[77/365] Oishii

[77/365]Aus den EXIF: 50mm | f/2.2 | 1/50 | ISO 400

Weiter geht es mit den Köstlichkeiten! In diesem Fall eine Himbeer-Quarkspeise im Kühlschrank. Also wenn das mal nicht lecker ist :) Der Titel ist übrigens japanisch und heißt genau das: Lecker!

 

Am Freitag ist mir übrigens etwas absolut seltsames passiert: Ich habe meinen Feierabend verpennt :> Die ganze liebe lange Woche habe ich mich auf das Wochenende gefreut. Am Donnerstag sagte ich noch „zum Glück muss ich morgen nur bis 15 statt bis 17 Uhr arbeiten!“ … und dann werde im um kurz vor vier doch tatsächlich gefragt „Sag mal, du weißt schon, dass du eigentlich schon längst Feierabend hast?“ und ich so…… „äääääh… jetzt schon“. Oh man oô

Der Point.

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Weihnachtsfeier im Kindergarten

Nach dem Laternenlaufen durfte ich eine weitere..hm ..“Festlichkeit“ im Kindergarten fotografisch begleiten. Nämlich die Weihnachtsfeier :) Die kleinen Kinder haben gesungen und gedichtet, die Hortkinder haben etwas vorgelesen und sich ebenfalls an einem Gedicht versucht – mit tollen selbstgemalten Bildern unterlegt. Und es gab viiiel leckeres zu Essen. Und wenn ich schon die Kinder nicht zeigen darf, dann wenigstens ein bisschen vom Büffet:

muffin

Ich bin so froh, dass ich daran gedacht habe, auf jeden Fall Bilder vom Essen zu machen, bevor alle darauf los gestürmt sind. Trotzdem wollte ich natürlich nicht den Anschein erwecken, als sei ich zu sehr mit meiner künstlerischen Fotografie beschäftigt – letztendlich wollen sie ja hauptsächlich Bilder von den Kindern, und so habe ich mich etwas beeilt. Trotzdem gut, denn nur wenig später sah das Ganze so aus:

delicious buffet

Der Point.

Ein Hirn bitte

Also ich will ja wirklich nicht gemein sein oder so. Aber ich bin heute fast verzweifelt, als der Azubi bei uns mir heute erklärte, dass er heute für die Kinder kochen soll (der Kollege, der das sonst macht ist krank) und dann anfing. Ich musste daran denken, wie mir vor einigen Wochen eine andere Praktikantin erklärte, er hätte sie gefragt, wie man wohl eine Birne schneidet. Aber gut. Es wurden ja keine Wunder von ihm erwartet. Das gemeinsame Kochen mit den Kindern, das es Freitags sonst immer gibt (an anderen Tagen bekommen wir das Essen geliefert) wurde gestrichen. Der Azubi sollte einfach etwas Hühnerfrikasse mit Reis machen. Ich bekam alles live mit, denn ich hatte mit der Geschirrspülmaschine zu tun und musste die Essenswagen für das Mittagessen vorbereiten. Das Hühnerfrikasse lag schon halb aufgetaut bereit, daneben ein Stapel Kochbeutelreis. Jemand hatte sich sogar die Mühe gemacht das Wasser im Kochtopf für den Herrn vorzuheizen, da das ja immer ne Weile braucht in dem großen Topf.

Zwar fand ich es etwas nervig, wie er mich ständig fragte „Wo denn das zum Umrühren ist“ oder „Wo die Bretter nochmal waren“ statt selbst mal die Augen aufzumachen oder Probehalber eine Schublade zu öffnen. Ich meine, ich hatte ja auch zu tun! Aber das ging noch! Als er mich dann aber fragte, wie viel Salz man denn in das Wasser geben müsse und ob es normal sei, dass sich das Hühnerfrikasse weiter unten beim rühren „so komisch“ (=angebrannt) anfühlte oder wann man merke, dass es denn schon warm sei, bekam ich schon langsam zweifel, ob die Chefin eine Ahnung hatte, was sie da tat, als sie ihn in die Küche bat. Aber na ja. Ich habe ihm dann erklärt, dass er die Temperatur beim Hühnerfrikasse ruhig etwas runter drehen kann und fleißig weiter rühren soll. Noch war alles gut, aber… dann fragte er mich doch ernsthaft woran man denn erkenne, dass das Wasser kocht!!!! Oh man ey… da frag ich mich echt, was er den Kindern so erzählt, wenn sie mal eine „Warum-Phase“ haben. Ich meine, in welcher Klasse lernt man das? Das hat man doch schon in der Grundschule drauf, oder nicht? Eher, wenn Mama einen mal mein Kochen hat zu gucken lassen. Spätestens doch aber in der 5./6. Klasse? Hat mich ehrlich gesagt einiges an Beherrschung gekostet das Blubbern und den Wasserdampf mit ruhiger Stimme zu erwähnen, den Deckel vom Topf anzuheben und zu kommentieren „Ja, kocht.“ … als er dann aber die Herdplatte dort auch runter geregelt hat, bin ich wohl auch in meiner Tonlage etwas skeptisch geworden: „Du hast da nicht gerade die Temperatur vom Wasser runter gedreht, oder? Das hört dann doch auf zu kochen, und der Reis braucht schon ne Weile!“ … Später entschuldigte er sich, dass er so viel fragte und gab zu nicht mehr als eine Tiefkühlpizza in den Ofen schieben zu können. Ich meinte dann schon etwas versöhnlicher, dass aller Anfang schwer sei, und man das alles ja erst lernen müsse. Aber ganz ehrlich, ich bin doch nachwievor ein wenig fassungslos darüber, wie das Leben bisher derart an ihm vorbei ziehen konnte. Und ich bin wahrlich kein großer Koch.

