit Monaten kein Englisch mehr gesprochen, soweit ich mich recht erinnere und habe auch schon das Gefühl, dass das ziemlich einrostet. Ähnlich sieht es mit Französisch aus – ja, mir liegt etwas daran^^
    Ich denke auch immer zu viel darüber nach, wie etwas richtig formuliert ist und habe da spontan immer so meine Probleme.
    Ich habe auch schon überlegt, einen Englisch- und einen Französisch-Kurs zu belegen. Könnte ich ja jetzt kostenlos und in meiner Arbeitszeit tun^^
    Allerdings finden die beiden passenden Kurse gleichzeitig statt, ich kann mich nicht entscheiden, was mir wichtiger ist und angefangen haben die sowieso schon lange.

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