[41/365] Ankommen in Brühl

[41/365]Aus den EXIF: Weitwinkel | 10mm | f/4.0 | 1/400s | ISO 100

Ich hab mir jetzt einen Plan gemacht an welchen Tagen ich was bloggen möchte. Wenn alles gut klappt, habe ich bis Ende September wieder den aktuellen Stand erreicht :D Bisschen utopisch, aber das ignorieren wir mal… also wenn alles nach Plan läuft gibt es die Tage eine wahre Bilderflut, mehrere Einträge pro Tag. Aber da ihr alle schon genähnde Leere kennt, werdet ihr sicher auch mit kleinen Flutwellen fertig. Und ich habe es eh längst aufgegeben, mit neuen Einträgen zu warten, damit auch ältere mehr Aufmerksamkeit und Kommentare bekommen. Das scheint sowieso nicht zu klappen. Ich kann das schlecht jemandem verübeln, wenn ich bedenke, dass ich selbst auch einfach nie zum Kommentieren bei anderen komme… deswegen schluck ich da die Frustration, dass mein Blog wahrscheinlich nie mehr so viel Leben haben wird wie vor meiner großen Pause 2013, ein bisschen runter. Ich versuche es jedenfalls ;)

 

Und so kommt jetzt das erste unspektakuläre Bild aus Brühl. Am Sonntag den 10.8.  bin ich mit schwerem Koffer, zwei Rucksäcken und nervösen Magengrummeln in eine Bahn Richtung Nordrhein-Westfahlen gestiegen. In Köln wurde ich ausgeworfen und musste dann irgendwie die Stadtbahnlinie 18 finden. Ich hab mich so abgeschleppt und war froh erstmal einige Minuten sitzen zu können. Diese komische Bahn war gut voll und es stiegen dann noch zwei alte Frauen hinzu, von denen nur eine einen Sitzplatz ergattern konnte… die unterhielten sich dann quasi die ganze Fahrt lautstark darüber, dass diese unverschämte Jugend heutzutage sitzt, während die alten Stehen müssen und guck dir die doch mal an und den doch mal an usw. Total unhöflich. Ich meine, es kommt oft genug vor, dass ich z.B. im Feierabendverkehr von Hamburg stehen bleibe oder aufstehe, während andere sich setzen. Da lass ich mir sowas sowas nicht vorwerfen. Ich war an dem Tag selbst k.O. (wenig Stunden Schlaf, gerade viel geschleppt, mit Koffer und zwei Taschen) … aber hätten die statt gleich anzufangne zu schimpfen, als ob sie niemand hören würde, nett gefragt, hätte ich auch frei gemacht. Aber so… sah ich gar nicht ein.

In Brühl stieg ich dann aus und musste mich erst einmal orientieren. 3 Minuten sollte es angeblich zur Wohnung, die ich mir für diesen Zeitraum von drei Wochen gemietet hatte, dauern… aber ich musste alle fünf Meter eine Pause einlegen. Der Koffer war bestimmt fast 25kg schwer. Mein Kamerarucksack mit außerdem Laptop zum Inhalt machte nochmal so 7-8kg. In meinem anderen Rucksack waren Unterrichtsmaterialien: Ordner, Blöcke, Bücher… ich war so erleichtert, als mir meine zukünftige Mitbewohnerin entgegenkam und mir zumindest diesen Rucksack abnahm. Trotzdem war ich komplett durchgeschwitzt, als ich endlich ankam und mein Zimmer bezog. Leider konnte kein Zimmerschlüssel aufgetrieben werden, also mal beim Vermieter anrufen.. der wollte sie mir am Folgetag ins Zimmer legen. Na gut. Erstmal ein schnelles Foto aus dem Fenster raus. Bett beziehen, umziehen, Internet einrichten (ging fürs Handy nur an Tag 1, danach nicht mehr… aber Laptop funktionierte immer tadellos) und dann wurde ich von meiner Teamkollegin, die dort in der Nähe von Brühl wohnt, abgeholt bzw mit einer Bettdecke versorgt. Wir fuhren dnan in ein Café, wo uns unser dritter Kollege traf. Und dann gingen bei einer kalten heißen Schokolade (-.-) die Besprechungen los…

Drei Wochen in Brühl für die Organisation Youth for Understanding (YFU)  –  drei Wochen lang als Orientierungslehrerin tätig. Drei Wochen lang eine kleine Gruppe von thailändischen Austausschülern zwischen 15 und 17 Jahren in deutscher Kultur und wichtigen Themen wie Familie, Schule, Anpassung, Freundschaft, Kommunikation etc. unterrichten, damit sie gut vorbereitet sind, wenn es in ihre Jahresfamilie geht. Neben mir gab es noch den Sprachlehrer und die liebe Organisatorin, die z.B. die Gastfamilien für die Schüler organisiert hatte. Wir konnten kurz an unserem zukünftigen Unterrichtsraum vorbei gehen und dann verabschiedeten wir uns auch erstmal bis zum nächsten Tag.

Ein Gedanke zu „[41/365] Ankommen in Brühl

  1. cool, dass du das machst! das mit dem leben im blog kann schon wieder werden, aber man muss halt dann doch auch wieder mehr zeit investieren. ich hatte auch schonmal so ein loch.

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