[22/365] Sommertag <3

 

[22/365]Aus den EXIF: Kit | 51mm | f/5.6 | 1/640s | ISO 100

Bin auf dem Heimweg noch einen kleinen Schlenker gefahren und hab dabei das hier geknipst. So wenig Motivation wie ich an dem Tag hatte, finde ich das Ergebnis doch relativ akzeptabel. Eigentlich wollte ich die letzten Tage auch ganz viel Bloggen, damit ich zum Monatsende wieder aktuell bin, aber das wird glaube ich nichts, muss weiter langsam aufgeholt werden. Genauso mit den Blogkommentaren, da quillt mein Feedreader schon wieder über, obwohl ich meine erste Kommentarrunde noch gar nicht bei allen beendet hatte xD

[21/365] Popeliger Schnappschuss vs. hochwertige Komposition? – Nein danke!

[21/365]Aus den EXIF: Joghurtbecher | 50mm | f/1.8 | 1/100s | ISO 400

Das Tagesfoto wurde ziemlich offensichtlich mal wieder nach dem Prinzip “anders als der Rest” ausgewählt, haha. Keine Ahnung, ob das eine gute Idee war, aber nun gut. Ich möchte heute mal wieder etwas abschweifen, nicht nur von den aktuellen Fotos oder meinem Tag erzählen. Das Thema das jetzt folgt ist für mir schwer zu benennen und meine Gedanken diesbezüglich auch noch nicht so strukturiert… ich weiß also selbst auch noch nicht so genau, wo das hinführen wird. Aber wir werden sehen :Dstreetway

Ich bin in einem Forum angemeldet, in dem es nicht um Fotografie, sondern um ein ganz anderes Thema geht. Trotzdem gibt es im allgemeinen Smalltalk-Bereich, den fast jedes Forum ja hat einen Thread, in dem sich über Fotografie ausgetauscht wird. Dieser Thread besteht seit mehreren Jahren, nennt sich “Eure schönsten Fotos” und beinhaltet neben vielen ganz unterschiedlichen Bildern und den Kommentaren dazu auch zum Beispiel technische Fragen, weil wir uns dort einig geworden sind, dass ein allgemeiner Fotothread (ohne Bilder, nur für Diskussionen) nicht nötig ist.

Nun, wie das in einem Forum, welches sich nicht hauptsächlich mit Fotografie beschäftigt, so ist, gibt es Phasen da ist in diesem Thread mal mehr mal weniger los. In letzter Zeit eher weniger und so habe ich vor kurzem mal wieder ein paar Thailandbilder gezeigt und in die Runde gefragt, wo denn alle anderen hin sind. Tagsdarauf wurde ein neuer Thread eröffnet mit dem Titel “Eure schönsten Urlaubsfotos” und da war plötzlich ganz viel los, viele Leute, die ich in dem anderen Thread nie gesehen hatte, zeigten auf einmal ihre hübschen Urlaubsbilder. Ich kam mir leicht veräppelt vor und machte den Vorschlag die beiden Themen zusammenzulegen.

Das wurde als keine gute Idee empfunden. Man fühle sich in dem anderen Thread nicht wohl, man fotografiere im Urlaub ja keine Kompositionen, mit seinen popeligen Urlaubsbildern kriege man neben den ganzen hochwertigen Bildern doch leicht Minderwertigkeitskomplexe, man wolle sich nicht für technisch mangelhafte Fotos rechtfertigen müssen usw. Mir klappte fast die Kinnlade runter. Zumal diese Rückmeldung durchaus von mehreren Personen kam. JA, ich habe auch manchmal das Problem, dass ich mich und meine Fotografie mit anderen Leuten im Netz vergleiche. Das ist so, weil Fotografie mein großes Hobby ist. Ich nicht nur Fotos, sondern auch den Prozess des Fotografierens mag. Ich besser werden will und vielleicht irgendwann mein Taschengeld damit aufbessern möchte. Das hindert mich aber nicht daran meine schönsten Fotos zu zeigen. (Nicht jedes Foto, das ich dort zeige ist übrigens eines meiner allerschönsten Fotos, ich bin da nicht so streng – da kommen auch “meine schönsten Fotos von heute” rein ;D ) Und JA, es gibt diese Situationen, da reicht es nicht wenn man nur mit Kompaktknipse fotografiert und es nicht gut ist, wenn man nicht weiß wie Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert zusammenspielen. Zum Beispiel wenn man als alleiniger Fotograf eine Hochzeit begleitet oder wenn man seine Fotografien als großes Poster verkaufen möchte. Aber das ist definitiv nicht der Fall in diesem Internetforum und in diesem einen Fotothread. Ja, da kommt auch mal konstruktive Kritik in Form von nett gemeinten Verbesserungsvorschlägen. Vor allem wohl auch, weil manche Leute, wie ich, gezielt danach fragen oder ihre Postings mit “Ich habe ne neue Spiegelreflex gekauft, probiere jetzt damit rum und muss mich erstmal einfinden” einleiten… Aber wenn man solche Kommentare nicht möchte, kann man doch aber entweder das kurz erwähnen oder seine allgemeine Position einmal klar machen oder einfach entsprechende Anmerkungen ignorieren. Meistens merkt man doch aber als Mensch, der kommentiert, eh mit welcher Absicht ein Bild gepostet wurde und reagiert entsprechend. Also: Was spricht dagegen einfach Urlaubsfotos von hübschen Urlaubsorten auch in diesem Thread zuzeigen?

