Rama VIII Brücke

Als letzten Eintrag bevor ich mich von euch in den Urlaub verabschiede, habe ich hier noch die letzte Station unserer Fototour: Die Rama VIII Brücke. Eine Schrägseilbrücke über dem Chao Phraya, die ich euch schon in diesem Eintrag zeigte. Diesmal stand ich halt auf ihr drauf statt nur unten durch zu fahren.

Die Sonne ging gerade unter als wir aus dem Boot, mit dem wir Richtung Brücke gefahren sind, stiegen:

Forgotten Drink

Dann war es von der Anlegestelle zur Brücke noch ein kleines Stück Fußweg, immerhin war die Brücke nicht zu verfehlen. Ein paar Treppen hoch und schon bot sich einem dieser tolle Anblick:

Rama VIII Bridge

Auch die Aussicht war toll, wir hatten Glück mit dem Wetter – wenig Wolken, schönes Licht und ein zartes Rosa-Orange am Himmel:

Chao PhrayaChao Phraya
The other side

Ein bisschen abstrakter, der Blick nach oben:

Bridge Abstract

Irgendwann gingen dann die Lichter an – sehr hübsch!

Bridge and City Lights

Ähnlich im Hochformat:

Bridge and City Lights

Und einmal ohne Farbe, meiner Meinung nach auch sehr hübsch:

Bridge b/w

Bangkoks China Town

Nachdem wir uns von der Wiese lösen konnten stiegen wir in die Bahn Richtung Innenstadt. Wir wollten nach China Town, um dort ein bisschen Street zu fotografieren. Viel zu erzählen gibt es hier nicht, außer dass ich finde, dass Street Photography auch wirklich sehr viel Spaß macht, wenn man ein bisschen versucht die Hemmungen, Menschen ohne ihre ausdrückliche Erlaubnis zu fotografieren, vergisst. Ich lasse also mal die Bilder für sich sprechen :)

want to buy anything?SaleswomanHaggling MenStreetlifeThe CatWorking Women

Etwas Farbe habe ich aber auch mitgenommen:

JuiceGrapesStreetTukTukAt the roadsidewith both hands fullgreen plastic bag and blue chairCrossing the StreetBalanceChina Town

Noch etwas im Hochkant-Format:

Look up

Und etwas bei dem ich mich nicht zwischen Farbe und s/w entscheiden konnte, was findet ihr besser?

CouplesCouples b/w version

Im Park

Dieser Tag meines Urlaubs – im Sommer 2013 – sollte ganz im Zeichen der Fotografie stehen. Ich traf mich mit einem Freund, der ebenfalls sehr gerne fotografiert an der BTS Chatuchak und von dort aus suchten wir den Eingang in den dort gelegenen Park. Für diesen Teil gibt es nicht sehr viel zu erzählen, außer dass es viel Spaß gemacht hat – endlich wieder eine Ewigkeit vor einem Motiv verbringen, ohne dass deine Begleitung mit Mühe Verständnis versuchen muss aufzubringen, sondern dich tatsächlich und ernsthaft versteht und dabei ebenfalls voll in seinem Element ist. So fotografierten wir eine ganze Weile, jeder für sich, nebeneinander her. Folgendes kam da bei mir raus:

nature vs. architecture
under trees
birdflowerturtlepigeons

Und look at this! Ein Waran, noch dazu ein ziemlich großer, kam aus dem Wasser und lief einfach über die Straße. Obwohl er völlig desinteressiert war, war es trotzdem ein komisches Gefühl mich mit diesem großen Tier auf Augenhöhe zu begeben. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie Warane drauf sind, sie erscheinen mir meistens etwas träge, aber sie sehen auch so aus als könnten sie dir ordentlich was tun, wenn sie wollen ^^ Jedenfalls war nicht nur ich begeistert, sondern auch die Kinder:

waran - snap!waran

Dann gab es noch (nicht so schöne, weiß-graue) Eichhörnchen:

