Drei Monate und ein Blick zurück

Der Dezember lief in fotografischer Hinsicht in manchen Aspekten besser als im November. Zumindest bin ich tendenziell wohl zufriedener als mit den Fotos davor. Zwar habe ich es immer noch kaum vor die Tür geschafft, es sind noch immer viele Fotos dabei, die um kurz vor Mitternacht gemacht wurden und auch große Highlights blieben aus, aber dennoch. Ich habe mich bei all dem recht wohl gefühlt.

Positiv zu vermerken sind, finde ich, meine Selbstportraits. Obwohl mir nur selten interessante Ideen kommen und ich mich fast noch seltener fotogen genug fühle, diese umzusetzen, finde ich sie am Ende doch recht inspirierend. Außerdem freue ich mich sehr, mich dieses Jahr zu Weihnachtsmarktfotos bewegt und auch neben diesen etwas weihnachtliche Atmosphäre auf Fotos gebannt zu haben.

Für die nächsten Projektmonate habe ich mir einiges vor genommen. Ich möchte einerseits mehr raus gehen, auf Fototouren. Ich möchte jeden Tag einen gewissen Zeitraum für die Fotografie reservieren, die ich auch dafür nutze. Anfangs mag mir das vielleicht nicht gefallen, aber aus Erfahrung weiß ich, dass der Spaß mit den ersten Auslösungen kommt. Ich möchte mich auch spontan und flexibel mehr auf die Fotografie einlassen, beispielsweise wenn ich merke, dass ich ohnehin gerade nur unproduktiv und sinnfrei durch das Internet surfe. Ich möchte innerhalb der gewohnten Umgebung (un)gewohntes (neu)entdecken. Ich möchte mir auch gerne viele Ideen notieren, mehr inszenieren, umsetzen. Ich möchte viel, mein Weg ist gepflastert mit guten Vorsätzen. Doch habe ich die entscheidenden Schritte noch nicht getan und bin mir fast sicher, dass es mich morgen in meiner Mittagspause wieder nach Hause verschlägt, statt zum Fotografieren. Womit die Sache mit den guten Vorsätzen, natürlich ganz wunderbar anfängt…..

Ich stelle aber fest, dass wenn ich nur einen (durch Einflüsse wie die Arbeit) begrenzten Zeitraum habe, es mir schwer fällt ohne ein bestimmtes Ziel los zu ziehen. Es ist die Ungewissheit, ob tatsächlich ein Foto dabei raus springt. Eine Stunde durch die Gegend zu irren, meine Mittagspause zu opfern, zu frieren und möglicherweise noch nass zu werden, eventuell ganz ohne Ergebnis ist nichts für mich. Im Oktober hatte ich noch einige Ziele parat, die ich innerhalb dieser einen Stunde schnell erreichen konnte und Fotos versprachen. Andere Ziele, weiter entfernt, konnte ich nach der Arbeit in Angriff nehmen, da war es noch hell. Aktuell stehe ich fürs Fotografieren nach der Arbeit im Dunkeln (aber es kann jetzt nur noch besser werden!) und die Pause… na das habe ich schon erklärt. Mir fallen einfach keine nahen Ziele mehr ein.

Ist meine Zeit nicht so begrenzt, kann ich gerne auch ohne Ziel los ziehen. „Einmal um den Block“ oder ähnliches, denn ich habe dann, auch wenn ich ursprünglich nicht so viel Zeit investieren wollte, keine wirkliche Einschränkung und kann die Sache entspannt angehen. Und wenn ich dann friere oder nass werde, geht es danach direkt nach Hause unter die warme Dusche oder unter die Decken ins Bett ;)

Ich weiß, dass es eine große Ausrede ist (wenn auch wahr) und ich mich wohl einfach dennoch aufraffen sollte. Es wäre schön, wenn sich mir Fotomotive auftun würden, so dass Ziele ganz in der Nähe einfach entstehen – ein weiterer magischer FrostNebelMorgen, eine von Schnee bedeckte Landschaft, ein schöner Frühling… aber sich darauf zu verlassen und zu versteifen ist wohl falsch.

Ich werde mich Bemühen, meine Vorsätze auch ohne plötzliche Wunder, in Angriff zu nehmen und einzuhalten. Denn vielleicht tun sich die Wunder auch erst auf, wenn ich ihnen entgegen trete.

Schließen möchte ich diesen Eintrag (der wohl eher einen Blick in die Zukunft denn ein Blick zurück, wie es im Titel heißt, ist) mit meinen Favoriten im Dezember (von denen ich oben schon einige verlinkt hatte). Es ist übrigens sehr schwer sich zu entscheiden. Ich bin nicht bei allen sicher, ob sie wirklich meine Favoriten sind, oder ein anderes nicht doch besser hier hätte gelistet werden sollen. Aber nun denn.

Meine Favoriten im Dezember:

[62/365][63/365][84/365][92/365]

[68/365][80/365][83/365][90/365]
Der Point.

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Ein Gedanke zu „Drei Monate und ein Blick zurück

  1. ich denk auch, ab jänner gehts bergauf und die tage werden länger und das tut der fotografie zweifellos gut.
    da sind einige sehr schöne bilder dabei und auch ich hab im dezember hier wieder viel sehenswertes gefunden.
    ich freu mich schon auf deinen jänner (:

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