[28/365] Bei Sonnenuntergang auf den Feldern

[28/365]Aus den EXIF: Joghurtbecher | 50mm | f/3.5 | 1/200s | ISO 100

Ich hatte langsam wirklich die Nase voll von Insekten und Blümchen aus dem heimischen Garten. Das sollte mein erster 365 Monat sein? Nein!
Und trotzdem saß ich am Montagabend den 28.7. wieder da und hatte noch kein Foto. Ich befürchtete schon das Schlimmste, aber als ich dann den Fuß vor die Tür setzte war ich seltsam motiviert. Also schwang ich mich aufs Fahrrad und… hatte plötzlich einen Regentropfen im Gesicht. Oder nicht? Ich hatte mir das doch bestimmt nur eingebildet! Ich fuhr los und das Wasser vom Himmel wurde immer mehr. Ich dachte nur: This can’t be happening. Tatsächlich führte ich erst Selbstgespräche und anschließend auch böse Streitgespräche mit dem dunkler werdenden Himmel.

Das schien zu wirken. Irgendwann hörte es auf zu tropfen.
cowcowcowcowcowcowIch fotografierte Kühe und hoffte noch auf ein paar Pferde, als ich am Himmel einen Heißluftballon sichtete. Den wollte ich haben!
hot-air balloonhot-air balloonskyIch trat ordentlich in die Pedale, um den Ballon in den Rücken zu nehmen, damit er gemeinsam mit der Sonne auf ein Bild konnte. Irgendwie klappte das alles nicht so ganz wie gewünscht, weil der Ballon kein so schön heller und rot-bunter war wie der meines letzten Projekts, sondern so dunkelblau. Aber da waren ja noch mehr am Himmel! Auf die machte ich auch noch Jagd wurde aber immer wieder abgelenkt.

Von noch mehr Kühen. cowsunUnd von einer wunderschön untergehenden Sonne.
sunsunIch war total aufgewühlt und emotional xD Die Welt kann so schön sein. Ich liebe die Fotografie dafür, dass sie mir den Blick für diese Schönheit öffnet.. mein Herz schlug dann noch Purzelbäume, als ich sie wunderschön über einem Maisfeld untergehen sah und vor diesem Feld, wie es der Zufall wollte, ein… Dingens war, auf das ich hinauf klettern wollte, um einen Blick über die Maisfelder hinweg werfen zu können. Das war leicht problematisch, weil davor alles zugewachsen war, teils mit Brennesseln, und das Ding ziemlich hoch. Aber Kamerazeugs drauf abgestellt und dann ein bisschen Kraft zusammen genommen und dann ging das schon. Tja, und da hatte ich da nun eigentlich die mega Aussicht aber ein paar ungünstig stehende Bäume. Und natürlich das bekannte Problem mit dem Gegenlicht. Ich wünschte die Kamera könnte das alles so festhalten, wie das Auge die Szene sieht. So muss man ja immer in der Nachbearbeitung versuchen die Helligkeit im Bild auszugleichen und das ist mir nur mäßig gelungen.
fieldDa stand ich also auf dem Ding. Zur einen Seite das Maisfeld, zur anderen Seite direkt an den Bahngleisen. Und da stand auch noch ein bisschen, weil ich hoffte, es würde mal ein Zug vorbei fahren. Hätte ich mal auf meine Bahn-App geguckt, das wäre schlau gewesen. Tat ich aber nicht. Also sprang ich nach ungefähr einer Viertelstunde auf dem Ding beherzt runter, setzte mich wieder auf das Fahrrad, fuhr ungefähr zwei Meter und hörte dann den Zug… aaargh! Ernstens war ich jetzt ja nicht mehr auf der richtigen Höhe und zweitens war meine Kamera ja gerade aus und die Einstellungen noch auf Himmel! Hastig versuchte ich den vorbeirauschenden Zug noch zu erwischen… leider mehr schlecht als recht, deswegen auch kein Foto davon :D

Ich fuhr dann weiter, erhaschte noch einen Blick auf etwas Feldarbeit, dann doch noch Pferde und schließlich eine streundende und leider sehr fotoscheue Katze.
fieldfieldhorsestractorUnd dann ging es nach Hause. Mit ganz, ganz vielen Glückshormonen in mir drin. Auch wenn im Nachhinein die Fotos gar nicht so umwerfend sind… ich freue mich sehr, dass ich draußen war und dass ich so viele schöne Sachen sehen konnte und nicht wieder bei Blümchen und Insekten gelandet bin.
way

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3 Gedanken zu „[28/365] Bei Sonnenuntergang auf den Feldern

  1. Pingback: 1. Juli-Rückblick | Nuss & Point

  2. ich hatte leider keine zeit, den ganzen text zu lesen – aber ja, die schönheit der welt, die man erst durch die fotografie erkennt – das ist schon was ganz tolles an diesem hobby! ich hätte übrigens denke ich eines von den sonnenfotos genommen, die finde ich besonders toll. die kühe auch, obwohl ich grade wieder etwas mehr respekt vor diesen ungetümern hab, nachdem bei uns grade am laufenden band unfälle passieren O_o

  3. Manchmal sind auch gar nicht die Ergebnisse entscheidend – die aber auch sehr schön sind, ausführlicher hatten wir das ja auch schon – sondern einfach das Erlebnis, die Gefühle und eben die Glückshormone für die es eben nicht immer perfekte Ergebnisse braucht.

    Ich habe übrigens keine Ahnung, wo du in deinem Tagesfoto irgendwelche Fehler sehen willst.

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