squirrelsquirrel

Und aaaaaaabsolut faszinierend: Einen kleinen Vogel, der für mich aussieht, wie eine Papageienart. Ganz gelassen saß er lange auf der Straße und suchte nach seinem Essen ohne sich von uns zu stören, auch nicht, als wir bis auf einen Meter heran rückten. Schließlich hüpfte er sogar auf den Rücken meiner am Boden sitzenden Begleitung. Faszinierend! Dann flog er aber wieder auf seinen Baum hinauf, putze sich und döste ein bisschen:

parrotparrotparrot

Schließlich hatte ich dann auch noch eine weitere Gelegenheit Libellen zu fotografieren, ich mag sie einfach, es wird nicht langweilig:

dragonflydragonfly

Mal ganz ehrlich – Waran, Eichhörnchen, Schildkröten, Papagei, Libellen… das sind keine Motive, denen man alle paar Tage mal begegnet. Zumindest ich nicht. Ich war also schwer begeistert.
Allerdings war der Vormittag auch ganz schön lang und anstrengend. Wir waren immerhin mehrere Stunden gelaufen, ich mit der kompletten Ausrüstung auf dem Rücken und die Sonne knallte ganz schön. Um uns davon zu erholen setzen wir uns erstmal für zwei Stunden auf eine Picknick-Decke. Ich wollte nie mehr aufstehen….

Zum Schluss noch ein Nicht-Tier:

flow

Libellen-Jagd

flowers

Vor einem Jahr schmückten einzelne Seerosen den See vor dem Haus – mittlerweile war daraus irgendwie ein ganzer Wald geworden. Aber ich bewegte mich nicht wegen der Seerosen gefährlich nah mit meiner Kamera ans Wasser heran, sondern wegen der Libellen. Ich frage mich noch immer, wieso sie dort so wesentlich geduldiger sind als hier in Deutschland, jedenfalls hatte ich alle Zeit der Welt die Tiere zu fotografieren. Auch wenn sie zwischendurch aus dem Bildausschnitt verschwanden – wenig später waren sie wieder da. Leider konnte ich trotzdem nicht näher ran, weil ich sonst hätte schwimmen müssen.

dragonflydragonflydragonfly

Bisher läuft es mit meinen guten Vorsätzen ja so 50/50. Ich mache schon einiges und trotzdem bleibt ziemlich viel liegen. Jetzt ist ja erstmal Wochenende und ich versuche erstmal aufzuholen was aufzuholen geht. Ihr habt mir aber trotz aller guten Wünsche nicht sehr viel Mut gemacht ;) Natürlich war mein Plan diesmal alles besser zu machen auch schon vor fünf Jahren mein Plan und es hat nie geklappt. Aber ich hatte (und eigentlich habe ich auch noch) Hoffnung, dass es vielleicht doch gelingen kann, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Und dann höre ich von euch, es habe sich in sieben und zehn Jahren Studium trotz dieses guten Vorsatzes nie etwas geändert. Aber mal gucken, vielleicht – ganz vielleicht – schaffe ich es ja doch. Oder schaffe es zumindest eine kleine Verbesserung zu erzielen, das wäre ja auch schon was :)

Ein ruhiger Abend

In der Regenzeit sind schöne Sonnenauf- und Untergänge eher selten. Oft ist der Himmel einfach zu sehr mit Wolken verhangen, um in schönen Farben zu erstrahlen. An diesem Abend jedoch hatte ich ein bisschen Glück und draußen war eine rosa Tönung am Himmel zu erkennen.

flowers

Vielleicht hätte ich einen guten Platz zum Fotografieren ausgucken sollen, bevor es in den Wettlauf mit der Zeit geht. Ist irgendwie nicht so ganz leicht in einer reinen Wohngegend mit nichts anderem weit und breit außer kleinen Häuschen und Stromkabeln. So ging ich erstmal Hin und Zurück, knipste ein paar Blümchen…

hungry

… halb verhungerte Streuner (einem wird ganz schön mulmig dabei, sich selbst auf 300mm Brennweite-Distanz auf Augenhöhe mit den Tieren zu begeben und noch mulmiger, wenn sie einem nachzulaufen scheinen, wenn man schon längst wieder aufgestanden ist) …

temple

…versteckte Tempel…

natives

…und landete dann schließlich doch wieder an der Mauer, wo mir letztes Jahr meine Gegenlichtblende auf die andere Seite gehüpft ist.

