Hamburg Blue Port

Als es dunkel wurde, konnte man langsam immer besser die vielen blauen Leuchtstäbe erkennen, die an allen Möglichen Dingen angebracht waren: dem Turm, der Elbphilharmonie, den Schiffen, den Brücken, den Kränen…. leider stellte ich dann auch fest, dass mein neu gekaufter Fernauslöser Zicken hatte (beziehungsweise die Batterie nicht mehr wollte!?) … und dann begann das Feuerwerk. Ich war noch völlig durcheinander… und dann stimmte die Brennweite nicht und dann störte das Licht der Reklame (Moin Hamburg und Ciao Hamburg) und die Schiffe fuhren ungünstig vorbei und überhaupt gab es nicht so viel Feuerwerk wie gedacht… Das nächste Mal brauchen wir unbedingt wieder einen anderen Standpunkt xD

fireworkfireworkfireworkharbour lightsharbour lightsharbour lightsharbour lights

Ich hab mich dann irgendwann auf die anderen Lichter konzentriert und mich an …eh.. künstlerischer Unschärfe versucht. Na ja egal. Es gibt ja noch genug andere Feuerwerke ^^ Wir blieben noch kurz und machten uns dann auf den Rückweg, weil wir beide gerne nach Hause wollten… allerdings war das leichter gesagt als getan. Die S-Bahn Station Landungsbrücken erreichte ihre Kapazitätsgrenzen. Es war super eng, alle wollten IHRE Bahn… na ja. Irgendwie haben wir es dann auch noch geschafft… konnten gerade noch vor Abfahrt reinspringen und die Leute ein bisschen zurecht schieben, damit wir auch noch Platz hatten. Patrizia stieg dann aus während ich stehen blieb wo ich war und mir meinen Mentholstift unter die Nase hielt. In vollen, stickigen Bahnen rettet der mir echt immer das Leben…

Tja. Und dann hat es ne Weile gedauert, bis alles bearbeitet war ^^

Bei Patrizia lief es ähnlich. Ihr Blogeintrag zur zweiten Hälfte des Tages ist auch erst seit kurzem online.

Hamburger Cruise Days

Hamburg, du Perle! Man kann es einfach nicht anders sagen. Selbst im großen Gedränge als wir, nun wieder bepackt mit unseren Stativen und Jacken, an den Landungsbrücken ausstiegen und uns stöhnend auf den Weg zu unserem zuvor ausgekundschafteten Aussichtspunkt machten… immer wieder musste ich daran denken, wie schön diese Stadt doch ist. Und zu sehen, wie andere ebenfalls begeistert von ihr sind… Touristen von irgendwo her und waschechte Hamburger, die ihre Stadt einfach lieben. Irgendwie lässt dieses Gefühl doch das Herz höher schlagen :D

So saßen wir dann irgendwann endlich dort, wo wir geplant hatten zu sein und ließen die Stunden verstreichen. Das war dort wesentlich angenehmer als auf dem Hafengeburtstag … es hat nämlich nicht geregnet. Und wir konnten sitzen. Und weil es warm genug war, konnte ich meine Jacke auch als Sitzpolster benutzen und die Schuhe ausziehen. Patrizia und ich sind trotzdem immer wieder ind Tagträume verfallen… da gab es bequeme Liegestühle, einen Gertränke-Service, Snacks gereicht, Fußmassagen von hübschen Jungs, gute Musik… tja, man kann nicht alles haben :D

Also fotografierten wir lieber ein bisschen rum…

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Da war sie nun also wieder die MSC Magnifica und präsentierte sich den vielen, vielen Leuten, die ihr zu jubelten. Und dann wurde es auch endlich langsam dunkel…!

