Ubon Ratchathani – Pha Taem

Ich habe heute 94 Fotos fotografiert. Leider war das nur unkreatives Abfotografieren, eine Buchsseite nach der nächsten. Aber irgendwie hat es mein Herz doch ein bisschen höher schlagen lassen. Ich machte genau 94 Fotos, weil ich genau 94 Fotos brauchte. Die und die Einstellung und ich wusste, was dabei heraus kommt. Anders als bei dem Scanner als ich statt theoretisch 94 Scandurchgängen praktisch schon weit über 100 war, weil ständig irgendetwas schief ging: Eigentlich sind die Buchscanner bei uns an der Uni ein wahrer Segen, aber wenn sie es nicht schaffen, dass eine Seite bitteschön ganz drauf sein soll und nicht etwa die Hälfte oder für die Breite der jeweils ersten Buchstaben der Zeile abgeschnitten… oder wenn sie es nicht schaffen zu erkennen, dass dieser Finger dort nur liegt, um das Buch an Ort und Stelle zu halten und nicht mitgescannt werden möchte… na ja dann ist das eben wirklich nervig.

Ihr seht: Die Uni hat mich wieder. Seit etwas mehr als einem Monat bin ich wieder in Deutschland und eigentlich will ich einfach nur zurück. Wie ihr seht hat das mit dem Bloggen aus dem Urlaub nicht ganz so gut geklappt. Das lag zum einen daran, dass das Internet super schlecht war, nachdem ich mein Datenvolumen aufgebraucht hatte – mit Bilder hochladen war da nichts mehr – und andererseits war ich auch fast gar nicht am Rechner. Überhaupt war ich kaum zu Hause. Es war so viel los! Und es waren so wunder, wundervolle sieben Wochen. Die Zeit war so schnell vor bei und im Nachhinein erscheint mir alles ein bisschen wie ein Traum. Ich hänge den ganzen Tag über irgendwelchen Fotos und wünsche ich zurück. Fotos… Fotos habe ich leider hauptsächlich mit dem Handy gemacht, weil die große Kamera, genau wie der Laptop, ganz viel nur zu Hause lag. Aber alles der Reihe nach, Schritt für Schritt, denn wenn wir die Chronologie beachten wollen, bin ich euch ja sogar noch die Fotos von meinem Thailand Urlaub 2013 schuldig! Und mit denen geht es hier jetzt auch wieder los:

Einen kleinen Ausflug für drei Tage mache ich nämlich in den Nordosten Thailands. Hier war ich bisher noch nicht so viel gewesen, tatsächlich war das damals eigentlich mehr oder weniger nur „Durchreise“. Jetzt stand aber ein kurzer Verwandtenbesuch auf dem Plan. Diese Verwandten wohnen in der Nähe von Ubon Ratchathani. Eine Provinz beziehungsweise eine relativ große Stadt, aber sie wohnen weiter außerhalb. So groß und so mitten in ihren eigenen Wäldern und Feldern und Weiden, dass es dort mit der Internetverbindung nicht so weit her ist. Das hat mich in dem Moment regelrecht panisch gemacht, weil ich auch noch einen Anruf von meinem Professor aus Deutschland erwartete… den konnte ich dann nur erreichen, als ich aus dem Haus raus ging und mich von den vielen, vielen, unglaublich vielen Mücken, die es dort gab, zerstechen ließ. Nun ja.

Das Haus an sich war wirklich wunderschön, richtig wohl fühlen wollte ich mich dort aber nicht. Es gab zwei Hunde, die definitiv zu wenig Auslauf bekamen (und das bei der schönen Landschaft rundherum!) und außerdem war es ein Raucherhaushalt – sogar beim Essen :/ Ich war jedenfalls froh nicht all zu viel Zeit direkt dort zu verbringen.

Ein Tagesausflug ging zum Nationalpark Pha Taem. Dort gibt es u.a. einen Berg, der dafür bekannt ist, dass bei einer Wanderung um ihn herum verschiedene Malereien auf dem Stein bewundert werden können. Außerdem sieht man hier den ersten Sonnenaufgang des Landes.
view from pha taemwalk round pha taem

Ich ließ mich also von meinem Fahrer dort hinauf fahren. Zusätzlich wurde mir noch eine weitere Begleitung zur Seite gestellt, auf die ich sehr gut hätte verzichten können. Das war einfach nur nervig, machte mich aggressiv und ruinierte mir teilweise wirklich den Ausflug. Mein Fahrer kennt mich mittlerweile. Der vertraut mir und der lässt mich machen. Der hat manchmal ein Auge auf mich, aber ist nicht paranoid. Der neue Bodyguard war jetzt… hach.. ich brauchte mich nur der Klippe zu nähern schön hörte ich „Pass auf!“ und spürte schon fast den halb ausgestreckten Arm hinter mir – bereit mich zurück zu ziehen. Und selbst wenn er nichts tat – versuch mal ein paar Selfies zu machen, während da ein Typ zwei Meter weiter mit verschränkten Armen hinter dir steht und glotzt. Das geht halt einfach nicht. Die ganze Zeit wollte ich ihn überreden doch ohne mich weiter zu gehen, aber da ließ er wirklich nicht mit sich reden, also ließ ich das mit den Selfies und fotografierte Blumen und Getier.
antantant

Und Blümchen:
pink flowers

Und natürlich die Malereien:
paintings of pha taem
steady

Diese Wanderung war wirklich sehr erschöpfend. Es ging rauf und runter, durch Felsspalten (dick durfte man da nicht sein!) und unter sich windenden Ästen hindurch. Zwischendurch war es erfrischend nass, wenn gerade ein kleiner Wasserfall neben uns herunter plätscherte, aber meistens war es einfach nur heiß. Auf manchen Strecken des Weges (vor allem der Rückweg zurück zum Parkplatz) gab es keine Bäume, die Schatten spenden konnten und so tat ich vor allem eines: Vor mich hin schwitzen und mich und den großen Fotorucksack auf meinem Rucksack Schritt für Schritt nach vorne zu wünschen.
monk

Und noch einmal der Blick von oben:
river

To be continued… SOON! :)

5 Gedanken zu „Ubon Ratchathani – Pha Taem

    • Jaaa, ich bin wieder da! Ich freu mich auch :) Hoffentlich geht das ganz lang so weiter, ich bin aber relativ zuversichtlich. Auch, dass ich bald mal wieder auch bei den ganzen Blogs, die ich so lese, kommentieren kann! :)

  1. Hätte dein Bodyguard nicht deinen Rucksacke schleppen können? Da hätte er wenigstens eine sinnvolle Aufgabe gehabt :D

    Die Ameisenbilder finde ich wirklich großartig!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s