Leider war es mittlerweile so dunkel, dass die Bilder ziemlich rauschig geworden sind, mir gefällt die Atmosphäre trotzdem ganz gut. So ruhig und entspannt – muss es ja auch sein, so abgeschottet von allem.

Jedenfalls möchte ich gerne versuchen, die Ruhe dieses Tages und dieses Abends wieder aufleben zu lassen. Heute hat das neue Semester angefangen und ich fühle mich schon als könnte ich schon wieder Ferien gebrauchen. Sicher kennt ihr den Spruch „Ich habe solange dann ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe“ und eigentlich müsste dieser Spruch jetzt schon greifen, denn mein Stundenplan ist gut voll und es stehen noch so viele Dinge aus und schwierige, neue Fächer an, dass ein Zeitproblem ab jetzt Dauerzustand ist.

Vielleicht bin ich dann mal endlich soweit, dass ich meine Zeit entweder produktiv mit der Uni verbringe oder wenigstens die Zeit, die ich mir frei nehme effektiv nutze, angenehm gestalte und dann auch richtig genießen kann. Beides zusammen würde gleichzeitig insgesamt bessere Ergebnisse erzielen und mehr Entspannung auf allen Ebenen bringen. Das ist mein Plan. Mein Plan ist: Dieses Semester soll alles besser werden! Das sagt man sich immer und ich werde es definitiv versuchen. Auch was das Fotografieren und diesen Blog anging. Beides hat mir letztes Semester einerseits gefehlt, während ich mich andererseits nicht wirklich zu etwas motivieren konnte und das ist schade, denn ansich ist es der ideale Ausgleich. Also mal gucken, was ich aus dem kommenden halben Jahr raus holen kann! :)

 

Wat Benchamabophit & Wat Saket

Wat BenchamabophitWat Benchamabophit

Glücklicherweise war es bis zum Wat Benchamabophit („Wat“ heißt übrigens Tempel) ein kleines Stückchen, so dass ich in der wunderbar kühlen Luft der Klimaanlage die Autofahrt nutzen konnte, um ein wenig zu verschnaufen.

Der Tempel sieht wirklich schön aus und hat einen tollen, großen Innenhof.

Wat Benchamabophit

Ein Blick in das Innenleben des Tempels – schöne Buddha-Statuen.

Insgesamt hielt ich mich hier aber nicht so lange auf. Es ging dann nämlich auch schon weiter:

Wat Saket / Phu Khao ThongWat Saket / Phu Khao Thong

Zum Wat Saket. Die große Attraktion dieses Tempels ist der „Golden Mount“ – ein weiterer Touristenmagnet Bangkoks. Ich habe es mal wieder versäumt ein Überblicksbild zu machen, aber auf diesem „Typisch Tourist!“- Foto gibt es ja immerhin ein kleines Model, dass einen Eindruck von den zahlreichen Stufen gibt ;) Rauf, rauf, rauf… immer schön die Treppe rauf.

Wat Saket / Phu Khao Thong
Das ist das einzige meiner Bilder, auf denen irgendetwas vom goldenen Berg zu erkennen ist. Sehr frustrierend…ich meine ich klettere mit dem Ziel „Golden Mount“ und fotografiere alles – nur nicht den! Glück im Unglück hatte ich, weil ich drei deutschen Urlauberinnen angeboten habe, sie zu fotografieren und sie im Gegenzug dann ein Foto von mir vor dem Chedi machten. Die hatten es auch irgendwie besser drauf als ich und versuchten „so viel wie möglich“ aufs Bild zu kriegen. Ich hatte halt echt ein Brett vor dem Kopf.

