A Song of Ice and Fire – A Game of Thrones

„A Song of Ice and Fire – A Game of Thrones“ von George R.R. Martin. Eine wahrscheinlich bereits ins Detail zerrupft… äh rezensierte Geschichte, so dass ich außer meiner persönlichen Meinung sicher kaum Neues zu erzählen habe. Ich will es aber dennoch tun, denn ich bin aktuell wirklich begeistert von diesem Stück Literatur.

Es folgt eine Art Vorwort zu meinem Leseverhalten :D

Früher habe ich ja sehr viel gelesen. Oft habe ich vor allem eines geschenkt bekommen: Stapelweise Bücher, die innerhalb weniger Wochen schrumpften. Irgendwann hat das aber aufgehört. Ich bin jemand, der sich die Bücher gerne ins Regal stellt und auch mehr als einmal liest. Kein Typ für Bücherrei ausleihe. Dazu kam aber das Nicht-Wollen von Geldausgeben beziehungsweise die gewollte Investition in das neue Hobby (Fotografie), viel Schulkram, ablenkender PC und fehlende Zeit. Lange habe ich kaum Nicht-Schulbücher angerührt, obwohl der Bücherwurm in mir stellenweise an der Oberfläche kratzte: Zum Beispiel als ich im letzten Urlaub einen Roman in strenge Rationen teilte und er trotzdem lange vor Ende des Urlaubs beendet war. Oder als die letzten Harry Potter Filme ins Kino kamen und ich unbedingt noch einmal alle Bücher vorher lesen musste. Die Einstellung lautete „Je schneller du fertig bist mit lesen, desto schneller kannst du fürs Abitur lernen“ und so wurde meine Zeit nicht etwa sorgsam eingeteilt, sondern die Bücher einfach innerhalb kürzester Zeit verschlungen.

Jetzt habe ich ja den Kindle. Die ersten Bücher, die ich darauf gelesen habe waren die „Hunger Games“, denn sie waren in aller Munde, ich hatte den Film gesehen, die Bücher wären erstklassig, um den Kindle einzuweihen und mein Englisch wieder mal etwas aufzufrischen. Die Bücher waren echt richtig gut :)

Mittlerweile bin ich eben bei A Song of Ice and Fire angelangt dabei habe ich von dem ganzen Hype noch gar nichts mitbekommen. Erst als ich mich in einem Forum ausgiebiger darüber unterhalten hatte und alle von der Serie gesprochen haben, hab ich begriffen, wie da die Ausmaße sind. Die Serie – ich habe die ersten Folgen gesehen – ist übrigens auch sehr gut.

Ich lese die Bücher auf Englisch, denn für den Kindle gab es die ersten 4 im Paket für etwa 15 Euro. Für so dicke Bücher einfach ein unschlagbares Angebot. Das würde mich sehr wahrscheinlich über den anstehenden Urlaub bringen und der Gedanke an hochwertige Fantasy lockte.

Eine kurze Anmerkung zur Kindleausgabe die ich besitze: Die 4 Bücher (A Game of Thrones, A Clash of Kings, A Storm of Swords und A Feast of Crows) werden als eine Datei angeliefert. Das heißt man hat da wirklich einen Brocken mit 68661 „Positionen“ vor sich liegen. Man kann nicht mal eben schnell zu den Anhängen wechseln oder zu den Karten – es sei denn man merkt sich die Positionsnummer. Aber man kriegt alle Bilder (Cover, Karten, Muster zu Kapitelbeginn) mitgeliefert und es ist angenehm zu lesen. Riesiger Vorteil ist hier natürlich, dass man das Gewicht dieser dicken Bücher nicht schleppen braucht und ich kann jetzt z.b. viel Lesestoff ohne Schwierigkeiten im Handgepäck auf dem Flug in den Urlaub mit mir führen.
Ich lese die Bücher ja außerdem in Englisch. Mein Englisch ist nicht das Beste und vor allem ziemlich eingerostet, aber die Bücher lesen sich flüssig und ohne Probleme. Verwirrungen sind eher auf die vielen Charaktere zurück zu führen aber nicht auf eine schwierige Sprache. Und vor allem wer bei „Ringe“ mit langatmigen Landschaftsbeschreibungen etc. zu kämpfen hatte wird sich hier freuen, denn solche Sprachgewalten bleiben hier aus. Trotzdem formen sich auf der Stelle die nötigen Bilder im Kopf. Vor allem der Perspektivenwechsel macht sich hier bezahlt: Man erfährt nicht nur wie die Person sich selbst sieht, sondern auch was Familie und Freunde für ein Bild haben. So wird jeder Charakter außerordentlich vielschichtig und fängt an „zu leben“

