Von Zwängen und Ex-Nazis

Kleine Erzählstunde, denn es gibt ein paar nette und auch weniger nette Dinge zu erzählen.

Fangen wir mit dem weniger netten Ding an, das ich auf diesem Blog lesen musste. Das ist ein Blog, in dem einer von der Zwangserkrankung seiner Frau berichtet. Er hat immer versucht, ein möglichst normales Leben zu führen, damit unteranderem auch die Kinder dieser Beziehung nicht zu tief in die Geschichte mit hinein gezogen werden. Er hat sich oft seiner Frau widersetzt – was ihm oft einigen Ärger eingehandelt hat, denn so eine Zwangserkrankung ist kein Zuckerschlecken. Das nimmt einen mit. Sie war oft böse, weil ihr Mann es ihr „noch schwerer“ gemacht hatte, in dem er sich nicht ihren Zwangsgedanken unterworfen hat. Sie hatte keine Krankheitseinsicht – bis zum letzten Tag nicht, als sie auf einmal im Krankenhaus landete. Ich hab immer so für diese Familie gehofft, dass es besser werden würde. Dass sie es schaffen. Dass sie es schafft. Und nun ist sie statt von ihren Gedanken von ihrem Körper gefangen – eine schwere Behinderung hat sie davon getragen. Das tut mir so Leid. Es war immer toll davon zu lesen, wenn sie kleinere Erfolge hatte, und nun das! Ich empfehle diesen Blog, an all jene, die sich etwas eingehender mit der Thematik Zwänge beschäftigen wollen – leider, leider, leider ist unsere Gesellschaft diesbezüglich noch viel zu unaufgeklärt, und oft wird nur gedacht, dass der oder diejenige „doch einen Knacks weg“ hat und „das doch einfach mal lassen soll alles“. Aber das ist eben nicht so leicht.

Dann haben wir heute in der Schule statt Geschichte zu haben einem Ex-Nazi gelauscht wie er seinen „Werdegang“ so ein bisschen beschrieben hat. Abgesehen davon, dass er sich nach ner Weile immer wiederholt hat, immer „als wie“ sagte, die ganze Zeit am rumzappeln war und ich vor Müdigkeit halb eingeschlafen bin, war das sehr interessant.  …. Allerdings denke ich im Nachhinein, dass er ruhig mehr über sein aktuelles Leben hätte erzählen können – jetzt wo ich mich auf seiner Homepage umgesehen habe, gäbe es da noch viel mehr: zum Beispiel dass er jetzt viel gereist ist und als Journalist (das hat er zwar erzählt dass er das macht) aus dem Kosovo etc. berichtet (das hat er eben ausgespart, finde ich aber angesichts seiner Vergangenheit erwähnenswert!)

Dann war ich heute meine Facharbeit binden. Und man ey, war der Typ schlecht drauf. O.o
„Hallo ich möchte gerne etwas bei Ihnen binden lassen.“
„Ja ach was, hab ich mir gedacht…“
„Uhmn…kommen wohl viele heute?“
„Heute. Heute kommt gar nichts anderes mehr!“
„Hmm ja morgen ist Abgabetermin.“
„Morgen, übermorgen, ist doch egal!“

Auf jeden Fall, darf ich das Ding jetzt nicht mehr angucken, würde ich jetzt noch einen Fehler finden, würde ich mich grün und blau ärgern!

Und dann hab ich heute noch mehr oder weniger tolle Fotos für das P52 Thema „Auf frischer Tat ertappt“ gemacht. Gleich gibt’s was zu gucken. ^^ EDIT: Leider sind die Fotos die ich heute für das Projekt 52 Thema „Auf frischer Tat ertappt“ gemacht habe, doch nicht so für das Thema geeignet wie ich dachte. EDIT:  Okay, doch überredet. Ich lad sie gerade hoch.

Der Point.