BangkokBangkok

Beziehungsweise hatte ich einfach nur Augen für diese unglaubliche Aussicht!

BangkokBangkok

Kleine Hütten und siffige Gebäude neben hohen, modernen Bauten – ich war fasziniert. Und dann auch noch der Zipfel der Brücke, die ich schon vom Fluss aus fotografiert hatte. Begeisterung pur! Ich habe mich auch an Aufnahmen für ein Panorama versucht, das das mit dem Zusammenbasteln klappt nicht so wirklich. Ich hätte einfach mal daran denken sollen, dass ich ein TELEFON mit Panoramafunktion habe. Aber hinterher ist man ja immer schlauer. Seufz!

Wat Arun & Wat Prayoon

Der nächste Tag begann sehr entspannt – endlich einmal wieder ein bisschen länger schlafen. Um 12 Uhr wurde ich von unserem Fahrer abgeholt, so dass ich noch einmal bei Sonnenschein zum Wat Arun konnte. Ich wollte hochsteigen und den Ausblick genießen.
Die Sonne ließ mich nicht im Stich und knallte wunderbar auf mich herunter ;)

Wat Arun

Der zentrale Prang ist geschmückt mit chinesischem Porzellan und Muscheln. Er besteht aus vier Ebenen. Die zweite, dritte und vierte Ebene werden jeweils von unterschiedlichen Kreaturen „getragen“. Guckt mal hier da erkennt man den Aufbau ziemlich gut. Leider vergesse ich es immer selbst solche übersichtlichen Fotos zu machen >.<

Wat Arun

Zum Glück sind es nicht viele Stufen und der Aufstieg ist nicht anstrengend. Vor allem deswegen nicht, weil man das Ganze automatisch im Schneckentempo in Angriff nimmt. Die einzelnen Stufen sind eher für zweieinhalb-Meter-Menschen gebaut und während die ersten zwei Treppen in ihrer Steigung noch recht human waren, war die letzte Etappe eine eher halsbrecherische Angelegenheit. Die Treppe war nahezu senkrecht.

Wat Arun
Blick auf einen der vier kleineren Prangs.

Wat Arun

So sieht es oben aus. So lange man sich in diesen engen „Gängen“ bewegte fühlte man sich gut geschützt. Aber wenn man an einer Treppe nach unten vorbei ging gab es wieder ordentlich Gruselfaktor.

Wat Arun - scary stairsMonk at Wat Arun

Aber Gruselfaktor verbindet. „So scary!“ sagte mir einer, der oben neben der Treppe stand, runter schaute und schnell wieder zurück trat und sich gegen den festen Stein lehnte.
Und als ich ein wenig darüber lachen musste, wie eine Frau etwa einen halben Meter neben einer der abgesperrten (!) Treppen stand und sich verkrampft mit einem Arm an der Mauer festhielt und den anderen ausstreckte und versuchte die Treppe runter zu fotografieren, sagte sie mir „It’s the maximum I can do!“

Ich konnte sie gut verstehen und viel mehr schaffte ich auch nicht. Bei meinen Fotos die Treppe runter war ich selbst auch sehr vorsichtig, da ich ja nicht den Rest meines Urlaubs mit einem gebrochenen Bein zu Hause bleiben wollte. Wobei, wenn ich da runter gefallen wäre, …

Wie haben die Leute das damals gemacht? Das Geländer an der Treppe ist doch sicher eine moderne Verbesserung für die Sicherheit? Waren das damals alles Klettermaxe? Bran Starks? :D

View from Wat ArunView from Wat Arun

Aber ich fotografierte was das Zeug hielt, für diesen Ausblick lohnt sich so ein Aufstieg definitiv! Neben den Blick runter auf Bangkok und Blick hoch zum Tempel fotografierte ich auch noch recht zahlreich allein Reisende und Pärchen. Und dann ging es an den Abstieg – und der ist definitiv viel gruseliger als der Aufstieg!