Die ganze Geschichte spielt in einer erdachten Welt, ähnlich ausgeklügelt wie Mittelerde, nur ist der Fantasy-Teil hier lange nicht so offensichtlich. Orks und Elben suchst du  hier vergebens und der einzige Zwerg ist der kleinwüchsige Bruder der Königin. Es ist eher eine mittelalterliche Welt mit Burgen und Mauern, Rittern, Huren, Mädchen die jung versprochen werden, verschiedenen „Häusern“ und ihren Verbündeten, Beziehungen usw. Nur wenn man genauer „guckt“ blitzt die Fantasy durch: Blauäugige Tote versuchen auf einmal die Leute umzubringen, die Schattenwölfe sind ungewöhnlich groß und intelligent .. und es ist von Drachen, die lange ausgestorben sind, die Rede)

Eine Geschichte voller Lügen, Intrigen, Bedrohung, Krieg und überraschenden Wendungen und das innerhalb eines recht kurzen Zeitraums. Ich würde sagen der erste Teil des Buches erstreckt sich über maximal ein Jahr – ein Jahr wie wir es kennen, denn in der Welt von George R. R. Martin ist das mit den Jahren ein wenig anders – die Jahreszeiten dauern nämlich über viele Jahre hinweg. Die Geschichte beginnt im späten Sommer, viele Charaktere, die wir begleiten haben noch nie einen Winter erlebt, aber jetzt hört man  immer wieder den Leitspruch des Hauses Stark „Winter is coming“…

Spannend, fesselnd. Mit vielen Details. Und durch die vielen Wendungen, die einzelnen Handlungsstränge – und es wirkt durch die vielen unterschiedlichen Perspektiven wie noch „mehr“ – wird es nie langweilig. Ich kenne ein sehr gutes Buch, das nur mit 3 Perspektiven spielt („Die Zauberin von Ruwenda“) und trotzdem hatte ich oft das Gefühl, dass ich gerade lieber bei einem der anderen Charaktere wäre. Bei A Game of Thrones war das nie der Fall, der jeweilige Charakter kam immer genau richtig.

Mittlerweile lese ich „A Clash of Kings“ und hoffe, dass es hier genauso ist :)

Die unerträgliche Leichtigkeit des On-Seins

Es könnte so einfach und so gut sein. Denn ich weiß ja, dass es funktionieren würde, würde ich nur einmal anfangen.
Die Rede ist einerseits von wichtiger Arbeit, die ich gerade in letzter Zeit gerne vor mir herschiebe, wenn’s denn nur irgendwie machbar ist und andererseits vom Lesen, dem Freizeit-Lesen.

Früher gemütlich irgendwo hinchillen, Buch rausholen und loslesen. Fertig und prima wars.
Okay, nein, ich bin ehrlich: Ich habe keine Ahnung, wie ich das früher mit dem Lesen gemacht habe, denn ich habe auch keine Ahnung, wie ich das früher ohne Computer gemacht habe!
Der Computer, Retter in der Not, Helfer und Erzeuger von Problemen aller Art, Erzeuger und dann gleich Helfer von Probl-, ja, ich liebe ihn einfach…ihn und das allzeit fordernde Internet.
Dort lese ich noch heute ganz viel: Flickr, Foren, Review-Seiten, Blogs…
Aber zum einfachen Lesen von Büchern, von denen ich weiß, dass sie mir gefallen werden, komme ich einfach nicht. Und noch schlimmer: Ich langweile mich dann…am Computer, wenn das Buch nur ein paar Meter weiter entfernt liegt.
Okay, dann lieber ’nen Film gucken.

