NichtLandschaft

Stimmungsbilder. Mein Kommentar zu Joghurthimmel und Alltagsgeist. Abwarten.

Waiting (socks)

Waiting (room)

Die Nuss

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Schöne Schlichtheit

Nach vielen Kammerspielen der Fotografie ging es heute etwas raus. Resultat? Gutes Wetter, schöne Landschaft, weniger Spielchen – einfach nach hübschen Orten sehen und diese geeignet ablichten. So einfach das vor Ort war, so schwierig wurde es im Rahmen der Nachbearbeitung und Auswahl. Die Fotos wollten keine große Bearbeitung, wollten ohne zugleich auch nicht sonderlich auffallen. Also bin ich einen Schritt zurückgetreten und habe der schönen Schlichtheit den Vorzug gegeben. Folgende zwei Fotos traten dabei hervor.

Take a walk

Take a look

Die Nuss

April, April, April!

Na, kennt wer das Sprichwort zum April, der macht, was er will? Die Willkür, die ihm da unterstellt wird, ist nämlich schon nach sechs Tagen sowas von sichtbar!
1) Beginn des Monats: Schön!
2) Zwei Tage später: Mies!
3) Heute: Mies!
4) Heute (Abend): Schön!
5) Jetzt (immer noch Abend): Mies!
Und ich muss diesem Monat trotzdem dankbar sein! Denn da ich heute knipsen wollte und das irgendwie auch mit gutem Natur-Licht, kam mir das Abend-Gut-Wetter ganz gelegen. Zwar nur fürn halben Schnappschuss, aber was solls. Ich finde, er passt ganz gut, stellt er doch eine gewisse Sehnsucht nach schönem Abendlicht heraus.

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Die Nuss

Klein aber oho! (Chema Madoz)

Vor langer Zeit schickte mir der Point einmal einen Link zur Seite eines Fotografen, den ich ohne große Umschweife als professionell bezeichnen würde. Klar, „professionell“ ist wohl in erster Linie kommerziell, hier würde ich aber (obgleich dieser Fotograf augenscheinlich auch gegen Geld knipst) eher von einem „professionell“ aus Könner-Hinsicht sprechen. Denn als ich mir die Bilder heute wieder angesehen habe, war ich fasziniert von der Einfachheit dieser. Kleine Phänomene, geradezu surreale Tricks ganz pointiert ausgedrückt. Wenn ich das sehe, wünsche ich mir einfach nur eins: Gute Ideen. Denn mit solche brauchts oft keine imposanten Motive. Das hier ist ziemlich simpel und ziemlich stilvoll. Ein Plädoyer dafür, einfach einmal drinnen zu bleiben und auf Erleuchtung zu hoffen?

Die Nuss

Bearbeitungskind

Mit großer Verspätung kommt Foto Nr. 4 meiner letzten kleinen Abendsonne-Serie dazu. Eigentlich wollte ich es in einem Rutsch mitposten, doch scheiterte an der Bearbeitung, jetzt halte ich es aber für vorzeigbar. Falls meine grandiosen Fotokünste über diese Serie also jemals berühmt werden, dann das bitte dazuzählen und auch sonst ( -> wahrscheinlicherer Fall) darf man das gerne tun.

Still growing

Die Nuss

Tagesglut

Und schon zieht es den Menschen nach draußen. Nicht nur das Wetter ist prima, sondern auch der Zustand meines Fußes, sodass ich gleich mal eine kleine Fototour im Abendlicht machen wollte und auch konnte. Leider recht viele wuselnde Menschen vor der Linse, denn gute Ideen verbreiten sich besonders gerne – wer möchte denn keinen Spaziergang machen, wenn das Draußen im letzten Sonnenlicht so schön anzusehen ist? Davon bekommt der Betrachter meiner Fotos allerdings eher wenig mit, viel zu sehr hielten mich kleinere Details gefangen, Stimmungen. Mal schauen, was so davon ankommt.

Greek athletics

Getting abstract

Surprise/Guest

Die Nuss

Diese Bürokratie und so…

Vielleicht übertreibe ich ja, aber so harmlos wars dann doch nicht.

Nachdem ich letzten Montag einen Unfall hatte, bin ich fix zum Arzt, da es nicht unbedingt gut aussah. Da ich dort schon gute Erfahrungen gemacht hatte, war ich recht optimistisch, dass mir dort geholfen würde. Sagen wir’s so: Mir wäre dort auch geholfen worden, wenn ich zu einem Termin gekommen wäre. War aber nicht.
Gut, Wartezimmer rammelvoll, nichts Ungewöhnliches, ich hätte warten können, wollte ja hauptsächlich Gewissheit bezüglich meiner Verletzung. Warten hätte 3 1/2 Stunden bedeutet. Uh, okay, aber wie gesagt, hätte ich gemacht. Nur: Reicht nicht. Ich beging nämlich den Fehler, meinen Unfall als Privatunfall genannt zu haben. Da durfte ich gleich wieder abmarschieren. Keine Chance.
Es ist nun mal nicht so, dass ich jetzt sofort gestorben wäre, bei weitem nicht, aber unproblematisch wars nicht (wie sich später herausstellte, wars ein Bänderriss), vor allem mit der Ungewissheit. Dieses Gefühl, trotz einer Verletzung, einer Notlage aufgrund von Bürokratie keine Chance zu haben…das ging tief, hat mich beunruhigt und eine Hilflosigkeit ausgelöst, die ich sonst nicht oft spüre. Man könnte es glatt kafkaesk nennen. Da war auch der Ausspruch der Sekretärin, sie gehe auch nicht immer gleich zum Arzt und warte lieber ab, nicht gerade tröstend.

Am nächsten Tag* bekam ich dann meinen Termin und eine kompetente Behandlung – warum aber erst dann? Ich bin nicht hinter diese Privatunfallsache gestiegen, denke aber mittlerweile, dass es besser gewesen wäre, hätte ich gelogen. Schönes Fazit.

*Ich habe absichtlich keinen anderen entsprechenden Arzt aufgesucht, gerade weils die nahe Uniklinik gewesen wäre. Bezüglich der könnte ich nämlich eine noch viel dickere Bürokratiegeschichte erzählen.

Die Nuss