Aus dem Flugzeug

Das Rekonstruieren wird langsam ein bisschen schwierig, weil die ganzen Sachen doch schon eine Weile zurück liegen. Aber einen kleinen Überblick möchte ich trotzdem festhalten. Vor allem den Anflug – denn es ist mein erster Flug nach Thailand ohne die Familie gewesen. Die hat mich nämlich am Flughafen verabschiedet bevor ich alleine durch die Handgepäckskontrolle maschierte. Ich konnte über die Jahre zwar regelmäßig Flugerfahrungen sammeln, aber ich hatte erst einen Flug alleine hinter mir – und der hat etwa ein lächerliches Stündchen gedauert.

Jetzt hob ich in Hamburg ab und saß im Flugzeug nach Dubai. 6 Stunden.  Das war aber sehr entspannt, denn ich hatte eine ganze 3er Sitzreihe für mich, saß am Fenster und fotografierte und sogar das Essen war ganz okay. Ich bin nämlich kein Fan von Flugzeugessen aber dafür ging es.

hamburg

In Dubai hatte ich dann knapp 4 Stunden Aufenthalt. Ich ging direkt mein Gate suchen aus Angst irgendetwas zu verpassen. Da saß ich dann also und war eine Zeit lang gut verwirrt, denn mein Flug nach Bangkok war offensichtlich auch ein Flug nach Hong Kong. Dazu irgendwie ein sehr offener Wartebereich und konfuses Boarding. Ich schlief nicht. Und als sich gegen Ende eine Frau neben mich setze und der „Duft“ von Mc Donals zu mir rüber wehte bekam ich Hunger. Ich tigerte sogar noch einmal los, beschloss dann aber, dass der Weg zu weit war und ich lieber darauf warten sollte, bis ich auch ins Flugzeug durfte.

Dort hatte ich diesmal nicht so viel Glück. Hatte zwar meinen Fensterplatz aber neben mir noch zwei Frauen (nicht zusammen reisend). Die Dame im Gang klang als wollte sie nach Hongkong und sah aus als wollte sie den Flug am besten komplett verschlafen. Die Dame, die bei uns in der Mitte saß, sagte den ganzen Flug über nichts und sah ziemlich grimmig aus. Ich war etwas eingeschüchtert, vor allem weil sie mich dann auch zum Essen wecken musste und zwischendurch meine Arrivalcard bei mir ins Fach vorne gelegt hatte, weil ich so erschöpft war, dass ich alles gnadenlos verschlafen habe. Somit hatte ich theoretisch auch noch was gut zu machen…

Nachdem das falsche Essen noch einmal umgetauscht wurde (man wollte mir ein Kindermenü andrehen statt meines Veggie-Essens) bin ich aber recht bald wieder ins Traumland. Ich war so fix und foxi, dass ich für meinen Schlaf nichtmal die Lehne zurück stellen musste. Aber so ein A380 ist ja eh ziemlich geräumig, wirklich notwendig war es also wirklich nicht. Beim Aufwachen scheuchte ich dann alle auf, weil ich noch mal aufs Klo musste und mich gleichzeitig für die Landung frisch machen wollte. Unangenehm war dann, dass die Frau, die mittig saß nicht so lange auf ihren Platz zurück ist, sondern wartend neben meiner Klokabine stand (auch wenn es noch andere gab, die in der zwischenzeit sicherlich frei wurden) – hätte ich das gewusst, hätte ich mich mehr beeilt.

War aber recht schnell vergessen als es zur Landung kam.

clouds over bangkok

Die schmutzigen Fenster provozierten einen Miniatureffekt:

road and fields

Und die Skyline Bangkoks ließ das Herz hüpfen – endlich da!

bangkok

So schnell es geht raus aus dem Flieger, um zu realisieren, dass alleine Fliegen noch andere Nachteile hat als fremde, grummelige Leute neben sich: Statt nämlich wie sonst hinter meiner Mutter her durch die Thai-Passkontrolle zu laufen stand ich mit den Ausländern an. Und das war eine Schlange, die sich hin und her schlängelte, weil sie in einer geraden Linie wahrscheinlich bis zurück nach Deutschland gereicht hätte. Gefühlt. Zumindest hat der Flughafen nette Mitarbeiter und so konnte ich mir die Zeit beim Gespräch mit einem jungen Mann vertreiben, der mir nebenbei noch die Arrival Card erklärte und mich nebenbei in die Abzweigungen der Schlange lotste, die am vielversprechensten aussahen.

Anschließend ging es noch für einen Einkauf meiner geliebten Chiliwurst in den Supermarkt und dann auf in den Kampf mit der Müdigkeit. Wollte ich doch zu einer vernünftigen Zeit erst schlafen gehen. Das schaffte ich dann zum Glück auch. Zu einer sehr vernünftigen Uhrzeit. Zu einer Uhrzeit, die ich nicht halten konnte, weil sich mittlerweile die Nachteule in mir wieder durchgesetzt hat.

2 Gedanken zu „Aus dem Flugzeug

  1. wow, spannend. warum denn heuer ohne family? immerhin kennst du dich am ankunftsort aus. ich finde es immer so irre, wenn menschen alleine in eine große stadt fliegen ohne je dort gewesen zu sein. da könnte ich wohl wochen vorher aus angst mich gnadenlos zu verirren nicht schlafen -.-

    • Ich kenne mich nicht aus, da ich bisher ja auch immer nur dem Rest hinterher watscheln musste ;) Aber ich bin nicht ganz auf mich alleine gestellt, es gibt hier ja genug Leute, die ich kenne und die sich kümmern.

      Gründe, warum ich diesmal alleine ins Flugzeug gestiegen bin gibt es viele:
      – Normalerweise fliegen wir jedes zweite Jahr, ich bin also außerhalb des Rhythmus hier
      – Teilweise war meine Familie früher in diesem Jahr schon hier
      – Meine Semesterferien liegen anders als meine Schulferien früher
      – Alleine reisen ist doch auch mal nicht schlecht ;) Muss man auch mal getan haben.

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