[33/365] Inselpark in Wilhelmsburg

[33/365]Aus den Exif: Makro | 100mm | f/8.0 | 1/320s | ISO 250

Vor nicht allzulanger Zeit fand in Wilhelmsburg die Internationale Gartenschau statt. Ich wollte immer hin, hatte aber nie Gelegenheit. Außerdem wäre das auch irgendwie Geldverschwendung gewesen… na ja, jetzt wird da jedenfalls viel umgebaut und es gibt nicht mehr so viele Sachen wie vorher. Aber das ist okay. Wir sind ohnehin nicht weit in den Park vorgedrungen…

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Tatsächlich waren wir noch nicht einmal richtig drin als uns an einem kleinen Flecken grünen Wildwuchs diese entzückenden Schwebfliegen aufhielten :D am witzigsten fand ich, wie sie zwischendurch einfach – so wie sie waren – kurz umher geflogen sind, um sich dann wieder zu setzen. Keine Sekunde haben sie voneinander gelassen xD

Außerdem gab es dort Sonnenblumen und Marienkäfer…
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Wir rafften uns dann aber doch noch auf. Unterwegs zum nächsten Blumenbeet begegneten wir einem Mann, welcher dort mit drei jungen Frauen stand. Die eine war das Model, dann gab es eine Visagistin und die dritte war wohl sowas wie Managerin oder so xD zweite Hand. Und dieser Mann hatte eine Kamera. Und Objektive. Und seine Objektive… das waren einfach monströse Geräte. Dicke, große, schwere L-Kanonen. Ich fands ein bisschen übertrieben, für mich schien die Szene nicht so als bräuchte man so ein Geschoss, um sie vernünftig zu fotografieren. Die Managerin musste auch ständig mehrere Meter zurücklegen, damit die Kommunikation erhalten werden konnte, weil Fotograf und Model einfach soweit voneinander entfernt standen… Solche Objektive… das verstehe ich eher bei so Wildlife-Sachen, wenn man da in seiner selbstgebauten Hütte sitzt und darauf wartet, dass wilde Tiere sich annähern :D Keine Ahnung… natürlich wollte ich trotzdem mal gerne probieren wie das denn so ist XD tja.. muss ich wohl noch “bisschen” sparen.

Na ja und da saßen wir dann vor unseren Blümchen, mit unseren kleinen Makroobjektiven und fotografieren Bienen und Hummeln und anderes Insektenzeugs.insectbeebeebee
Ehrlich gesagt… ich bin ziemlich begeistert von diesen Bienen! *_* Ich hab mich trotzdem wieder mal dazu entschieden nicht sie als Tagesfoto zu wählen… denn wenig später sichtete Patrizia DIE Alternative: Eine Libelle! Und wenig später waren da noch einige mehr. Und von der geduldigen Sorte, wie ich sie aus Thailand kenne. Begeisterung!! Wir haben uns echt wie die Kinder gefreut xD und hielten uns SEHR lange an diesem Blumenbeet auf…

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Sorry, das waren jetzt echt viele T_T ich konnte mich einfach nicht trennen…

Wir gingen dann noch ein Stückchen tiefer in den Park, dort gab es aber nicht mehr viel und es war auch schon Zeit wieder umzudrehen und unsere Sachen aus der Uni abzuholen. Mehr dazu im nächsten Eintrag.

Den Blogeintrag von Patrizia findet ihr übrigens hier.

Ein Treffen in Hamburg :)

Mensch, schon wieder eine halbe Ewigkeit nicht mehr gebloggt. Inzwischen hat das Adminzentrum von WordPress schon wieder sein Outfit geändert. Zumindest gibt es jetzt einen neuen, schnieken Editor. Gefällt mir, glaube ich, ganz gut.

Es ist relativ viel passiert in den letzten Tagen. Aber wenig Interessantes für den Blog und auch keine wirklich umwerfenden Bilder. Aber davon erzähle ich dann, wenn es soweit ist. Erst muss ich euch von meinem Tag in Hamburg berichten. Das war Samstag der 2. August und Patrizia war dabei! Glücklicherweise konnte sie sich noch eine Runde Urlaub nehmen, um sich mit mir für die anstehenden Hamburger Cruise Days zu treffen. Außerdem haben wir uns halt länger wieder nicht gesehen und das war doch ganz schön mal wieder ^^

Da waren wir also im wunderschönen Hamburg zum Fotografieren und mich verschlug es erstmal wieder zur Uni… aber keine Sorge, wir waren nur da, um unser Gepäck ein wenig zu erleichtern: Stativ, Jacke & co wurden dort frecherweise im Schließfach gebunkert. Und dann setzten wir uns in die S-Bahn nach Altona, um dort die Gegend und die Sicht auf den Hafen genauer auszukundschaften.