Moment, erinnert der mich nicht an ein Buch?
MÖP! *quietschende Autoreifen*

Die Nuss

Von gestern, heute, morgen…

Die Überschrift soll im Übertragenen Sinne verstanden werden, denn mit „gestern“ meine ich nicht nur gestern, sondern die letzten Tage und mit „morgen“ nicht nur morgen, sondern die kommenden Wochen. Nur mit „heute“ ist auch wirklich gemeint.

Fangen wir damit an, dass mein Lehrer im Seminarfach meinte ich müsse dieses eine Buch unbedingt, unbedingt haben! Sonst, sonst!

Daraufhin folgten einige Überlegungen meinerseits, wann ich denn nun allgemein meine Bücher bestellen sollte, damit ich zeitig mit meiner Facharbeit anfangen kann, damit ich sie noch habe wenn ich in der Endphase meiner Facharbeit bin, damit sie mir nicht vor der Nase weggeschnappt werden. Ich habe mich dann vor ein paar Tagen entschlossen sie einfach zu bestellen, zu verlängern und notfalls die wichtigsten Seiten zu kopieren bevor ich die Bücher zurück gebe. Das wird schon klappen. Also habe ich mir Bücher rausgesucht und bestellt. Sie waren alle in der SUB zu finden und ohne Probleme erhältlich. Bis auf DAS Buch, dass ich doch unbedingt, unbedingt haben muss! Sonst, sonst!

Das Buch liegt nämlich in der Theatersammlung die von der SUB abweichende Öffnungszeiten hat. Blöde Öffnungszeiten, aber richtig blöde. Immer nur so zwei bis drei Stunden am Stück. Am Freitag nur von 10 bis 13 Uhr. An anderen Tagen später, so von  16 bis 18 Uhr – nur sind das ausgerechnet die Tage wo ich auch länger Schule habe. Am Wochenende haben sie erst gar nicht auf. Wie komme ich also an das Buch? … Da muss ich mal in den Ferien schauen.

Jedenfalls war ich gestern in Hamburg und nachdem ich mit einer Freundin durch mehr oder weniger interessante Läden (H&M, C&A, Karstadt, Saturn…) gelaufen bin und mir mehr oder weniger interessante Sachen mit ihr angeschaut habe (Jacken, Mäntel, Oberteile, Kleider, Ketten, CDs, Band-T-Shirts…) und sogar ein Weihnachtsgeschenk für eine Freundin habe einsacken können sind wir in die SUB und haben dort für mich 10 Bücher eingesackt. Danach war meine Tasche schwer, kann ich euch sagen, und ich fühlte mich in meinen Schuhen auf den Absätzen etwas wackelig.

Zu Hause angekommen, dachte ich jetzt kann ich endlich mit meinem Schatz telefonieren! Die letzten Tage war die Verbindung eher mäßig, manchmal stürzte die Verbindung nach wenigen Sekunden oder Minuten ab. Nun, wir haben geredet, wir haben ehrlich gehofft, es wäre jetzt erstmal vorbei. Aber nichts da. Gestern war es so schlimmer als jemals zuvor. Ständig ist die Verbindung abgestürzt, alle paar Sekunden und setzte dann für Minuten aus. Zwischendurch konnten wir etwas reden, aber mit stetigen Aussetzern oder einer scheppernden „Roboterstimme“… das hat wahnsinnig an den Nerven gezehrt. Ihr glaubt nicht wie sehr es einen in einer Fernbeziehung mitnehmen kann wenn Telefon und Internetverbindung so sehr rumspinnen! Denn schließlich bedeutet das – weil wir ja nicht endlos reich sind und mit dem Handy fröhlich rumtelefonieren können – Kontaktabbruch. Und das, wenn man ohnehin schon erschöpft und müde ist. Ich hätte auf diese Erfahrung verzichten können.