Wat Prayoon

Dann ging es noch kurz zum benachbarten Wat Prayoon. Das war sehr… entspannt. Also im Gegensatz zum Touristenauflauf beim Wat Arun war hier ziemlich tote Hose. Ein paar Arbeiter und sonst nichts. Gab ja auch nicht so viel zu sehen und man durfte nicht mal das kleine Stück rauf, so dass man direkt davor stand und die Leiter hätte hoch fotografieren können.

Ich besuchte an dem Tag noch zwei weitere Tempel. Aber ich teile den Eintrag hier mal besser auf :)

Kleine Bangkok Tempel-Tour

Am nächsten Tag fand sich eine andere Gruppe bereitwilliger Menschen, die mit mir eine kleine Tempeltour planten. Erst war ich etwas enttäuscht, denn die Tour fing aus gerechnet beim Wat Phra Kaew an. Das ist der Tempel mit dem „Smaragd-Buddha“ der eigentlich aus Jade ist. Hier ist auch der Grand Palace – und beides habe ich bereits einmal abgelaufen, an einem sehr sehr heißen Tag. Meine Motivation hielt sich in Grenzen, aber es wurde dann doch noch ganz interessant. Über ein paar Connections kamen wir in einen Ausstellungsraum, der wohl nicht für die breite Touristenmasse bestimmt ist. Zumindest sah ich außer uns nur eine geführte Gruppe Japaner. Jedenfalls gab es hier Schmuckstücke, Kleidungsstücke, Waffen (verschiedene Schwerter), Orden, Münzen aus früheren Epochen zu bewundern. Außerdem wurden die verschiedenen Gewänder des Smaragd-Buddha, der je nach Jahreszeit „umgezogen“ wird, vorgestellt. Leider durfte man hier keine Fotos machen!

Es ging dann raus und glücklicherweise war es im Gegensatz zu meinem letzten Ausflug hier her ziemlich schattig. Ich liebe die Sonne, aber wenn man ein paar Stunden durch die Hitze wandert ist irgendwann auch mal gut ^^

Flowers

Ich fotografierte erstmal Blümchen…

Wat Phra Kaew
Wat Phra Kaew

Und dann auch ein bisschen vom Rest.

Schließlich gingen wir in die Halle, wo der Smaragd-Buddha ausgestellt war. Allerdings durften wir das Ganze über den Hintereingang betreten und waren so abgetrennt vom Rest der Leute. Das hatte den Vorteil, das alles sehr ruhig war und den Nachteil, dass man den Smaragd-Buddha nur von hinten sehen konnte. Machte auch keiner Anstalten noch einmal vorne rum reingehen zu wollen. Die Thais sind wohl nicht so auf Gucken aus, sondern waren glücklich, dass sie die Chance hatten in persönlicherer Atmosphäre beten zu können. Ich hätte schon noch gerne einen Blick von vorne gehabt, aber da man hier eh nicht fotografieren darf war es dann auch nicht so tragisch. Vor der Halle, standen dann viele Leute, die versucht haben durch die Eingänge in die Halle hinein zu fotografieren und so ein Bild von der berühmten Buddha-Statue zu ergattern. Ich hätte es auch versucht, wenn ich das Tele mitgenommen hätte. Aber das hatte ich leider nicht gemacht – um eben diese Extras wie Besuch in den Ausstellungsräumlichkeiten/Eingang in die Halle von hinten zu ergattern, hat man mich überredet das „große“ Equipment zurück zu lassen, um nicht so touristisch zu wirken.