Nur wenige Meter aus dem Bahnhof raus sichtete ich links diesen Brunnen. Und bevor ich 1,1km am Stück zur Elbe laufe, ohne irgendwie anders produktiv zu werden, schlug ich vor, unsere Kameras doch hier warm laufen zu lassen.
fountain
Nun, das Ergebnis ist jetzt nicht so wahnsinnig überzeugend, aber was soll’s ;)

Es ging dann relativ zügig weiter und wir suchten einen Weg die Böschung runter zum Dockland. Von meinem ersten und bislang letzten Besuch dort wusste ich, dass der Weg nach links erst relativ spät von Erfolg gekrönt sein würde und so gingen wir einfach mal nach rechts. Dort begegneten wir dieser verschlossenen “Höhle” – und wirkte dann etwas wie eine Gefängniszelle. Nur halt um Leute aus- statt einzusperren…cellHeute ist mir richtig bewusst geworden, was für eine Ziege mein Sigma-Weitwinkel eigentlich ist. Das war ja schon immer eher das Objektiv, mit dem ich weniger fotografiert habe. Und mir war auch klar, dass es die Ränder relativ stark verzeichnet im Gegensatz zu meinen anderen Objektiven. Aber heute ist mir bewusstgeworden WIE heftig das ist. Und vor allem auf der linken Bildseite wesentlich stärker als auf der rechten. Und ich hatte die Gelegenheit ein Bild, welches nahezu identisch mit einem von Patrizia ist, damit zu vergleichen… und bekam einen gnaz schönen Schock, als ich feststellte, dass ich wohl ein richtiges Montagsmodell habe. Mal gucken, ob ich da noch irgendwas dran machen kann. Allerdings..ich kenn mich ja… mein Makro liegt auch schon seit einer Ewigkeit mit kaputtem Fokus bei mir rum >.<

harbourAuf dem Dockland stellten wir fest, dass die MSC Magnifica die Sicht momentan so sehr versperrte, dass wir nicht ahnen konnten, was wir alles im Sucher haben würden, selbst wenn sie dann auslaufen würde. modelWir gingen also weiter am Wasser entlang und suchten uns ein anderes nettes Plätzchen.
buildingIm Anschluss gingen wir Richtung S-Bahn Landungsbrücken, wo wir direkt in eine Horde Polizisten (zu Fuß und zu Pferde) und eine bewegliche Wand Menschen hinein liefen…
policepoliceIch musste dann erst mal am Hauptbahnhof zu Subway was essen xD ich war so hungrig ~.~ danach setzten wir uns in die S-Bahn Richtung Wilhelmsburg. Mehr dazu im nächsten EIntrag!

[32/365] Natur im Zimmer

[32/365]Aus den Exif: Makro | 100mm | f/3.5 | 1/6s | ISO 250

Der Freitag vor einer Woche war ganz schön stressig und so fing der erste August eher suboptimal an, was die Fotografie betrifft. Diese Nase bis oben voll mit Unizeugs und ein geplanter Fotoausflug am nächsten Tag – da musste kurz vorher noch möglichst viel geschafft werden und das Tagesfoto kam etwas zukurz. Glücklicherweise hatte ich noch etwas trockenes Pflanzenzeugs im Zimmer herum liegen, so dass ich mich noch einmal auf der abstrakten Ebene ausprobieren konnte. Erst fand ich das doof, im Nachhinein finde ich es aber ganz schick. Außerdem habe ich die Vergleichsmöglichkeit zu dem was für einen Schrott ich diesen Samstag produziert habe :( … aber darüber denke ich lieber erst wieder beim entsprechenden Beitrag dazu nach :D

1. Juli-Rückblick

Jetzt blicke ich zum zweiten Mal auf den ersten Projekt-Monat zurück. Letztes mal war es der Oktober, diese Runde habe ich etwas eher im Jahr angefangen und so spreche ich nun über den Juli.

