Ein ruhiger Abend

In der Regenzeit sind schöne Sonnenauf- und Untergänge eher selten. Oft ist der Himmel einfach zu sehr mit Wolken verhangen, um in schönen Farben zu erstrahlen. An diesem Abend jedoch hatte ich ein bisschen Glück und draußen war eine rosa Tönung am Himmel zu erkennen.

flowers

Vielleicht hätte ich einen guten Platz zum Fotografieren ausgucken sollen, bevor es in den Wettlauf mit der Zeit geht. Ist irgendwie nicht so ganz leicht in einer reinen Wohngegend mit nichts anderem weit und breit außer kleinen Häuschen und Stromkabeln. So ging ich erstmal Hin und Zurück, knipste ein paar Blümchen…

hungry

… halb verhungerte Streuner (einem wird ganz schön mulmig dabei, sich selbst auf 300mm Brennweite-Distanz auf Augenhöhe mit den Tieren zu begeben und noch mulmiger, wenn sie einem nachzulaufen scheinen, wenn man schon längst wieder aufgestanden ist) …

temple

…versteckte Tempel…

natives

…und landete dann schließlich doch wieder an der Mauer, wo mir letztes Jahr meine Gegenlichtblende auf die andere Seite gehüpft ist.

Leider war es mittlerweile so dunkel, dass die Bilder ziemlich rauschig geworden sind, mir gefällt die Atmosphäre trotzdem ganz gut. So ruhig und entspannt – muss es ja auch sein, so abgeschottet von allem.

Jedenfalls möchte ich gerne versuchen, die Ruhe dieses Tages und dieses Abends wieder aufleben zu lassen. Heute hat das neue Semester angefangen und ich fühle mich schon als könnte ich schon wieder Ferien gebrauchen. Sicher kennt ihr den Spruch „Ich habe solange dann ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe“ und eigentlich müsste dieser Spruch jetzt schon greifen, denn mein Stundenplan ist gut voll und es stehen noch so viele Dinge aus und schwierige, neue Fächer an, dass ein Zeitproblem ab jetzt Dauerzustand ist.

Vielleicht bin ich dann mal endlich soweit, dass ich meine Zeit entweder produktiv mit der Uni verbringe oder wenigstens die Zeit, die ich mir frei nehme effektiv nutze, angenehm gestalte und dann auch richtig genießen kann. Beides zusammen würde gleichzeitig insgesamt bessere Ergebnisse erzielen und mehr Entspannung auf allen Ebenen bringen. Das ist mein Plan. Mein Plan ist: Dieses Semester soll alles besser werden! Das sagt man sich immer und ich werde es definitiv versuchen. Auch was das Fotografieren und diesen Blog anging. Beides hat mir letztes Semester einerseits gefehlt, während ich mich andererseits nicht wirklich zu etwas motivieren konnte und das ist schade, denn ansich ist es der ideale Ausgleich. Also mal gucken, was ich aus dem kommenden halben Jahr raus holen kann! :)

 

6 Gedanken zu „Ein ruhiger Abend

  1. Word – deine Gedanken hatte ich genau so über mehr als 10 Semester… und selbst jetzt nach der Uni versuche ich immer wieder, meine Arbeit effizienter und meine Freizeit bewusster zu gestalten. Aber es ist und bleibt ein einziges Tagträumen, Rumhängen und dann Stress bekommen – grrr. Manchmal hasse ich mich selbst dafür. Aber das klingt jetzt so demotivierend – so ist es definitiv nicht gemeint. Ich drück dir die Daumen und glaube, dass du es bestimmt besser hinkriegst! Vielleicht hilft es ja, wenn man sich anfangs ganz bewusst strukturiert… also ganz feste Zeiten einplanen für die Arbeit und sie danach auch wirklich weglegen… und in der Freizeit vor allem mal den Laptop weglegen… hm okay, diese Banalitäten kennt man eigentlich eh aus jeder Lebenshilfe-Frauenzeitschrift :D Sorry… bin da auch keine große Hilfe!

    Haha okay, ich sehe, es muss nochmal ein zweiter „behind the scenes“-Post her – mit den genauen Abläufen ;) Also, das ist so: Ich koche nur einmal eine relativ große Menge – davon nehme ich einen Teil für die Fotos, der dann, direkt mittags nach dem Shooting auf die Hand gegessen wird (oder nochmal kurz aufgewärmt, je nach Essen). Den großen Rest mache ich meist Abends nochmal warm, das gibt es dann von stinknormalen Tellern. Also zuerst das Shooting, dann das Essen. Das Aufräumen ist allerdings so ein Problemchen… oft lasse ich das Setting noch liegen, falls ich was nachshooten muss. Meistens kommt das Aufräumen ganz zuletzt, abends nach dem Essen – weil es dauert oft ewig und Nahrung fürs Männchen hat Priorität. Bin also oft abends um 9 noch auf dem Balkon damit beschäftigt, Spuren zu beseitigen. Das verteilte Quinoa hab ich wieder zurück in die Tüte befördert, man muss es ja eh vor dem Kochen heiß abbrausen und wenn Dreck drangekommen ist, dann nur unser eigener ;) Die Shootings mache ich immer Mittags auf dem Balkon, da gibt es dann eben die Shootingportionen als kleinen Mittagssnack und den Rest abends… mit Kunstlicht kann ich irgendwie gar nicht, will immer unbedingt natürliches Licht… und ja, ich merke mir komischerweise immer wo ich was herhabe – nicht unbedingt die geschickteste Speicherplatznutzung von meinem Gehirn. Nur, was will man machen?

    :)

  2. Das letzte Foto ist wirklich toll. Es strahlt soo viel Ruhe aus.
    Die anderen eigentlich auch, aber mein Favorit bleibt das letzte^^
    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben. Auch ohne Studium kommt mir das irgendwie bekannt vor. Schon in der Schulzeit habe ich mir immer wieder vorgenommen, organisierter zu arbeiten und nicht alles auf einmal, aber dabei nichts so richtig effektiv zu machen und irgendwie gehts mir auch noch immer so…
    Ich drücke dir die Daumen, dass du das schaffst!

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