Weihnachtszeit und Winter

winter

Wenn ich durch die Straßen gehe, merke ich, dass schon bald Weihnachten ist. Vorgärten sind mit Lichtern geschmückt, der Weihnachtsmarkt ist brechend voll und der Schmalzkuchen schmeckt in so winterlicher Atmosphäre sogar noch besser als sonst. Auch wenn ich durch meinen Feedreader stöber, werde ich in Weihnachtliche Atmosphäre getaucht. Blogger veranstalten diverse Adventskalender, überall wird die Weihnachtsbäckerei eröffnet und interessante DIY laden zum Nachmachen ein.

Aber bei mir ist noch überhaupt kein Weihnachten. Unser Haus ist wohl eines der wenigen ohne irgendeine weihnachtliche Dekoration, da man wohl Holzmond und -stern, die das ganze Jahr über an meinem Kleiderschrank hängen, wohl kaum mitzählen kann. Die Besorgung der Weihnachtsgeschenke wird fleißig aufgeschoben und die Weihnachtsbäckerei beschränkt sich zur Zeit auf Crêpes. Und das auch nur, weil uns die Erkenntnis gekommen ist, dass wir die Crêpes-Pfanne, die wir letztes Weihnachten geschenkt bekommen haben, noch überhaupt nicht genutzt haben und dass es ja wohl nicht in Frage kommt, ein neues Weihnachten zu starten, ohne die Geschenke vom letzten Mal überhaupt ausprobiert zu haben.

Jedenfalls ist es dementsprechend auch auf nussundpoint nicht gerade weihnachtlich-atmosphärisch. Ich weiß auch nicht, ob sich das überhaupt noch großartig ändern wird, aber zumindest winterliche Fotos kann ich euch versprechen! Denn wir haben die letzten Tage und Wochen außerordentlich winterliches Wetter gehabt – erst heute hat es dann wieder angefangen in strömen zu gießen.

Fieber

Ich hatte ja vor einigen Monaten mal darüber berichtet, dass ich die „A Song of Ice and Fire“-Serie angefangen habe zu lesen. Nun, das ist ein wenig stehen geblieben… Die Tagesplanung in Thailand war doch für andere Dinge vorher gesehen und dann begann das Studium… irgendwie passte es überhaupt nicht. Und dafür gibt es auch einen Grund, der mir gestern wieder mal vor Augen geführt wurde: Ich bin kein Gelegenheitsleser.

Morgens vor dem Frühstück fünfzehn Minuten, in der Bahn eine halbe Stunde, zehn Minuten in der Mittagspause und Abends ein Stündchen vor dem Schlafen gehen? Das kann ich nicht. Denn wenn ich ein Buch anfange zu lesen, dass mich interessiert, lese ich morgens vor dem Frühstück dreißig Minuten, erwische meine Bahn nicht, verpasse dann in der Bahn fast meinen Ausstieg, bin in der Zeit, die ich nicht lesen kann ganz hibbelig und das Stündchen vorm Schlafen gehen dehnt sich aus: Fängt früher an und hört erst spät, sehr spät auf.

Also entweder ganz oder gar nicht.

Und gestern war ganz.

Von dem bald angesetzten Kinostart von Breaking Dawn 2 angestachelt die Bücher noch einmal zu lesen, habe ich mich gestern dran gesetzt und Twilight aufgeschlagen. Ja, es gibt definitiv bessere Bücher. Es gibt bessere Schreibstile und es gibt bessere Geschichen. Ich meine srsly, ein glitzernder Vampir, Kitsch im Überfluss und Handlung, die sich desöfteren mal im Kreis dreht, nur damit man noch einmal wiederholen kann wie perfekt der Angebetete doch ist?

