Mein Fenster steht offen

Ich weiß noch, als die Nuss hier war und wir von all der Lernerei dröhnende Köpfe bekommen haben – da war es einerseits eine Wohltat das Fenster zu öffnen und andererseits eine Bibberpartie. Tief in die Decken mussten wir uns verkriechen und trotzdem haben wir es nie länger als 20 Minuten ausgehalten.

Und jetzt?

Mein Fenster steht weit offen. Nur meine Beine stecken unter der Decke und friedlich tippe ich hier vor mich hin – und das nun schon seit einer Stunde. Es ist überhaupt nicht kalt. Aber wunderbar frisch. Ich genieße die leichte Brise die von Zeit zu Zeit mein Zimmer erfüllt und den Teil des Sonnenuntergangs den ich von hier aus sehe. ^^ Und wie die Vögel zwitschern – ganz laut.

Als wäre es schon Frühling.

Bitte, bitte, lass es jetzt tatsächlich so sein. Ich will nicht, dass es noch einmal schneit. Ich will wieder T-Shirts anziehen und ohne Jacke aus dem Haus.

Der Point.

Die Welt da draußen

Ich stehe auf und mir geht’s beschissen. Ich gehe ein paar Schritte, unsicher, fast ungewollt, ja, heute ist nicht mein Tag. Unter die Dusche, es wird etwas besser, bleibt aber unschön. Denn ich weiß, dass noch viel Arbeit ansteht, so ungewollt, wie die Schritte, die mich in den großen Tagesrhythmus gebracht haben. Umkehr aber unmöglich.

Dann blicke ich aus dem Fenster: Nebel.
Und so dick der Nebel ist, so befreit fühle ich mich plötzlich.
Oder es wäre ein solcher Blick: Rauschender Regen, kräftiger Sturm.
So ungestüm wie das ist, so leicht und beherrscht werde ich.
– Brandet draußen das Chaos, wird meine kleine Welt schöner.

Und ich weiß selbst nicht genau, warum. Vielleicht ist es einfach das Gefühl, die eigenen Probleme angesichts der allumfassenden Natur plötzlich viel kleiner sehen zu können. Vielleicht ist es das Gefühl, die Welt draußen im Wandel zu sehen und zu begreifen, dass man nie im Unglück stecken bleiben wird, weil man selbst Teil dieser wandelnden Welt ist.
Was auch immer es ist, es rettet mich vor so manchem Sonntag.

Die Nuss

Verfluchtes Spiel mit Kursiv

Haha, endlich ein obligatorischer Winterpost, nachdem ich Euch mit meiner zweideutigen Herbstbeschreibung hoffentlich schon ein wenig an die warmen Öfen locken konnte.

Für morgen war Schneefall angekündigt. Das fiel mir gerade wieder ein, so musste ich auch gleich einmal beim (aktuellen!) Wetterbericht gucken. Nope. Also nein, kein Schnee, nicht mal bisschen weißer Staub ist angekündigt (wobei, wird weißer Staub überhaupt angekündigt?), stattdessen nur Wolken. Toll.

Wolken können lustig sein, zum Beispiel im Sommer, wenn man auf der Wiese liegt und…halt! Eigentlich will ich Winter haben, jetzt, also Wolken, die lediglich als Schneetransporter dienen und besagte Wiesen zu deftigen Schneeflächen werden lassen.

Ich bin übrigens deshalb zusätzlich gefrustet, weil es heute ein klein wenig hagelte. Okay, Hagel ist eigentlich bescheuert und anstengend und hart und rieselig, aber immerhin ist er schneeig genug, um nebst Weihnachtsdeko in den Straßen gute Winterlaune zu machen und eben auch verdammt gut dafür geeignet, fiese Erwartungen zu wecken. Aber wir wissen ja: Nein.

Somit läuft es also wieder auf die obligatorische Tagesschau hinaus, die mit ihren eher detailarmen Wetterkarten gewiss erneut falsche Hoffnungen wecken wird!

Die Nuss

Wunderbar

Wunderbar, es wird Herbst.

Es ist verdammt kalt. Ich will das Haus nicht mehr verlassen, lieber drinnen sitzen, nur noch drinnen sitzen, wie isoliert. Dann Wünsche nach Duftkerzen, dann Wünsche nach kuschligen Situationen mit kuschligem Soundtrack, dann plötzlich dazwischen wieder Wärme. Eine Hand greift zwischen Sterne.
Und es riecht nach Zimt.
Irgendwo geht die Tür auf und Holz wird herumgetragen. Niemand friert, jeder freut sich.
Ja, Vorfreude.