Schönheit liegt doch eh immer im Auge des Betrachters. So manch abstrakte Kunst mit der Tausende von Euros gescheffelt werden kann ich auch nicht verstehen, während mich schon viele Kinderzeichnung länger und tiefer beschäftigt haben. Wer zieht denn die Grenze zwischen “popeligen Urlaubsschnappschüssen” und “hochwertigen Kompositionen”!? Ich bestimmt nicht. (Nur um Missverständnisse vorzubeugen: In meinem Gedanken-Wortsalat gibt es auch Schnappschüsse. Manchmal sogar die Kombination “Popeliger Schnappschuss” aber garantiert ohne Generalisierung Schnappschuss=schlechtes Bild, Anwendung der Drittel-Regel=gutes Bild). Das tun aber offensichtlich die Leute, die sich auf der popeligen “Seite” sehen und sich nicht zu den “guten” Sachen trauen. Ich finde das albern. Ich finde, das ist eine künstliche Grenzziehung, die unnötige Distanz schafft, denn im wichtigsten Punkt sind wir doch alle gleich: Wir mögen hübsche Sachen für die Augen. Und trotzdem wird hier Distanz geschaffen, nicht nur auf Fotoebene (ich meine, ich sehe ja jetzt erst in diesem Urlaubsfoto-Thread, was mir bisher an Augenschmaus entgangen ist, weil das zuvor niemand posten wollte), sondern auch auf menschlicher. Ich wurde ziemlich angemault, weil ich diesen Standpunkt deutlich vertreten habe. Erst fand ich es einfach nur nicht fair, dass ich in meinem geliebten Thread so alleine gelassen wurde, meine Urlaubsfotos so links liegen gelassen wurden. Dann war ich aber einfach fassungslos was für ein Hintergrund da eine Rolle spielt. Ich finde das so schade. Nur eine Person hat das auch richtig nachvollziehen können, von anderen kamen dann Kommentare wie “Ich will mich nicht mit Selbstbewusstsein wappnen müssen, nur um zu zeigen, wo ich im Urlaub war”. Ganz ehrlich, aber das hat doch alles nichts mehr mit Fotos und Fotografie zutun. Warum muss man sich mit Selbstbewusstsein “wappnen” wie mit einem Panzer gegen Schwerthiebe?

Das Thema ist innerhalb des Forums geklärt. Es ist jetzt kein reiner Fotothread mehr (so à la hier die billigen Urlaubsbilder, da die Fotos mit goldenem Schnitt und aufwändiger Nachbearbeitung), sondern einfach ein allgemeiner Urlaubsthread. Mit Reiseberichten. Und Fotos. Da bin ich ja voll dabei. Ich hoffe nur, dass jetzt im Fotothread nicht jeglicher Text ausbleibt ;) Trotzdem beschäftigt mich das Thema weiter… und ich frage mich: 1. Wie viele Hobbyfotografen sind dort, die gerne ihre Bilder zeigen würden und vielleicht auch gerne eine dritte Meinung dazu hätten, sich aber nicht trauen und deshalb nicht den Austausch bekommen, den sie gerne hätten? Wie viel Wissen und wie viel Spaß entgeht einem dort? Und 2. vor allem: Wie viele tolle Bilder entgehen mir, weil viele Leute sich in keiner Fotografenschublade sehen (oder sich maximal als Gelegenheits- und Handyknipser verstehen) und daher ihre Bilder nur ausdrücklich dort zeigen möchten, wo sie entweder von vornerein als “popelig” oder als nebensächlich klassifiziert werden!?