Aber ja. Und so fand ich mich gestern mit der Nase in den Buchstaben wieder und vergaß verdrängte jede sinnvolle Aktivität (wie beispielsweise lernen) aus meinem Kopf. Glücklicherweise hatte ich das die Tage vorher schon angepackt, sonst hätte ich jetzt ein Problem, denn ich denke daran noch vor dem Wochenende mit Teil 2 zu beginnen und dann müsste ich hart an meinen Gelegenheits-Leser-Fähigkeiten arbeiten. Mir bleibt nur die Hoffnung, dass ich glaube mich daran zu erinnern, dass ich die Bücher von Band zu Band schlechter fand :D

Pilze 2

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag „Aktuelle Pilze“ nennen, aber 1. sind es nicht nur Pilze und 2. sind diese Fotos auch schon wieder ein paar Tage alt und damit nicht mehr wirklich aktuell. Ich weiß auch nicht wie das passieren konnte, die ganze Zeit über liegt die Kamera samt Speicherkarte hier bei mir im Zimmer und ich komme einfach nicht dazu die Fotos auf den PC zu ziehen und zu bearbeiten. Ganz zu schweigen davon sie dann auch zu bloggen.

Fakt ist, dass ich feststellen musste, dass mein Weg mal wieder gepflastert ist mit guten Vorsätzen („Ich werde die Kamera nicht verstauben lassen“, „Ihr müsst nicht auf regelmäßige Artikel verzichten“) sich die Umsetzung aber doch deutlich schwieriger gestaltet als gedacht.

Ein locker-flockiges Studentenleben hatte ich die erste richtige Woche jedenfalls nicht. Stattdessen Dienstag und Mittwoch aufstehen morgens um halb sechs und nach der Uni ein totes in die Federn fallen. Stunden später dann mit der Feststellung aufwachen, dass man ja noch lernen sollte, weil in einer Woche der erste Test ansteht usw.

piece of cake
mushroom texture

Dabei war ich gar nicht mal sooo unfleißig was die Fotografie angeht, wie es hier aussieht

  1. Ein Sonntagvormittag ging dafür drauf, dass ich das Experiment „Bewerbungsfoto“ in Angriff nahm. Ohne Studio, ohne Leuchten, ohne eine vernünftige Menge an Sonnenschein. Stattdessen Zimmerwand, der Blitz, ein kleiner Faltreflektor und ich. – Ach. Und eine „Assistenzkraft“ sowie den Bewerber natürlich. Die Bewerbungsfotos haben es dann auch relativ schnell in Lightroom rein geschafft und wurden dort noch etwas bearbeitet.
  2. Ich war endlich mit meinem Makro im Fotofachgeschäft, wo sie mir leider nicht weiter helfen konnten und mir eigentlich nur meine Befürchtungen bestätigt haben: Die Garantie ist abgelaufen und das Objektiv müsste wohl aufgemacht werden, was teuer werden kann. Allerdings habe ich jetzt eine Adresse an die ich mich für diesen Schritt wenden soll… mal gucken, wann ich mich dann dazu aufraffen kann…
  3. Die Pilze. Ich sah sie auf dem Weg nach Hause und beschloss für den nächsten Tag die Kamera einzustecken. Was ich tat. Irgendwie sind die Bilder nicht so geworden wie ich wollte – die ganz kleinen, niedlichen sind halt einfach fotogener! Aber gezeigt werden sie natürlich trotzdem, weil sie mich schließlich wieder an die Kamera gekriegt haben. Dazu gibts dann noch ein bisschen anderen Herbstcontent, allein schon damit das Text-Bilder-Gleichgewicht passt.

autumn leafin the drop
Dann bleibt zum Schluss nur noch zu sagen, dass ich hoffe, dass sich die Regelmäßigkeit des Bloggens (und Kommentierens – da hänge ich auch wieder hinter her, Entschuldigung) sich wieder steigert sobald sich das mit dem Studium etwas mehr eingependelt hat.dry

Studium-Chaos und Smartphone-Bilder

Alle Studenten kennen das sicher, dass an der Uni oft nichts klappt wie es soll. In meinem Fall gibt es einen Haufen Probleme bei der Anmeldung zu den Vorlesungen. Als ob es ohne dieses Chaos nicht genug neue Eindrücke zu verarbeiten und komplizierte Systeme zu verstehen gibt, fallen einfach wichtige Programme aus und es geht weder vor noch zurück. Wer jetzt den Schluss auf STiNE zieht, hat natürlich voll ins Schwarze getroffen.