Heute ging es dann Gott sei dank wieder ohne größere Probleme. Aber lange telefonieren ist nicht, dafür gibt es zu viel zu tun: Hausaufgaben (Englisch und Politik), einlesen in meine Bücher für die Facharbeit, einkaufen, Weihnachtsgeschenke vielleicht kaufen, aufräumen, … und ein bisschen Freizeit will man an so einem Wochenende ja auch noch haben.

Das ist alles so überaus nervig, aber was soll’s da muss man wohl noch durch. Der Sturm vor der Ruhe, sozusagen.

In den kommenden Tagen will ich: Weihnachtsgeschenke kaufen & machen, backen,  Facharbeit…

Ich bin müde. Noch gut 21 Tage bis mein Schatz endlich wieder bei mir ist! :)

Der Point.

Ab zur Stabi!

Hab 8 Bücher bestellt, am Freitag werde ich die abholen. 2 Bücher versuche ich noch so zu erwischen, die waren so nicht zum Bestellen ausgegeben. Was weiß ich warum.

Vielleicht finde ich bis Freitag noch weitere Sachen – das wär natürlich klasse. Umso mehr Sekundärliteratur, umso besser für meine Facharbeit.

Leider ist die nächst beste Anlaufstelle in Hamburg, das erfordert immer so viel Planung… dahin zu gehen, alles abzuholen und so. Aber was tut man nicht alles.

DAS Buch, welches ich aber super gut gebrauchen könnte, ist allerdings noch nicht verfügbar und ich bezweifel, dass die Stabi bis zum Freitag in die Gänge kommt. Ach man!

Der Point.

Annähernde Überwältigung

Geheime Schätze im eigenen Haus. Kennt das noch jemand?

Ich beziehe mich mal ganz frech auf meinen mehr oder weniger kryptischen Eintrag, wenn ich berichte, dass man immer wieder ordentlich überrascht werden kann, wenn man einen Blick in die heimischen Räumlichkeiten wirft.

So durfte ich gestern erfahren, dass wir tatsächlich zwei Mal (!) eine Komplettausgabe von Faust (also Teil eins und zwei), eine brauchbare Sammlung von den Gedichten Rilkes und „Draußen vor der Tür“ von Borchert, über dessen Protagonisten ich noch einen darstellenden Monolog aufführen werde, besitzen.

Klasse Sache sowas!

Das hat generell schon ziemlich was von den damaligen Erkundungstouren, bei denen ich als kleiner Bub in den gewürzlastigen Schränken der Kuche nach tollen Düften Ausschau gehalten und dabei so manch schöne Entdeckung gemacht habe.

Die Nuss

Eine Stunde ohne Flatscreen

Nun, genauer gesagt durfte ich mich sogar für eine Stunde und zehn Minuten von dem geliebten Flachmann verabschieden, nutze jedoch die überschüssige Zeit für ein paar stählerne Proben mit meiner Saitenträgerin.

Danach verließ ich sowohl sie wie auch den Flachmann und griff zu meiner digitalen Bildgestalterin, um Goethe die Flammen näher zu bringen. Unbeschadet entstanden so ein digitales Lichtbild sowie ein lilaner Fleck auf dem Tisch.

Goethe führte mich draufhin tapfer und nun auch zahlreich in die Welt der Literatur. Nur gab es nicht nur ihn dort zu bestaunen, sondern auch Kameraden wie Rilke, Kästner, Hesse, Borchert, Grass und der betgagte Vetter Staub. Sie alle zeigten mir, dass unsere heimische Buchsammlung ganz bestimmt nicht von schlechten Eltern ist, besonders da diese doch für den Aufbau gerade dieser verantwortlich waren.

Puh, sehr bald kehrte ich dann innerhalb dieser Stunde zu meinem Flachmann zurück, die Saitenträgerin ruhig stehend neben mir in ihrer Tasche. Ich war beschäftigt, hatte etwas mitgebracht, den Knigge, das scheinbar interessanteste Buch einer Literaturoase mit Staub.

Und jetzt? Jetzt sitze ich dem Flachmann doch wieder gegenüber und berichte, kann sagen: Er hat mich wieder.

Die Nuss