1. Juli-Rückblick

Jetzt blicke ich zum zweiten Mal auf den ersten Projekt-Monat zurück. Letztes mal war es der Oktober, diese Runde habe ich etwas eher im Jahr angefangen und so spreche ich nun über den Juli.

Der Juli ist insgesamt fotofreundlicher als der Oktober, ich möchte das mal so behaupten. Noch sind die Tage relativ lang und auch um 21 Uhr muss man noch nicht zur Nachtfotografie wechseln. Es ist nicht ganz so kalt, nicht ganz so regnerisch. Ich finde, dass zeigt sich auch in den Fotos. Bis auf vier Bilder sind alle draußen entstanden, es gibt viel Grün, viel bunt, nur insgesamt drei Bilder in schwarz/weiß. Zwischendurch hatte ich zwar immer das Gefühl, gegen die Blümchen ankämpfen zu müssen, damit sie nicht Überhand nehmen, aber eigentlich sind es ja gar nicht so viele geworden. Hab ich den Kampf wohl gewonnen ;) Verhältnismäßig hoch ist allerdings meiner Meinung nach der Anteil an Tieren: Ich hatte eine Schwebfliege, Schwäne, Spinnen, Libellen, Schmetterlinge und Kaninchen. Das gefällt mir eigentlich ganz gut. Dafür sind aber die Selbstportraits zu kurz gekommen.
Große Fails, sind im Gegensatz zum Anfang meines ersten Projekts, glücklichweise ausgeblieben. Leider hielt sich auch der Einsatz etwas Besonderes zu machen, weit weg zu fahren etc. in Grenzen. Da habe ich mir letztes Mal mehr Mühe gegeben. Aber ich hatte eben auch in der Klausurenphase nicht so viel Zeit für solche Großprojekte. Im August ist auch eher nicht damit zu rechnen, das setze ich also lieber erstmal für den September an :)

Es gibt ein zwei Dinge, die mich diesen Monat sehr beschäftigt haben und ich deshalb gerne noch ansprechen will:

1. Ich bin mein größter Rivale.
Man kennt das ja, wenn man seine Bilder im Internet zeigt. Die wenigsten tun das ganz ohne irgendwelche Erwartungen. Am liebsten haben wir es natürlich, wenn wir Menschen damit erreichen, sie sich mit dem Bild auseinandersetzen, kommentieren. Die Bilder finden sie im besten Fall entweder gut oder geben hilfreiche Kritik. Man vergleicht sich ganz automatisch mit all den anderen Bildern, die es gibt: Wer bekommt mehr Aufmerksamkeit? Mehr Lob? Auch wenn man bemüht ist, sich von diesen Gedanken zu befreien, sich nicht dafür zu interessieren wie viele „Likes“ ein Bild jetzt hat… einfach so eben abstellen lässt sich das eben auch nicht. Auch wenn ich längst nicht genug „Scheiß drauf!“-Attitüde entwickelt habe, bemühe ich mich doch, mich nicht davon beeinflussen zu lassen: Ich weiß, meine Fotografie ist vielleicht nicht so originell wie die ganzen aufwändigen Conceptuals, die ich offen anhimmel, und auch nicht so magisch wie DAS Portrait da, mit dieser unglaublichen emotionalen Tiefe in den Augen des Models… aber was solls. Es gefällt mir eben auch das kleine Blümchen zu fotografiere und den letzten Regen in Form von Wassertropfen zu dokumentieren.
Als viel problematischer empfinde ich das ständige Vergleichen mit meiner eigenen Vergangenheit: Es kann nicht sein, dass mein erstes 365 besser lief als die zweite Runde. Die Bilder jetzt müssen mehr Einsatz zeigen. Müssen vielfältiger sein. Müssen technisch besser und inhaltlich kreativer sein. Gegenüber meiner eigenen Vergangenheit darf ich nicht nach lassen, muss mindestens genauso viel leisten und im Idealfall eine sichtbare Verbesserung zeigen. Immerhin habe ich das Projekt schon einmal gut gemeistert, es gekonnt. Es wäre ein zu großer Rückschritt, wenn ich jetzt „versagen“ würde… und das ist ganz schön schwierig, denn viele Back-Up-Ideen und Last-Minute-Photo-Spots wurden eben schon aufgebraucht….Wo ist der Raum für (komfortable xD) Steigerung!?
Immer wieder öffne ich die Projektalben auf Flickr (1&2) und vergleiche den Gesamteindruck, die Menge „guter“ und „schlechter“ Fotos, die Menge der Fotos draußen und drinnen, Einsatz oder Last-Minute, Dokumentationswert ja oder nein… Ich ziehe Bilanz…mehrmals täglich und bin entweder betrübt oder „ganz zufrieden“ und kann einfach nicht loslassen.

2. Auswahlprobleme.
Ich hatte mehr als beim letzten Mal fast jeden Tag das Problem, dass ich mich einfach nicht für ein Tagesfoto entscheiden konnte. Es war oft ein scheinbar unlösbares Problem, so dass ich mir relativ oft Hilfe holen musste. Dabei will ich eigentlich selbst entscheiden, was ich so gut finde, dass es Tagesfoto werden soll.
Probleme habe ich jetzt z.B. auch damit meine Favoriten für diesen Monat auszuwählen. Das muss ich aber unbedingt tun, denn am Ende des Jahres ist dies der kürzeste Rückblick und der einfachste Weg Stolz auf das Erreichte zu wecken. Also los…:

Meine Favoriten im Monat Juli:

[2/365] [3/365] [12/365] [13/365]

[26/365] [27/365] [30/365] [31/365]

Am meisten Fotoliebe verspürte ich aber an diesem Tag auf dem Feld.

Ein Gedanke zu „1. Juli-Rückblick

  1. Pingback: 2. August-Rückblick | Nuss & Point

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