Puh. Umso erleichteter war ich, als ich heute das erste Mal schlauer aus einer Orientierungseinheit entlassen wurde als ich vorher war. Das hat bis jetzt nämlich noch genau keine einzige Informationsveranstaltung geschafft. Entweder dachte ich mir „Na das wusste ich auch schon“, war noch verwirrter als zuvor oder habe geglaubt, etwas zu verstehen und musste dann zuschauen wie das Kartenhaus bei Betrachtung der Tabellen und Angebote wieder in sich zusammen fiel. Freude!

Jedenfalls bin ich seit heute etwas schlauer (auch wenn sich mein Wissen, dank STiNE nicht wirklich nutzen kann) und habe mir einen entspannten Nachmittag gegönnt. Ich musste etwa 2 Stunden auf jemanden warten, der erst später fertig wurde und war so lange im Park (Planten un Blomen ist direkt um die Ecke ♥ Ich bin im Paradies!) und habe fotografiert. Mit dem Handy, denn natürlich hatte ich die Kamera nicht dabei.
Ich muss euch jetzt also noch mal mit Knipsbildern nerven.

university– In der Eingangshalle „meines“ Gebäudes.

under construction– Am Bahnhof

the walk– Auch Bürojobherren können ein Eis aus der Waffel und einen Spaziergang im Park gut gebrauchen :)

take a seat– Einen Moment Ruhe genießen

sunlight– Licht scheint durch die Zweige, viel Kraft hat die Sonne aber leider nicht

big one, small one– Es ist Herbst…

drops again– Immer wieder regnet es. Zum Glück bin ich wenigstens heute trocken geblieben!

flowers– Blumen, die ich ungedreht irgendwie besser fand…

more flowers– Juhu, mein Telefon packt auch halbe Nahaufnahmen ohne zu streiken!

Ja, man sieht deutliche Qualitätsunterschiede. Ja, die vielen Einstellungsmöglichkeiten fehlen mir. Die Belichtungsmessung geht hin wo sie will (in die Mitte) ohne dass ich was dagegen tun kann. Und ich als Offenblende-Bokeh Fan vermisse natürlich die Möglichkeit die Schärfentiefe vernünftig zu beeinflussen. Aber mal ehrlich, so schrecklich finde ich die Bilder nun auch wieder nicht. Im Gegenteil, sie bestätigen mich in dem was ich schon immer dachte: Nicht die Kamera macht die Fotos, sondern der Fotograf.

Danach ging es noch zu einer anderen Art der Fotos… in einem Einkaufszentrum ist aktuell für 3 Tage ein japanischer Fotoautomat aufgestellt. Ich kenne die Dinger ja aus Thailand, aber das Modell war moderner als die mir bekannten Geräte und man konnte die Fotos anschließend noch selbst verzieren. Witzig und sauteuer.

Eine Woche ohne Kamera

Ich muss sagen, ich habe mir einen guten Zeitpunkt für Start und damit auch für Ende meines 365 Projeks ausgesucht. Am Sonntag machte ich Foto Nummer 366 und am Montag stürzte ich mich in das Getümmel einer Kennenlernwoche für das Studium.

Schon seit ein paar Tagen vor Ende des Projekts war klar, dass ich wohl eine Woche komplett Pause machen will von der Fotografie. Mal etwas anderes, nachdem ich ein Jahr lang jeden Tag die Spiegelreflex zwischen den Fingern hatte. Die gezwungene Pause fiel natürlich sehr günstig mit den vielen zeitraubenden Aktivitäten der Kennenlernwoche zusammen und ich war auch wirklich froh, dass ich mich am Abend nicht noch mit einem Foto stressen musste. Zumal es auch permanent geregnet hat.

Allerdings hat es mir auch deutlich gefehlt. Einer kreativen Tätigkeit nachzugehen, die Freude wenn der Motivationsschub eingetroffen ist oder wenn Bilder entstehen, die einem das Herz schneller schlagen lassen. Ein bisschen habe ich sogar die Frustration keine Ideen zu haben vermisst, denn irgendwie steht dahinter ja auch der Wille zu Leistung und Kunst. Und nicht zu letzt hatte ich das Gefühl meinem Blog fehlt irgendwas. Die Berichte aus dem Studium sind ja ganz nett, aber ich mag Bebilderung!