Wat Pho

Nach dem Wat Phra Kaew gingen wir noch zum Wat Pho. Erst natürlich in die Halle mit dem berühmten liegenden Buddha. Aber der Tempel hat ja noch mehr zu bieten, die Außenanlage ist zum Beispiel sehr hübsch gestaltet.

waterfall and fishes

Dieses Foto habe ich nur mit dem Handy gemacht. Es sollte ein bisschen schnell gehen, denn es fing gerade an zu tröpfeln. Wir stellten uns also unter. Ich fand, der Himmel sah nicht gut aus, aber meine Begleitung meinte, das hier sei nur ein kurzer Schauer. So schien es zunächst auch und deswegen setzten wir uns ins Boot um den Chao Phraya zu überqueren und auf der anderen Seite den Wat Arun (ihr habt ihn in meinem letzten Eintrag aus der Perspektive vom Fluss schon gesehen) zu besichtigen.

Little Boat on Chao Phraya River

Leider fing es in dem Moment an zu schütten. Und wenn ich sage „schütten“, dann meine ich das auch so! Das Foto oben ist auch nur schnell mit dem Handy entstanden bevor ich lieber auch das in Sicherheit brachte – denn das Boot sorgte nicht gerade für Schutz vor dem Wasser, das plötzlich überall war. Trotz zunehmenden Wellengangs kamen wir aber sicher auf die andere Seite und flüchteten erstmal unter ein Dach. Dort standen ein paar Bänke und wir setzten uns und zogen die Füße hoch, um sie nicht dem herein schwappenden Wasser auszusetzen. Ich weiß nicht, warum wir uns bemühten, wir waren ohnehin schon absolut nass. Aber solche Abenteuer nimmt man eigentlich auch gerne mit :D Nach einer kleinen Ewigkeit ließ der Regen etwas nach und wir trauten uns hinaus endlich den Wat Arun von nahem zu sehen. Wir hatten tragbare Pfützen an unseren Füßen kleben.

Den Phra Prang (dieses große, steinernde Ding, das man von weitem sieht und die erste Assoziation mit „Wat Arun“ ist) sahen wir allerdings nur von unten. Die Treppen waren ziemlich steil und der Himmel imme rnoch recht verhangen, also wollten wir den Aufstieg jetzt lieber nicht in Angriff nehmen, eine gute Aussicht hätten wir ohnehin nicht gehabt.

Wat Arun

Also besuchten wir lieber nebenan die Ordinationshalle („Bot“) und ich fotografierte noch ein paar Blümchen.

Die waren nämlich neben den Tempeln ansich meine Hauptattraktion ;) und gibt es deswegen noch einmal im Stapel querbeet durch alle Tempel:

Flowers

Der Rest in bunt:
FlowersFlowers
FlowersFlowers

Kleine Bangkok Sightseeing Tour

Nach dem Siam Square stand ich tagsdarauf recht früh auf, denn es hatte sich jemand bereit erklärt eine kleine Sightseeing Tour mit mir zu starten. Denn, man glaubt es kaum, nach all den Jahren mit regelmäßigen Thailandbesuchen: Von Bangkok kannte ich kaum etwas.

Also fuhren wir zuerst im Auto bis zum Parkhaus einer Skytrain Station. Mit dem fuhren wir der Bequemlichkeit wegen weiter. Skytrain war ich mittlerweile schon einmal gefahren und doch trotzdem wieder enttäuscht, denn die Fenster sind (vermutlich gegen die Sonne) mit einem engen, schwarzen Raster versehen. Nicht mal Rausgucken macht da wirklich Spaß, fotografieren wohl erst recht nicht. Skytrain ist dennoch ein Erlebnis, dass man in Bangkok wohl mindestens einmal mitgemacht haben sollte. Preislich auch sehr günstig.

Along the Chao PhrayaAlong the Chao Phraya

Mit dem Skytrain fertig setzten wir uns in eines der Boote und planten erst einmal eine entspannte Fahrt bis nach Nonthaburi. Das liegt ein Stückchen nördlich von Bangkok. Unterwegs gab es also viel Zeit die Fahrt zu genießen – ich bin zuvor noch nie per Boot über den CHao Phraya geschippert! – und zwischendurch ein paar Fotos zu machen.

Wat Arun
Entlang des Chao Phraya gibt es einige Sehenswürdigkeiten zu bewundern – hier der Wat Arun, der Tempel der Morgenröte.

