Hypotaktischer Satzbau

Das klingt so schön. Das klingt so professionell. Das klingt nach einem Autor mit Ahnung. Das klingt nach Stil. Nach guter Sprache. Nach…. Pieks! Seifenblase zerplatzt. Oh wei. Also etwa doch nicht? Spätestens wenn man sich daran macht für die Schule Heinrich von Kleist zu lesen denkt man „das ist ein hypotaktischer Satzbau? Okay. Dann: Igitt!“

Das sind Sätze die teilweise über eine halbe Seite lang sind. Sätze ohne Punkt, nur mit Komma. Und wenn’s sein muss, dann lieber Semikolon – bloß kein Punkt. Nein. Nein. Auf keinen Fall. Punkte sind Bäh. Und dann lest das mal. Lest das, wenn ihr müde seid. Es ist der Horror.

Gestern habe ich Michael Kohlhaas gelesen. Durch. Komplett. Eigentlich wollte ich danach noch weiter lernen. Aber ehrlich gesagt war ich dann ziemlich alle. Keine Lust mehr. Auf gar nichts.

Wahrscheinlich setze ich deswegen jetzt als Ausgleich besonders viele Punkte.

Der Point.

Ein Deutschlehrer zum Aufregen

Ich muss mal wieder bisschen über meinen Deutschlehrer lästern:

In den Herbstferien meinte er zu uns, wir müssten uns uuuunbedingt schon mal unsere Kleist-Lektüre kaufen! Hab ich nicht gemacht, war auch nicht so schlimm, er hat da auch nicht weiter erwähnt.

Jetzt fangen wir das Thema an, werden für die Hausaufgaben auf Kleist.org geschickt – wo man sich die ganzen Werke auch runter laden und ausdrucken kann. Hätte er das nicht vorher anmerken können?

Das Ding ist nun: Er hats ja nicht vorher angemerkt, erwartet jetzt aber trotzdem von uns, dass wir die Sachen bei uns am heimischen PC ausdrucken. Was das soll? Ich weiß es nicht.

Immerhin drucke ich gerade  ich 8 Seiten „Aufsatz, den sichern Weg ins Glück zu finden“ aus… Wofür bezahlen wir jedes Halbjahr Kopiergeld?


Der Point.