Damit hat die „Zwangspause“ ein Ende und ab jetzt werde ich wieder fotografieren sobald ich Zeit und Lust dazu habe. Wie häufig das sein wird, keine Ahnung. Vielleicht gibt es noch weitere wöchentliche Pausen. Kann sein, muss nicht. Ich freue mich jedenfalls schon wieder auf meine 60D! Schließlich will auch noch ganz viel Herbst eingefangen werden.

Apropos Herbst. Auf Pays des Merveilles läuft zur Zeit ein Herbst-Special bei dem ich mit einer kleinen Fotoreihe mitgewirkt habe. +freu+ Manche Fotos werdet ihr schon kennen, aber einige sind auch ganz frisch für das Special gemacht oder zwar schon älter aber bisher noch unveröffentlicht. Jedenfalls könnt ihr dort meine Stimmungsschwankungen zum Thema Herbst nachlesen und z.B. coole DIY Anleitungen aus den anderen Gastbeiträgen abstauben.

Diese Bürokratie und so…

Vielleicht übertreibe ich ja, aber so harmlos wars dann doch nicht.

Nachdem ich letzten Montag einen Unfall hatte, bin ich fix zum Arzt, da es nicht unbedingt gut aussah. Da ich dort schon gute Erfahrungen gemacht hatte, war ich recht optimistisch, dass mir dort geholfen würde. Sagen wir’s so: Mir wäre dort auch geholfen worden, wenn ich zu einem Termin gekommen wäre. War aber nicht.
Gut, Wartezimmer rammelvoll, nichts Ungewöhnliches, ich hätte warten können, wollte ja hauptsächlich Gewissheit bezüglich meiner Verletzung. Warten hätte 3 1/2 Stunden bedeutet. Uh, okay, aber wie gesagt, hätte ich gemacht. Nur: Reicht nicht. Ich beging nämlich den Fehler, meinen Unfall als Privatunfall genannt zu haben. Da durfte ich gleich wieder abmarschieren. Keine Chance.
Es ist nun mal nicht so, dass ich jetzt sofort gestorben wäre, bei weitem nicht, aber unproblematisch wars nicht (wie sich später herausstellte, wars ein Bänderriss), vor allem mit der Ungewissheit. Dieses Gefühl, trotz einer Verletzung, einer Notlage aufgrund von Bürokratie keine Chance zu haben…das ging tief, hat mich beunruhigt und eine Hilflosigkeit ausgelöst, die ich sonst nicht oft spüre. Man könnte es glatt kafkaesk nennen. Da war auch der Ausspruch der Sekretärin, sie gehe auch nicht immer gleich zum Arzt und warte lieber ab, nicht gerade tröstend.

Am nächsten Tag* bekam ich dann meinen Termin und eine kompetente Behandlung – warum aber erst dann? Ich bin nicht hinter diese Privatunfallsache gestiegen, denke aber mittlerweile, dass es besser gewesen wäre, hätte ich gelogen. Schönes Fazit.

*Ich habe absichtlich keinen anderen entsprechenden Arzt aufgesucht, gerade weils die nahe Uniklinik gewesen wäre. Bezüglich der könnte ich nämlich eine noch viel dickere Bürokratiegeschichte erzählen.

Die Nuss

Ein kleiner Jahresrückblick.

Wie immer erscheint mir mein Leben recht ereignislos. Und im Gegensatz zu dem, wovon die meisten anderen berichten können, ist es das wohl auch. Dennoch ist in diesem Jahr einiges passiert.

Es begann in eisiger Kälte und verzweifelten Versuchen, das Feuerwerk vernünftig zu fotografieren (vielleicht schaffe ich es dieses Jahr, auch wenn permanenter Nieselregen wohl ebenso ungünstige Bedingungen sind wie Minusgrade) … ging damit weiter, dass meine erste Beziehung zu Ende ging und ich mich in die Lernerei für das Abitur machte. Mehr oder weniger jedenfalls. Genug anscheinend, dass ich die Prüfungen überstand und schließlich mein Abiturzeugnis in den Händen hielt. Es folgten Zeugnisverleihung und Abiball (beides unspektakulärer als ich erwartet hätte) und dann… dann hatte ich frei.