Der Juli ist insgesamt fotofreundlicher als der Oktober, ich möchte das mal so behaupten. Noch sind die Tage relativ lang und auch um 21 Uhr muss man noch nicht zur Nachtfotografie wechseln. Es ist nicht ganz so kalt, nicht ganz so regnerisch. Ich finde, dass zeigt sich auch in den Fotos. Bis auf vier Bilder sind alle draußen entstanden, es gibt viel Grün, viel bunt, nur insgesamt drei Bilder in schwarz/weiß. Zwischendurch hatte ich zwar immer das Gefühl, gegen die Blümchen ankämpfen zu müssen, damit sie nicht Überhand nehmen, aber eigentlich sind es ja gar nicht so viele geworden. Hab ich den Kampf wohl gewonnen ;) Verhätnismäßig hoch ist allerdings meiner Meinung nach der Anteil an Tieren: Ich hatte eine Schwebfliege, Schwäne, Spinnen, Libellen, Schmetterlinge und Kaninchen. Das gefällt mir eigentlich ganz gut. Dafür sind aber die Selbstportraits zu kurz gekommen.
Große Fails, sind im Gegensatz zum Anfang meines ersten Projekts, glücklichweise ausgeblieben. Leider hielt sich auch der Einsatz etwas Besonderes zu machen, weit weg zu fahren etc. in Grenzen. Da habe ich mir letztes Mal mehr Mühe gegeben. Aber ich hatte eben auch in der Klausurenphase nicht so viel Zeit für solche Großprojekte. Im August ist auch eher nicht damit zu rechnen, das setze ich also lieber erstmal für den September an :)

Es gibt ein zwei Dinge, die mich diesen Monat sehr beschäftigt haben und ich deshalb gerne noch ansprechen will:

1. Ich bin mein größter Rivale.
Man kennt das ja, wenn man seine Bilder im Internet zeigt. Die wenigsten tun das ganz ohne irgendwelche Erwartungen. Am liebsten haben wir es natürlich, wenn wir Menschen damit erreichen, sie sich mit dem Bild auseinandersetzen, kommentieren. Die Bilder finden sie im besten Fall entweder oder geben hilfreiche Kritik. Man vergleicht sich ganz automatisch mit all den anderen Bildern, die es gibt: Wer bekommt mehr Aufmerksamkeit? Mehr Lob? Auch wenn man bemüht ist, sich von diesen Gedanken zu befreien, sich nicht dafür zu interessieren wie viele “Likes” ein Bild jetzt hat… einfach so eben abstellen lässt sich das eben auch nicht. Auch wenn ich längst nicht genug “Scheiß drauf!”-Attitüde entwickelt habe, bemühe ich mich doch, mich nicht davon beeinflussen zu lassen: Ich weiß, meine Fotografie ist vielleicht nicht so originell wie die ganzen aufwändigen Conceptuals, die ich offen anhimmel, und auch nicht so magisch wie DAS Portrait da, mit dieser unglaublichen emotionalen Tiefe in den Augen des Models… aber was solls. Es gefällt mir eben auch das kleine Blümchen zu fotografiere und den letzten Regen in Form von Wassertropfen zu dokumentieren.
Als viel problematischer empfinde ich das ständige Vergleichen mit meiner eigenen Vergangenheit: Es kann nicht sein, dass mein erstes 365 besser lief als die zweite Runde. Die Bilder jetzt müssen mehr Einsatz zeigen. Müssen vielfältiger sein. Müssen technisch besser und inhaltlich kreativer sein. Gegenüber meiner eigenen Vergangenheit darf ich nicht nach lassen, muss mindestens genauso viel leisten und im Idealfall eine sichtbare Verbesserung zeigen. Immerhin habe ich das Projekt schon einmal gut gemeistert, es gekonnt. Es wäre ein zu großer Rückschritt, wenn ich jetzt “versagen” würde… und das ist ganz schön schwierig, denn viele Back-Up-Ideen und Last-Minute-Photo-Spots wurden eben schon aufgebraucht….Wo ist der Raum für (komfortable xD) Steigerung!?
Immer wieder öffne ich die Projektalben auf Flickr (1&2) und vergleiche den Gesamteindruck, die Menge “guter” und “schlechter” Fotos, die Menge der Fotos draußen und drinnen, Einsatz oder Last-Minute, Dokumentationswert ja oder nein… Ich ziehe Bilanz…mehrmals täglich und bin entweder betrübt oder “ganz zufrieden” und kann einfach nicht loslassen.