Wunderbar, es wird endlich Herbst.

Die Nuss

Was treibt euch so…

im Sommer an?
Ist es der Sonnenschein? Ist es die Atmosphäre, die Stimmung, die Möglichkeiten, die sich so bieten. Habt ihr Zeiten im Jahr, in denen ihr besonders kreativ seid, also vielleicht gerade im Sommer? Wieso? Ist es vielleicht ein gemeinsames Unternehmen mit einer Person, die euch sehr wichtig ist (♥), das euch zufrieden und aktiv werden lässt?
Ja, anhand der vielen Fragen seht ihr ja, wie komplex das eigentlich lockere Thema doch werden kann.

Ich mag etwa die ausgelassene Atmosphäre. Ob es die gute Laune der Menschen ist, die sich am Sommer erfreuen, oder die Freiheit, weniger Beschränkungen setzen zu müssen. Klar, zwar muss oft der Rollo runter, damit in meinem Dachzimmer nicht plötzlich gegrillt wird, aber andererseits kann ich meine Hemden wieder rauskramen, auch Abends ohne dicke Klamotten umherstreifen und mich an Gegrilltem erfreuen. Und sofern es kein vollgerammeltes Schwimmbad ist, ist auch ein Ausflug ins kühle Nass nicht verkehrt.
Sonderlich kreativ bin ich hingegen nicht. Da liegt meine Stärke eher in den ruhigen, vielleicht sogar etwas gedämpften Zeiten. Absolute Stille morgens, vielleicht sogar Nebel, ein warmer Tee oder das Ganze, wenn draußen der Regen gegen die Fenster prasselt. Schreibatsmosphäre ist also auch kuschlige Schmuseatmosphäre, wenn man es so sehen will.

Also, wie sieht’s bei euch aus?

Die Nuss

Die Sache mit der Sonne

„Traurig sein hat keinen Sinn, die Sonne scheint auch weiterhin“

Nun ja, wer würde da auch traurig sein? Schließlich scheint sie ja, die Sonne.
Und wer, bitte, würde auch versuchen, daran etwas zu ändern?

Der Sommer nahm keinen wirklich sommerhaften Anfang.
Es regnete viel, die Sehnsucht wurde größer und größer. Sonne war so langsam mehr als nur angebracht.
Und irgendwann, irgendwann war sie einfach da, lächelte geradezu vehement auf uns alle hinab. Lächelte und lächelte, hörte gar nicht mehr auf, so sommerlich war es geworden!
Aber schon bald waren Klagen zu hören. Es sei so heiß, man freue sich richtig auf ein Gewitter, auf Regen, eine Abkühlung eben.
Plötzlich war der ersehnte Sonnenschein dann doch unerwünscht, oder einfach nur zu stark?

Wie sieht ihr das?
Ist euch der Sommer in seiner Intensität recht? Wollt ihr erst gar keinen Sommer, oder lediglich einen angenehmeren, ja, vielleicht sogar humaneren Sommer?
Ich meine „das ist ja grad die Schweinerei, die Sonne scheint, als wäre nichts dabei“.

Die Nuss

Ein typischer „Finally“-Artikel

Finally.

Es ist Frühling geworden!
Also zumindest verhält sich das Wetter ausnahmsweise einmal so, das heißt, konsequent Wärme, sanfter Wind und natürlich Sonne. Vogelgezwitscher in der Luft, offene Fenster und situativ gesehen rosige Aussichten.
Allerdings gibt es da noch gewisse Hiobsboten wie etwa „wetter.de“, die schonungslos offenbaren, dass bald wieder Regen ansteht. Regen, also das fallende nasse Zeug, das ich vor einigen Tagen noch begrüßt habe, weil es das potentiell nasse fallende weiße Zeug endlich weggewaschen hat.

Würde ich für Planungen nicht unbedingt einen verlässlichen Wetterservive brauchen, wäre es mir schon recht, würde mich das Ding einfach gnadenlos bescheißen und damit hoffen lassen: Kein Regen für gut sechs Tage lässt doch den aktuellen Sonnenschein noch mal ’nen Tick heller und wärmer werden.

Aber hey, vielleicht bescheißt mich der Wetterservice ja  tatsächlich! Dann ist es zwar blöd auf der einen Seite, weil damit gewisse Planungsvorhaben gerne umsonst gestrichen werden, aber andererseits natürlich klasse, wenn man beim Aufstehen überraschend keinem Wolkenmeer sondern einer blauen weiten Fläche gegenüberliegt (mein Fenster macht es btw. möglich!).

Die Nuss