Rama VIII Bridge
Die Rama VIII-Brücke führt über den Chao Phraya, also fahren wir unter durch.

In Nonthaburi angekommen sucht mein Tourguide ein Tuk Tuk, wir finden aber keins. Stattdessen setzen wir uns jeweils in eine kleine Fahrradriskscha und lassen uns quasi einmal um den Block fahren. Sehr witziges Erlebnis, denn die Herren erreichen teilweise schon ein ordentliches Tempo. Weiter wollten wir in Nonthaburi aber eigentlich gar nichts machen und fuhren dann auf dem Chao Phraya den gleichen Weg zurück.

Wieder im Herzen Bangkoks wurde ich über einen kleinen Markt auf dem etliche Buddha-Anhänger etc verkauft wurden am Wat Phra Kaew vorbei geführt (den kannte ich ausnahmsweise eh schon von innen) und nach einigen weiteren Minuten Spaziergang in der Hitze Thailands tauchten wir ab:

Flower MarketFlower Market

Auf dem Blumenmarkt wurden Schnittblumen aller Art verkauft. Es ist eine ziemliche Farben- und Duftexplosion. Das bunte Treiben habe ich einmal in S/W bearbeitet – ich fand dies passend, um den Blick auf die Menschen zu lenken, die dort werkeln.

FlowersFlowers

An ein paar bunte Blumenfotos komme ich aber nicht vorbei :)

Fabric Market
Die nächste Station war ein Stoffmarkt. Hier gab es nicht nur fertige Kleidungsstücke, sondern auch zahlreiche Stoffballen zu kaufen. Auf diesem Markt war es sehr beengt. Die kleinen Wege zwischen den Verkaufsständen boten manchmal kaum Platz für eine Person (vor allem wenn sie mit dickem Fotorucksack unterwegs war) und wenn zwei aneinander vorbei wollten oder jeman dzu überholen gedachte, wurde es ein ganz schönes Gedränge. Nur an manchen Ecken schien überhaupt ein bisschen Tageslicht durch die überdachten Stände hindurch. Auch das machte das Fotografieren nicht einfacher, aber aufregender! :)

China Town
Raus aus dem Stoffmarkt gingen wir noch ein Stückchen weiter, bis wir mitten in China Town standen.

Temple in China Town

Angestrebt hatte mein Tourguide einen kleinen Tempel, den ich eigentlich weniger interessant fand. Ich finde die Thai-Style Buddha viel hübscher und so fotografierte ich nur wenig und nutzte die Ruhe des Tempels lieber für eine kleine Pause, die ich gut gebrauchen konnte.

Auf dem Rückweg kamen wir dann doch noch dazu einmal Tuk Tuk zu fahren. Ich bin schon einmal Tuk Tuk gefahren, dass ist lange her und außerdem nicht mitten auf Bangkoks verrückten Straßen. Diesmal aber schon und wir hatten einen jungen Mann als Fahrer, der sich als ziemlicher Raser herausstellte! Ich habe Fotos nur mit dem Handy gemacht, weil mir das Wühlen im Fotorucksack unter diesen Fahrbedingungen zu riskant war ;) Es hat aber viel Spaß gemacht und so stiegen wir dann am Bahnhof Hua Lamphong aus und in die U-Bahn ein.
Ich würde behaupten, in Bangkok fährt man mit der U-Bahn sehr sicher. Die Gleise sind mit einer Glasfront abgesperrt (wie ich es aus Frankreich kenne) und sitzt man dann in der Bahn verkündet eine Durchsage bei jeder Station „Mind the gap between train and platform“ – obwohl die Lücke vielleicht maximal 10 Zentimeter beträgt und allenfalls ein Kleinkind sich verfangen könnte. Aber von denen habe bei all meinen U-Bahn Fahrten ohnehin kein einziges gesehen.