Ich war mit Freunden unterwegs in Cuxhaven. Und in Hannover, im Harz, in Nienburg – auf zwei wunderbaren Fototouren. Dann ging es mit einer Freundin und ihrer Familie nach Rügen, wo ebenfalls viele Fotos gemacht wurden. Nebenher liefen meine Bewerbungen für ein FSJ. Zu erst hatte ich etwas weiter weg ins Auge gefasst, bis sich mir hier auch noch ganz in der Nähe eine wunderbare Chance bot.

Im August fing ich dann an im Kindergarten zu arbeiten, was mir noch immer sehr viel Spaß macht (obwohl die Wochenenden nie schnell genug kommen können)… Es ist aber ziemlich verrückt daran zu denken, dass ich Anfang des Jahres noch die Schulbank gedrückt habe. Mir scheint es, als sei das ewig her…

Ansonsten hat mich der Sommer aber eher frustriert, denn statt Sonne gab es zu meist ein permanentes Herbstwetter, welches sich nun bis durch den Winter zieht. In den letzten Wochen des Jahres war ich außerdem viel krank, was meiner Fotografie nicht sonderlich gut getan hat. Dabei habe ich erst im Oktober mit meinem 365 Projekt begonnen, um die fotografische Entwicklung, die ich bis dahin gemacht hatte, fortzusetzen. Zumindest hat meine Fotografie mit Weihnachten einen neuen Aspekt hinzu bekommen. Die Polaroidfotografie, die mir ganz offensichtlich noch einige Schwierigkeiten bereitet:

polaroid failure

Ansonsten kann ich wohl behaupten, dass ich dieses Jahr meine Zeit in einigen Punkten anders gestaltet habe, als im Jahr davor: Statt mit Schule, mit Arbeit. Kamera statt Telefon in der Hand. Dazu vermehrt draußen. Statt mit Chatten mit diversen Filmen (Unsere Kleine Farm, Detektiv Conan, Pokémon, diverse andere Zeichentricks… ich war aber auch öfter im Kino als in den Jahren davor und Harry Potter war definitiv ein Highlight) und Hörbüchern (Harry Potter und jetzt Der Herr der Ringe)

Wahrscheinlich habe ich in diese knappen Jahresrückblick mehr als die Hälfte vergessen. Aber das macht nichts. Man kann ja auch einfach noch mal im Blogarchiv blättern ;)

Bleibt noch zu sagen, dass ich für den Fotografie-Aspekt meines Lebens (und ich bin so froh, dass er einen großen Teil einnehmen kann. Es ist so ein tolles Hobby ♥) noch einen Rückblick ganz anderer Art plane. Ihr werdet davon erfahren ^^

Und falls das mit der Feuerwerksfotografie nachher nichts werden sollte, habe ich hier noch ein Lichterkettenfeuerwerk und wünsche euch allen in diesem Sinne

einen guten Rutsch

und ein frohes Jahr 2012

a firework of christmas lights

Der Point.

Ein Hirn bitte

Also ich will ja wirklich nicht gemein sein oder so. Aber ich bin heute fast verzweifelt, als der Azubi bei uns mir heute erklärte, dass er heute für die Kinder kochen soll (der Kollege, der das sonst macht ist krank) und dann anfing. Ich musste daran denken, wie mir vor einigen Wochen eine andere Praktikantin erklärte, er hätte sie gefragt, wie man wohl eine Birne schneidet. Aber gut. Es wurden ja keine Wunder von ihm erwartet. Das gemeinsame Kochen mit den Kindern, das es Freitags sonst immer gibt (an anderen Tagen bekommen wir das Essen geliefert) wurde gestrichen. Der Azubi sollte einfach etwas Hühnerfrikasse mit Reis machen. Ich bekam alles live mit, denn ich hatte mit der Geschirrspülmaschine zu tun und musste die Essenswagen für das Mittagessen vorbereiten. Das Hühnerfrikasse lag schon halb aufgetaut bereit, daneben ein Stapel Kochbeutelreis. Jemand hatte sich sogar die Mühe gemacht das Wasser im Kochtopf für den Herrn vorzuheizen, da das ja immer ne Weile braucht in dem großen Topf.

