Musik mit last.fm und Spotify

Bevor ich schlafen gehe, was ich schon vor geraumer Zeit hätte tun sollen, möchte ich noch kurz etwas loswerden, was nicht viel mit Fotografie zu tun hat: Musik. Und zwar zähle ich zu den Leuten, die eine durchaus wechselnde Beziehung zu ihr haben. Früher hatte ich eine lange Phase, in der Musik mich weder sonderlich beschäftigt noch irgendwie bewegt hat. Wenn sie da war, war sie da und auch oft nett anzuhören, aber das war es auch schon. Ich habe nie CDs gesammelt und war damit zufrieden, als sich auf meinem ersten MP3-Player ungefähr 7 Lieder befanden.

Aber so langsam änderte sich das bis ich anfing irgendwann ziemlich exzessiv Musik zu hören und mir auch ein last.fm Profil anlegte, um das alles schön zu dokumentieren. Plötzlich fühlte ich mich irgendwie mit den Liedtexten verbunden, fand die Melodien aufrührend oder beruhigend und hörte teilweise Lieder in Dauerschleifen oder zum Einschlafen, so dass andere Leute nur den Kopf schütteln konnten. Der MP3-Player hatte jetzt ein vernünftiges Display und einen Speicher von 4GB, der oft dennoch nicht ausreichte.

Und irgendwann war diese Zeit auch vorbei. Ja, ich hörte immer noch gerne Musik, aber ich genoss es auch im Zimmer zu sitzen und der Stille zu lauschen, während ich durch das Internet scrollte. Lange Zeit scrobbelte mein last.fm-Profil gar nichts, weil ich maximal unterwegs Musik hörte. Zum Glück dauerte das diesmal nicht allzu lang. Mit dem Smartphone kam die tolle Funktion, Musik, die auf dem Handy gespielt wurde, ebenfalls zu dokumentieren – und ich liebe sowas doch! Erinnerungen sammeln, und sei es nur in Form von einer Zahl hinter einem Musiktitel! – und schließlich zogen die Klangwelten auch wieder in mein Zimmer zu Hause ein. Seit kurzem habe ich neben last.fm einen weiteren Account, der mich in Sachen Musik unterstützt: Spotify. Sicherlich habt ihr schon einmal davon gehört. Überzeugt hat mich das Prinzip der Wiedergabelisten in Kombination mit der zugesicherten Zusammenarbeit mit last.fm. Letzteres lässt einen nur zufällig ausgewählte Lieder aus einem „Radio“ hören, Spotify gibt einem aber auch die Möglichkeit gezielt Lieder auszuwählen, eine Reihenfolge festzulegen und diese sogar zu speichern. In mehreren Listen, so viele wie du lustig bist. Aktuell habe ich zum Beispiel Wiedergabelisten mit Themen wie „cheer up“, „emotional“ oder „sleepy“. Diese Einteilung in Stimmungskategorien eröffnet mir noch einmal ein ganz neues Erlebnis in Sachen Musik. Und im Gegensatz zu Liedern, die man über Youtube hört, werden diese nun auch gescrobbelt. Trotzdem kann man sich auch als Entdecker betätigen – in fremde Wiedergabelisten reinhören, im Zufallsmodus abspielen uvm. Dadurch habe ich schon viele neue Lieder entdeckt.

Leider gibt es ein paar Dinge, die mich stören:

– Es sind bei weitem nicht genug Interpreten vertreten. Gut, dass die nicht unbedingt meine Thai Bands verfügbar haben, kann ich vielleicht noch verstehen, dass Interpreten wie „Die Ärzte“ oder „Die Toten Hosen“ nicht mit dabei sind aber nicht. Das ist so schade!
– Falls mehrere Interpreten an einem Lied mitgewirkt haben, werden sie bei Spotify mit einem Komma getrennt. last.fm erkennt das aber nicht und listet dann nur den ersten der Interpreten.
– Viele Lieder sind sehr genau nach ihrer Version benannt z.B. mit Zusätzen wie „radio edited“, „live from xyz-concert“ usw. Diese Lieder möchte ich nicht über Spotify hören, da sie dann bei last.fm auch so gescrobbelt werden und dafür teilweise neue Einträge angelegt werden.
– Auf der Smartphone-App gibt es bisher in der kostenfreien Version noch keine Möglichkeit aus dem Zufallsmodus rauszukommen.
– Das Hinzufügen von Freunden klappt auch ohne FB Account ist aber nicht ganz so direkt und ich will die beiden Sachen auf keinen Fall miteinander verknüpfen. Ich liebe Musik-Stalking, aber in anderen Bereichen kann ich das gar nicht leiden, deswegen sind FB und Musik strickt zu trennen.

 

Vielleicht wird da ja nochmal was gemacht. Ansonsten genieße ich das Musikerlebnis eben so wie es aktuell geht. Und zwar so, dass ich gar nicht ins Bett mag, weil ich immer noch dieses und jenes Lied zu ende hören möchte. Und das auch noch.

3 Gedanken zu „Musik mit last.fm und Spotify

  1. Das mit dem Lieder zu Ende hören wollen und das nächste auch noch usw. usf. kenne ich auch vom Last.fm Radio^^
    Wenn du die Sache mit den den Ärzten nicht geschrieben hättest, hätte ich spotify vlt. tatsächlich mal ausprobiert, aber keine Ärzte? oô
    Also inzwischen bin ich ja nicht mehr so eine Ärzte-Suchti, aber die sollten trotzdem dabei sein.

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