Am Ende landeten wir noch in einem Einkaufszentrum, wo wir bei Fuji (<3) lecker Sushi essen gingen. Damit war dann die Tour für diesen Tag beendet :)

Siam Square

Es ist schon so lange her und inzwischen ist schon so viel passiert. Mittlerweile bin ich wieder in Deutschland und bin, wie es ausieht, direkt im Herbst gelandet. Eicheln und Kastanien und Berge von Herbstlaub auf dem Boden. Ein eiskalter Wind, auch wenn die letzten Tage zum Glück wenigstens die Sonne schien.Ich bin auch schon wieder mitten drin im Getümmel, möchte mir aber trotzdem ein paar Minuten nehmen, endlich meine Urlaubserlebnisse nach und nach zu bloggen!

Die Fotos aus diesem Eintrag sind auf dem „Siam Square“ entstanden. Ein ziemlich berühmter Platz im Herzen Bangkoks. Ein Verkehrsknoten der abenteuerlichsten Sorte: Breite Straßen, hohe Fußgängerbrücken, Skytrain Station. Gesäumt von einem riesigen Einkaufszentrum nach dem nächsten.

Bevor ich an diesem Tag alleine hier fotografieren war, hatte ich mich schon einmal mit zwei Freundinnen hier getroffen und sie haben mich einmal kurz durchgeführt. Sehr kurz, denn danach ging es auch weiter zum Backen in die Khao San Rd. beziehungsweise eine Seitenstraße. Und außerdem habe ich mehr zu geschaut als mitgebacken, aber es war sehr schön :) Nun jedenfalls bevor ich selbst dort war, hatte ich mir schon einen kurzen Überblick verschafft, über das was ich gerne fotografieren wollte: Nicht die Einkaufszentren, sondern die Straße. Und am allerliebsten die Leute.

Siam Square - TrafficSiam Square - Traffic

Die Straßen habe ich ausreichend fotografiert, weit öfter als diese zwei Bilder es erahnen lassen. Aber es ist einfach wirklich faszinierend, da verfällt man schnell ins Knipsen. Ich habs sie schon so oft gesehen – aber diese vielen bunten Taxis. Sind sie nicht genial!? Und mit ein bisschen Gruselfaktor wird auf Bangkoks Straßen auch nicht gespart – aber sieht dieser eine Verkäufer nicht absolut wagemutig aus, wie er seinen kleinen Wagen an der riesigen Meute, die gierig auf GRÜN wartet, vorbei schiebt?

Siam Square - RainSiam Square - Rain
Siam Square - Rain

Um die Menschen kümmerte ich mich erst als es zu regnen anfing. Aber ich bilde mir ein, dass sie meine Fotos interessanter machen. Am Anfang stellte ich ich mich noch unter und beobachtete, wie die Verkäuferin ihr – teilweise bereits zerfetztes – Regencape überzog und sich sonst weiter nicht beeindrucken ließ. Ich wollte eigentlich ausharren und weiter Fotos machen, ich stand schließlich unter Dach und würde hoffentlich weitestgehend trocken bleiben. Pustekuchen! Als sich die Fußgängerbrücken zusehends leerten, weil alle die konnten ins Einkaufszentrum flüchteten, gingen mir erstens die Fotomotive aus und zweitens merkte ich: Trocken war nicht mehr, ich war längst gut nass! Also schnell selbst die Flucht angetreten. Der Wind blies so ordentlich, dass Dach nichts half, weil das Wasser von allen Seiten kam. Im Einkaufszentrum, von der Klimaanlage angepustet, wurde es dann auch noch ganz schön frisch. Brrr!
Als der Regen entwas nachließ und ich mich wieder auf die Straße traute, sah ich auch wie andere schließlich ihre Schirme spannten und sich durch die Pfützen kämpften. Es war ein Fotoparadies, aber leider hatte ich viel Zeit mit Warten im Einkaufszentrum verschwendet und langsam war es Zeit weiter zu gehen… für die nächsten Tage gab es ein Sightseeing-Programm!