[57/365] Yay für mein erstes Hochkant-365!

[57/365]Aus den EXIF: 50mm | f/1.8 | 1/400 | ISO 100

Ich dachte immer, das Gute an Arbeit-Statt-Schule sei, dass man nach Hause kommt und man ist durch. Keine Hausaufgaben, nicht für Klausuren büffeln, keine Referate vorbereiten… wenn man zu Hause ist geht es aufs Sofa und nicht an den Schreibtisch. Und das ist meiner Meinung nach eine Traumvorstellung. Die leider nur bis zu einem gewissen Punkt stimmt. Ja… ich setz mich dann aufs Sofa. Aber wenn ich dann zum Schlafen ins Bett gehe fängt es an in meinem Kopf zu rattern.
Dann denke ich nach über dies und jenes… von nebensächlichen Gedanken darüber was das eine oder andere Kind getan oder gesagt hat über den nervigen Gedanken, dass ich ab nächster Woche wieder „Küchendienst“ habe… bis hin zu solchen, die mir dann den Schlaf rauben. Am gaaanz Anfang hatte ich einem kleinen Kind, nachdem es über Halsschmerzen geklagt hatte, einen Bonbon gegeben, den ich dabei hatte weil ich selbst erkältet war. Und auf die Idee gekommen, zu fragen, ob ich das überhaupt darf bin ich erst hinterher – und ich durfte es natürlich nicht. Oder erst kürzlich die Frage, wie ich im Gespräch formulieren werde, dass es zwar durchaus nervig ist, wenn ich merke, dass die Kinder nicht mal nicht hören bei einem anderen Erzieher aber schon – ich aber denke, dass es schon viel besser klappt und man mich deshalb auch weiterhin mit ihnen alleine lassen kann.

Und jetzt bin ich eine Woche krank geschrieben und denke wieder über die Arbeit nach, weil ich wahrscheinlich noch eine Woche dran hängen muss, weil ich jetzt [vermute ich] auch was mit den Nasennebenhöhlen und leicht angeschwollene Mandeln habe und mir geraten wird, mich besser auszukurieren, nicht dass es so endet wie letztens und ich zwar nach ner Woche wieder hin gehe, dann aber auch wieder nach zwei Wochen flach liege. Womit sie ja alle auch Recht haben..aber ich fühle mich trotzdem blöd dabei, mich schon wieder krank zu melden.

Ich war ja erst letztens. Und jetzt die Woche. Und dann noch eine? Wer legt zusammen mit dem Kollegen die Kinder schlafen? Gewöhnen sie sich dann nicht daran und machen dann bei mir wieder mehr Ärger? Stellt sich vielleicht heraus, dass es ohne mich eh besser klappt? Ich war doch jetzt schon den halben November nicht da… sind die Kollegen dann nicht genervt? Sie sind ja eigentlich alle ganz nett alle da, und reißen mir schon nicht den Kopf ab. …Aber gerade deswegen will ich es mir auch nicht mit ihnen verscherzen. Der andere Praktikant, der jetzt meinen Küchendienst auch noch übernehmen muss (wir wechseln uns immer wöchentlich ab) … der ist doch bestimmt genervt? Der war auch noch gar nicht so viel krank wie ich. Wieso bin ich so viel krank? In die Schule bin ich immer bei jedem Scheiß hingegangen (aber oft krank war ich da aber auch nicht). Ich hab noch Fotos vom Laternenlaufen, die ich entwickeln muss. Die wollen die doch haben. Und. Wie ruf ich an. Wie sag ich Bescheid? Soll ich versuchen freundlich-glücklich-wach zu klingen? Klingt das dann nicht so, als bin ich gesund und freue mich einen Keks über die freien Tage? Aber wenn ich vorher nicht zwei Hustenbonbons lutsche und dann ins Telefon krächze – klingt das nicht wahnsinnig geschauspielert? Glauben die mir, dass ich wirklich nicht gerne krank bin? Und. Und. Die tun mir alle irgendwie leid und gleichzeitig bin ich froh, nicht zu wissen was sie denken, falls da hinter dem netten „Das macht doch nichts, das ist nun mal so bei viel Stress und den vielen Keimen hier mit denen man so in Kontakt kommt, kein Ding, krank ist krank“ doch genervte Gedanken stecken. Ach man.