Zwar fand ich es etwas nervig, wie er mich ständig fragte „Wo denn das zum Umrühren ist“ oder „Wo die Bretter nochmal waren“ statt selbst mal die Augen aufzumachen oder Probehalber eine Schublade zu öffnen. Ich meine, ich hatte ja auch zu tun! Aber das ging noch! Als er mich dann aber fragte, wie viel Salz man denn in das Wasser geben müsse und ob es normal sei, dass sich das Hühnerfrikasse weiter unten beim rühren „so komisch“ (=angebrannt) anfühlte oder wann man merke, dass es denn schon warm sei, bekam ich schon langsam zweifel, ob die Chefin eine Ahnung hatte, was sie da tat, als sie ihn in die Küche bat. Aber na ja. Ich habe ihm dann erklärt, dass er die Temperatur beim Hühnerfrikasse ruhig etwas runter drehen kann und fleißig weiter rühren soll. Noch war alles gut, aber… dann fragte er mich doch ernsthaft woran man denn erkenne, dass das Wasser kocht!!!! Oh man ey… da frag ich mich echt, was er den Kindern so erzählt, wenn sie mal eine „Warum-Phase“ haben. Ich meine, in welcher Klasse lernt man das? Das hat man doch schon in der Grundschule drauf, oder nicht? Eher, wenn Mama einen mal mein Kochen hat zu gucken lassen. Spätestens doch aber in der 5./6. Klasse? Hat mich ehrlich gesagt einiges an Beherrschung gekostet das Blubbern und den Wasserdampf mit ruhiger Stimme zu erwähnen, den Deckel vom Topf anzuheben und zu kommentieren „Ja, kocht.“ … als er dann aber die Herdplatte dort auch runter geregelt hat, bin ich wohl auch in meiner Tonlage etwas skeptisch geworden: „Du hast da nicht gerade die Temperatur vom Wasser runter gedreht, oder? Das hört dann doch auf zu kochen, und der Reis braucht schon ne Weile!“ … Später entschuldigte er sich, dass er so viel fragte und gab zu nicht mehr als eine Tiefkühlpizza in den Ofen schieben zu können. Ich meinte dann schon etwas versöhnlicher, dass aller Anfang schwer sei, und man das alles ja erst lernen müsse. Aber ganz ehrlich, ich bin doch nachwievor ein wenig fassungslos darüber, wie das Leben bisher derart an ihm vorbei ziehen konnte. Und ich bin wahrlich kein großer Koch.

Der Point.

Englisch

(Ich hab Fotos gemacht, die ich beide noch nicht zeigen darf, weil sie Teil eines Projektes sind. Es ist frustrierend!)

(Heute war die Fotografin im Kindergarten da. Ich gucke bestimmt auf allen Fotos doof, weil ich ständig von den Kindern abgelenkt war.)

(Ein Kind, welches weinte, und von einer anderen Erzieherin in den Arm genommen wurde, verlangte ganz ausdrücklich nach mir und ließ sich dann von mir beruhigen. Irgendwie geht einem da echt das Herz auf, wenn man schon nach nur 2 Monaten derart angenommen wird, dass man sogar einer länger bekannten Person vorgezogen wird – zumindest in dem Moment: Wenn sie schlafen soll, ist sie jederzeit bereit mich zu veräppeln, indem sie, sobald ich mich zu ihr setze, anfängt zu reden und LaLeLu zu singen….)

 

Wir haben im Kindergarten einige Eltern, die nicht so gut Deutsch sprechen. Manche davon sprechen sehr gut Englisch. Und ich weiß nicht ob ich das gut finden soll. Einerseits freue ich mich darüber, dass ich auch nach der Schule noch Gelegenheit habe die Sprache zu sprechen und nicht einrosten zu lassen, andererseits wird mir jedes Mal neu bewusst, dass ich zwar Englisch kann, wenn ich einen Moment darüber nachdenke, aber das was ich so spontan zu bieten habe einfach nur katastrophal ist. Und ich könnte immer wieder neu im Erdboden versinken wenn ich, kaum das ich den Satz ausgesprochen habe, bemerke, dass ich ziemlichen Mist produziert habe.

Ich hoffe es liegt nur daran, dass ich jetzt mehrere Monate lang zwar Hörbücher und Filme und Lieder und Bücher und Texte im Internet auf Englisch konsumiert jedoch nie wirklich selbst gesprochen habe… und nicht daran, dass es immer so war und ich einfach unfähig bin.

Der Point.