 

[20/365] Grillabend im Park

[20/365]Aus den EXIF: Joghurtbecher | 50mm | f/4.0 | 1,6s | ISO 200

Relativ spontan fand ich mich zum abendlichen Grillen eingeladen. Zwar würde ich hier einfach mal die Kamera mitnehmen, aber ein Back-Up Foto wollte ich dennoch haben. Vor meinem Fenster zwitschern ja ständig irgendwelche Vögel rum, nur wenn man sie fotografieren will verstummt plötzlich alles und sie sind weg. Sie kommen auch nicht wieder und wenn man noch so lange wartend, still und verkrampft am Fenster ausharrt. Erst wenn man aufgibt, den Objektivdeckel aufsetzt und gerade den Rücken zum Fenster dreht sind sie dann wieder da. Ha Ha Ha. Sehr witzig. Unten seht ihr zwei echte Glücksfälle, wobei Nr. 1 noch durch die Scheibe entstanden ist.

Auf dem Tagesfoto seht ihr die TUHH, direkt gegenüber vom Park, wo wir vor uns hingemampft haben.

birdbird

[19/365] Glück am Wasser

[19/365]Aus den EXIF: Joghurtbecher | 50mm | f/3.2 | 1/400s | ISO 250

Die Sonne ging mal wieder bereits unter als ich mich endlich dazu aufraffen konnte mich meinem Tagesfoto zu widmen. Neben den typischen Blümchen (die mir allmählich zum Hals raushängen) gab es glücklicherweise noch diesen hübschen Ausblick aufs Wasser. Ich suchte dann zwar noch nach einem besseren Motiv, scheiterte aber. Aber neuer Tag, neues Glück ;)

flowerflower

[18/365] Details einer Feder

[18/365]Aus den EXIF: Makro | 100mm | f/4.5 | 1/100s | ISO 250

Egal wie früh ich anfange mich fertig zu machen, am Ende sind die letzten 20 Minuten doch immer super hektisch und das Haus wird in aller Eile verlassen. Kriege ich die Bahn noch? Bin ich noch pünktlich? Pünktlichkeit ist mir zugegebenermaßen sehr wichtig und ich selbst bin immer lieber etwas zu früh als zu spät da… in diesem Fall wurde es dann aber leider doch später, weil ich kurz vor Aufbruch noch kein Tagesfoto hatte, aber sicherlich länger als bis Mitternacht weg sein würde. Glück für mich, dass ich ein paar Tage zuvor eine Feder aufgelesen hatte, die mir nun als Last-Minute-Objekt dienen konnte. Vor dem Licht der untergehenden Sonne sieht es auch gar nicht mal so langweilig aus.

feather

[17/365] Schmetterling und Schwarz-Gelb

[17/365]Aus den EXIF: Tele | 300mm | f/5.6 | 1/1250s | ISO 500

Gerade ist der Bildschirm meines Laptops die einzige Lichtquelle im Raum. Obwobl ich die Bildschirmhelligkeit gerade runter gedreht habe krabbelt noch immer das ein oder andere Viechzeugs vor meiner Nase herum und nervt. Kühle Nachtluft weht durch das geöffnete Fenster ins Zimmer und ich fühle mich gerade irgendwie ganz melancholisch, so im krassen Gegensatz zu den farbigen, lebendigen Bildern hier herade.

Der Tag an dem sie entstanden war schon relativ weit fortgeschritten und ich hatte eigentlich nur wenig Hoffnung, noch was Schönes zu fotografieren, als mich plötzlich etliche geduldige Hummeln umschwirrten. Bienen gab es auch, aber die waren weniger ruhig und folglich um einiges schwieriger zu fotografieren. Schon auf dem Rückweg begegnete mir dann noch dieser Schmetterling, der es auf das Tagesfoto geschafft hat. Ich finde ja, Schmetterlinge in freier Wildbahn sitzen selten irgendwo mal länger ruhig, falls sie sich denn überhaupt mal setzen. Dieser hier verbrachte aber durchaus schon ein paar Sekunden am Stück an derselben Stelle, bevor er schließlich davon flog. Keine fotografische Meisterleistung aber doch der Dokumentation würdig. So hatte der Abend doch noch ein paar gute Überraschungen für mich übrig.