Und das ist total doof. Und überhaupt nicht „Wenn man zu Hause ist, ist die Arbeit auch kein Thema mehr“. Wie soll das nur werden, falls ich irgendwann in einem Beruf stecke, von dem wirklich was abhängt? Ein Gehalt, das nicht nur nette Deko auf dem Kontoauszug ist, sondern von dem Essen gekauft werden will.

Viel unfotografisches Geblubber. Aber. Halt so.
Der Point.

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7 Gedanken zu „[57/365] Yay für mein erstes Hochkant-365!

  1. Ganz schnelle und gute Besserung und mach Dir den Kopf nicht schwer mit Dingen, die Du nicht ändern kannst.
    Trotz aller Widrigkeiten einen besinnlichen 1.Adventssonntag und lieben Gruß
    moni

  2. Verstehen kann ich deine Gedanken sehr gut, aber trotzdem solltest du versuchen,. weniger darüber nachzudenken. Ändern kannst du daran sowieso nichts und es bringt auch nichts, wenn du krank zur Arbeit gehst, gerade wegen dem Kontakt zu Kindern, die sich dann auch sehr leicht anstecken.

    Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung und anschließend frohes Gesundbleiben!

    Übirgnes mag ich auch dein 57/365. Nachdem ich Ewigkeiten gebraucht habe, bis ich erkannt habe, um was es sich bei dem unscharfen Objekt im Vordergrund handelt, finde ich die Spiegelugn sehr genial.

  3. Ich kenne diese Gedanken – allerdings zum Glück nicht allzu oft von mir – es kommt relativ selten vor das ich mir nach der Arbeit über irgendwas, was am Tag bei der Arbeit leif, Gedanken mache.
    Auch wenn ich Krank bin (was ziemlich selten ist) ist das halt so. Das versuche ich auch anderen Mitarbeitern so zu sagen (auch wenn ich nicht wirklich viel vom Rang her zu sagen habe).

    Dennoch finde ich es schrecklich wenn über Leute hergezogen wird weil sie krank sind das passiert bei uns auf der Arbeit schon gelegentlich (was traurig ist) vorallem weil es dann Leute passiert bei den schon davon auszugehen ist das sie wirklich krank sind – meistens jedenfalls – und unterstellen soll man ja mal schon gar nichts. Jedenfalls nicht vor allen Mitarbeitern!
    Was man für sich denkt ist was anderes aber den Mitarbeiter zu verurteilen der Krank ist, ist gemein und gehört sich nicht.

    Wenn er jetzt aber über 50% im Jahr fehlt (was bei uns bei manchen der Fall ist kann man das ja schon mal hinter fragen..)
    Aber ich nehme mal an das, dass bei Dir nicht so ist.
    Also Kopf hoch die werden Dir Deinen Kopf nicht abreisen und selbst wenn Jemand Probleme damit hat so what. Man kann es leider nicht Jedem recht machen.

    Beim Foto bin ich noch ein bisschen am rätseln wie es funktioniert. Sieht aber interessant aus :)

    Und eine gute Besserung natürlich.

  4. Diese Gedanken kenne ich nur zu gut! Wie oft hab ich in der Oberstufe gefehlt… und auch auf der Arbeit kam es jetzt schon ein paar Mal vor. Da fühlt man sich (zusätzlich zu seiner Krankheit) immer blöd.
    Aber man kann nun mal nichts dafür. Du hast es dir ja nicht ausgesucht, krank zu sein und noch dazu so lang.
    Und selbst WENN deine Mitarbeiterinnen (wovon ich nicht ausgehe) irgendwelche doofen Sachen sagen, dann kann dir das am Arsch vorbeigehen, viel wichtiger ist es, dass du gesund wirst!

    In diesem Sinne – gute Besserung!

  5. oh mann.. ich wünsche dir gute besserung!
    ich kann dich zu gut verstehen. man ist ja nicht gerne freiwillig krank… und ich mache mir auch immer viel zu viele gedanken um alles. ich würde mich in deiner situation wahrscheinlich so ziemlich das gleiche sorgen… man fällt anderen einfach nicht gerne zur last und man möchte seine sache nach möglichkeit ja so gut wie möglich machen!
    ich hoffe wirklich, dass es dir bald wieder besser geht und du dann feststellst, dass all deine sorgen unebgründet waren!

  6. Pingback: [11/365] Plötzlich kleine Märchenwelt | Nuss & Point

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