Der Point.

Englisch

(Ich hab Fotos gemacht, die ich beide noch nicht zeigen darf, weil sie Teil eines Projektes sind. Es ist frustrierend!)

(Heute war die Fotografin im Kindergarten da. Ich gucke bestimmt auf allen Fotos doof, weil ich ständig von den Kindern abgelenkt war.)

(Ein Kind, welches weinte, und von einer anderen Erzieherin in den Arm genommen wurde, verlangte ganz ausdrücklich nach mir und ließ sich dann von mir beruhigen. Irgendwie geht einem da echt das Herz auf, wenn man schon nach nur 2 Monaten derart angenommen wird, dass man sogar einer länger bekannten Person vorgezogen wird – zumindest in dem Moment: Wenn sie schlafen soll, ist sie jederzeit bereit mich zu veräppeln, indem sie, sobald ich mich zu ihr setze, anfängt zu reden und LaLeLu zu singen….)

 

Wir haben im Kindergarten einige Eltern, die nicht so gut Deutsch sprechen. Manche davon sprechen sehr gut Englisch. Und ich weiß nicht ob ich das gut finden soll. Einerseits freue ich mich darüber, dass ich auch nach der Schule noch Gelegenheit habe die Sprache zu sprechen und nicht einrosten zu lassen, andererseits wird mir jedes Mal neu bewusst, dass ich zwar Englisch kann, wenn ich einen Moment darüber nachdenke, aber das was ich so spontan zu bieten habe einfach nur katastrophal ist. Und ich könnte immer wieder neu im Erdboden versinken wenn ich, kaum das ich den Satz ausgesprochen habe, bemerke, dass ich ziemlichen Mist produziert habe.

Ich hoffe es liegt nur daran, dass ich jetzt mehrere Monate lang zwar Hörbücher und Filme und Lieder und Bücher und Texte im Internet auf Englisch konsumiert jedoch nie wirklich selbst gesprochen habe… und nicht daran, dass es immer so war und ich einfach unfähig bin.

Der Point.

Eine Woche Arbeit

Meine erste Arbeitswoche in meinem Jahrespraktikum in einem Kindergarten hier in der Nähe ist geschafft! Meistens sind alle sehr nett. Die Kollegen größtenteils locker drauf auch wenn die eine manchmal etwas barsch und die andere..ehm schnell ungeduldig und zurechtweisend sein kann. Bei den Kindern ist alles dabei von ruhig bis laut, quengelig bis lustig-munter-frech. Wir haben ein paar ganz Verkuschelte aber auch einige Hampelmänner und Kletteraffen. Solche die ständig Anschwung wollen und solche die sich um die Fahrzeuge streiten – zum Glück auch welche, die sich auch mit etwas Sand und einer Schaufel zufrieden geben :) Schlafmützen und Quasselstrippen und und und…

Ich habe schon Kinder an- und ausgezogen, zum Schlafen begleitet, aufs Klo geführt, Hände gewaschen, Getränke ausgegeben, Essen verteilt, die Geschirrspülmaschine aus- und eingeräumt und die Teewagen fürs Mittagessen vorbereitet. Ich wurde schon zum Malen gezwungen, bekuschelt und bezupft, bepieselt und besabbert. Ich habe schon gebastelt und Wasser für Matschburgen geholt, Hula Hoop Reifen um den Bauch kreisen lassen, gepuzzelt, Sandkuchen gegessen…. was man halt im Kindergarten so macht ;D

Keine Überraschungen weder in positiver noch in negativer Hinsicht. Wird nicht mein Traumjob aber ein Jahr lässt es sich da sicher gut aushalten ^^

Der Point.

Über Strukturen

Ausnahmsweise kein Eintrag mit Bildern. Da wird von meiner Seite später noch was kommen.
Viel mehr erwartet Euch ein bisschen pures Geschreibsel, dieses Mal über die Arbeitslaune.

Joa, mein Studium steht kurz bevor, wobei „kurz“ immer noch „einen Monat“ bedeutet. Zwar freue ich mich auch darauf, dann loszulegen, bin aber auch nicht unbedingt begierig, endlich mit ’nem Studiausweis und ’nem Haufen Arbeit rumzurennen. Sprich: Ich habe nicht das Bedürfnis, endlich wieder strukturiert einen typischen Arbeitsalltag zu bestreiten.
Dabei chille ich schon seit gut zwei Monaten herum, so ganz ohne wirkliche Herausforderung und Anspruch. Einfach so entspannen und ab und an ein wenig mein Allgemeinwissen aufpolieren. Und dabei werde ich keineswegs depressiv oder so. Mir fehlt keine leitende Linie, die mir endlich richtig auf die Beine helfen und mich selbst strukturieren würde.

Wie ist das bei Euch?
Braucht ihr nach einiger Zeit wieder etwas, das Euch fordert, Euch leitet? Eine Arbeit, eine große Herausforderung, die Ärger und Stress durchaus nicht ausschließt?
Ich glaube nämlich, dass so etwas gar nicht ungewöhnlich ist.
Schließlich war ich auch mal so drauf.

Die Nuss