Ich ging nach Hause und stellte dort verwundert fest, dass wirklich viel Zeit vergangen war. Mir kam das alles überhaupt nicht lange vor. Ich war in meinem Element und im Gegenteil, eigentlich bleibt doch irgendwie auch ein bisschen die Zeit stehen, wenn man mittels Fotografie den Moment so einfriert… der Flügelschlag eines Schmetterlings ist plötzlich eine Ewigkeit. Solange bis man weiter scrollt ;)
grasspoppysnail

bumble beebeebumble bee

[16/365] Itsy Bitsy Spider

[16/365]Aus den EXIF: Makro | 100mm | f/5.0 | 1/250s | ISO 1000

Uuuah, schon wieder Spinnen! Es tut mir auch ein bisschen Leid, aber irgendwie sind es doch ziemlich geduldige Tiere, wenn es ums Foto geht. Die hocken einfach in ihrem Nest und bewegen sich relativ wenig, so zumindest dieses Exemplar. Allerdings war sie wohl nicht begeistert, dass ich irgendwann mit der Sprühflasche ankam und sie ein bisschen betröpfelte. Wusstet ihr, dass sie sofort anfangen sich zu putzen, wenn sie nass werden? Total hektisch fangen sie plötzlich an die Tropfen loszuwerden. Hier war dann doch relativ viel Glück im Spiel, aber mit Tropfen waren die Bilder einfach ein bisschen spektakulärer als ohne. Ich frage mich, was die machen wenn es regnet? Sich ununterbrochen versuchen das Wasser aus den Augen zu wischen?^^
spiderspider
Jedenfalls musste ich dann an den Reim mit der Spinne denken xD Und die Itsy Bitsy Spider gibt es ja echt in allen möglichen Sprachen! Habe gerade die Thai-Version entdeckt. Oder wieder entdeckt? Sie kommt mir so bekannt vor… und jetzt stöber ich mich durch Youtubevideos von kleinen Thai-Kindern, die das Lied versuchen zu performen…hach :D Alles Teil perfektionierter Prokrastination.. wie sie im Buche steht. Denn eigentlich sollte ich längst auf dem Weg an die Uni sein, um dort ein paar Sachen zu erledigen. Die Motivation mich dahin zubegeben ist aber leider wahnsinnig gering…spider

[15/365] Apostelkirche

[15/365]Aus den EXIF: Kit | 21mm | f/5.0 | 1/320s | ISO 100

Letztens musste ich bei der Busstation Apostelkirche aussteigen im Anschluss aber direkt weiter. Ich war relativ schwer bepackt und es war meine letzte Chance für ein Tagesfoto. Was macht man da, wenn man da in einer ziemlich langweiligen Straße steht? Man fotografiert diese Straße einmal runter, man schaut sich die Hausfassaden an, man dreht sich um… und stellt plötzlich fest, dass es wohl einen Grund haben muss, dass die Busstation Apostelkirche heißt. Glück gehabt. Wenn die Fotos an sich langweilig sind, ist es nicht schlecht, wenn das Motiv ein bisschen was hermacht. Da kommt einem ein Stück alte Architektur doch ziemlich gelegen.

streetred door

[14/365] Blume und Gedanken zum Thema Facebook

[14/365]Aus den EXIF: Makro | 100mm | f/2.8 | 1/30s | ISO 640

Viele von euch machen ja auch selbst Fotos. Und ich bin sicher einige von euch sind auch bei Facebook&co unterwegs. Ich würde gerne mal die Frage in den Raum stellen, wie ihr das eigentlich so handhabt? Die Rechtslage bezüglich der bei Facebook hochgeladenen Bilder kann man ja nun wirklich  nicht als transparent beschreiben. Was für Rechte werden nun an wen abgetreten und was hat das für einen Hobby- oder auch professionellen Fotografen für Folgen? Ich versuche es jedenfalls immer so zu halten nur möglichst wenig “künstlerisch wertvolle” Bilder hochzuladen und auch dann nicht in voller Auflösung. Ganz will ich nicht drauf verzichten, denn mir gefällt z.B. ein schönes Titelfoto auf meiner Pinnwand.

Ansonsten findet man bei mir eigentlich nur ein paar dokumentierende Schnappschüsse (Tendenz fallend) und Links zum Beispiel auf den Blog, dann mit einer kleinen Miniaturvorschau eines Fotos. Das Ding ist – wer klickt da schon drauf? Auf Facebook sind die Leute ja vorderrangig auch “Facebooker” und nicht Blogger. Die wenigstens klicken, glaube ich, auf externe Links. Es ist ja wesentlich einfacher bei Facebook das Album anzuklicken, so werden die Eindrücke schnell aufgenommen und genauso schnell sind “Likes” vergeben. Denke ich daran, will ich zunächst auch und fühle mich wie in einer Zwickmühle, weil ich mich was die Rechte und so angeht ja noch irgendwie unsicher fühle.

Aber wenn ich genauer darüber nachdenke, ist das alles irgendwie doch nicht so erstrebenswert. Ja, eigentlich ist mir das sogar ein bisschen suspekt alles. Klar, da wird man plötzlich dank Facebook als großer Fotograf anerkannt, aber… von wem eigentlich? Von Leuten, die die Bilder eben husch-husch überflogen haben? Meiner Meinung nach sind die Eindrücke nämlich nicht nur schnell, sondern auch nur oberflächlich aufgenommen. Den Eindruck habe ich ja selbst hier auf meinem Blog manchmal. Wenn ich dann mal blogge, gerate ich oft so in Fahrt, dass gleich eine ganze Fotowelle auf euch zu kommt. Eigentlich zu viel, um das auf einmal zu verarbeiten. Denn eigentlich will ich ja, dass meinen Bildern mehr als nur eine halbe Sekunde beim Durchscrollen gewidmet wird. Das kann ja bei der Größe mancher Facebook-Alben nicht hinkommen. Entweder wird sich da nur wie wild über die Pfeiltasten durchgeklickt (und zwischendurch mal auf “Like”) oder nur die Übersicht wird überflogen und dann wird gleich das ganze Album mit einem “Daumenhoch” versehen. Eigentlich wünsche ich mir eine andere Art der Auseinandersetzung mit meinen Bildern.

Und da frag ich mich an dieser Stelle auch, wie denn so große Alben zustande kommen? Ich erinnere mich noch an so richtige, altmodische Fotoalben. Die hatten immer so ihr Thema “Kind Nr. 1 – von der Geburt bis zur Einschulung” zum Beispiel und da kamen dann die ausgewählten Stücke rein. Gut, das Fotografieren an sich lief auch schon sehr viel sorgfältiger als in unserem digitalen Zeitalter, aber die Gestaltung der Alben war eben noch mal eine Klasse für sich. Auch heute gibt es ähnliches ja noch heute. Für das Binden von Fotobüchern, sucht man sich auch seine Lieblinge aus. Fürs Scrapbooking erst recht. Und zum Bloggen bemühe ich mich ja auch eine vernünftige Auswahl zu treffen. Bei Facebook scheint bei von vielen Leuten keinerlei Selektion zu erfolgen. Selbst Leute, von denen ich mal behaupte, dass sie wirklich richtig gute Fotografie machen, laden etliche Bilder “doppelt” bzw nur mit minimalen Veränderungen (ich meine, man kann eine Rose fünfmal fotografieren und fünfal anders aussehen lassen, das ist kreativ und dann bitte auch alle fünf Bilder zeigen – aber was will ich mit fünf Bildern wo die einzige Variation es ist, dass die Kamera zwei Zentimeter nach links geschwenkt wurde?) oder wirklich unspektakuläre Bilder hoch. Wird da denn überhaupt nicht gefiltert? Gegen Langeweile? Gegen ein Absenken des Gesamtniveaus? Das sind ja nicht nur reine Erinerrungsschnappschüsse zur Dokumentation, sondern promoten ja auch irgendwie den Fotografen. Ich meine, im Rahmen meines 365-Projekts lade ich ja auch viel Schrott hoch, aber das ist eben im Rahmen dieses Projekts. Wieso setzt man sich mit seinen Bildern vor dem Upload nicht ein bisschen genauer auseinander, wählt sorgfältiger aus. Ohne Projekt im Nacken, kann man es sich doch erlauben, sich ein wenig genauer auf die Finger zu schauen.

Also: Wie steht ihr zum Thema Fotos/Rechte/Facebook? Was, wie und wie oft findet man eure Bilder auf Facebook und anderen Social Networks?

[13/365] Erdbeer-Blubber

[13/365]Aus den EXIF: Makro | 100mm | f/2.8 | 1/250s | ISO 800

Ziemliche 0815 Idee, aber die Resultate gefallen mir ganz gut. Genutzt habe ich ein Weinglas (weil die von unseren Gläsern noch am durchsichtigsten sind), Sprudelwasser, ein weißes Papier für den Hindergrund, eine Handytaschenlampe für die Beleuchtung, eine Erdbeere vom Bauern und einen langen Schaschlik-Spieß, um die Erdbeere ein bisschen in Position zu halten.

strawberrystrawberry