2. Auswahlprobleme.
Ich hatte mehr als beim letzten Mal fast jeden Tag das Problem, dass ich mich einfach nicht für ein Tagesfoto entscheiden konnte. Es war oft ein scheinbar unlösbares Problem, so dass ich mir relativ oft Hilfe holen musste. Dabei will ich eigentlich selbst entscheiden, was ich so gut finde, dass es Tagesfoto wählen soll.
Probleme habe ich jetzt z.B. auch damit meine Favoriten für diesen Monat auszuwählen. Das muss ich aber unbedingt tun, denn am Ende des Jahres ist dies der kürzeste Rückblick und der einfachste Weg Stolz auf das Erreichte zu wecken. Also los…:

Meine Favoriten im Monat Juli:

[2/365] [3/365] [12/365] [13/365]

[26/365] [27/365] [30/365] [31/365]

Am meisten Fotoliebe verspürte ich aber an diesem Tag auf dem Feld.

[31/365] Abstraktes

[31/365]Aus den EXIF: Makro | 100mm | f/2.8 | 1/30s | ISO 100

So langsam aber sicher holte mich die Realität ein: Die Zeit lief mir davon! Abends nur schnell in den Garten und irgendein Bild gesucht, das nicht die klassische Blume zeigt. Und so habe ich mich für etwas Abstraktes entschieden. Aber damit wäre der erste Monat geschafft! Und ich hänge mit dem Bloggen nur noch 9 Tage hinter her :D

[30/365] Kleine Hoppelchen im Grünen

[30/365]Aus den EXIF: Joghurtbecher | 50mm | f/3.2 | 1/125s | ISO 640

Nach einem langen Tag in der Bibliothek wollte ich mich noch mit einer Freundin treffen, die ich jetzt ein paar Wochen nicht sehen werde. Wir holten uns ein paar leckere Fruchtshakes und setzten uns dann in den Park. Es ist so verrückt, dass Planten un Blomen direkt gegenüber von unserer Uni ist. Vor Beginn des Studiums habe ich mir vorgenommen hier oft fotografieren zu gehen. Hier gemütlich zu lernen, Hausaufgaben zu machen, meine Freistunden zu verbringen. Das habe ich alles nie gemacht. Und ich habe es auch in zwei Jahren Studium nie geschafft hier ein bisschen mit meinen Freunden abzuhängen. Irgendwie ging es immer von der Uni direkt nach Hause und egal wie lang die Freistunden waren, waren sie doch zu kurz um die Straße zu überqueren. Und schließlich gibt es im Park keine Steckdosen.

Nun waren wir aber da. Und keine 100 Meter drin, sah ich sie: Super süße kleine Kaninchen. Leider hatte ich nur das 50mm dabei, aber ich wollte trotzdem schauen, was möglich war. Immerhin saß da eine ganze Bande und mümmelte seelenruhig vor sich hin. Die waren sicherlich an Menschen gewöhnt, schließlich gingen die ganze Zeit nur fünf Meter weiter auf dem Weg ständig welche vorbei. Also schlich ich mich an. Langsam, vorsichtig, leise… und plötztlich hörte ich hinter mir ein Bellen und ein großer Hund kam angebraust und fing an die Kleinen zu jagen :/ Wieso hat man den nicht an der Leine!! Kann ich nicht verstehen. Er hetzte sie quer über die Wiese und die Chance auf ein süßes Tagesfoto war damit erst einmal vorbei.

Wir chillten auf einer anderen Wiese etwas weiter vor uns hin und als wir langsam begannen zu frieren, weil sich die Sonne versteckte, ging es zurück. Und da waren sie wieder! Eine neue Chance, die ich auf keinen Fall vermasseln wollte. Ich kam ziemlich nah ran, aber einen gewissen Sicherheitsabstand wollten sie dann doch haben und hoppelten immer wieder ein paar Schritte weiter, sobald ich näher kam. Aber das ist okay. Ich freu mich trotzdem, sie sind so niedlich :Dcutie

Ich hab das mit dem Auswählen fürs Tagesfoto übrigens immer noch nicht drauf. Mittlerweile gefällt mir grad das andere schon wieder besser. Diese Augen <3 Das sanfte Grün… aber bei dem, was ja Tagesfoto geworden ist, war eben noch ein zweiter Hüpfer und Blümchen und so…. grmpfn.

[29/365] Bibliothek

[29/365]Aus den EXIF: Joghurtbecher | 50mm | f/2.2 | 1/200s | ISO 200

Langsam wurde die Zeit echt knapp. Es war und ist so viel zu tun. Da ich zu Hause nicht wirklich produktiv war, verabredete ich mich mit einer Freundin in der Bibliothek unserer Uni, damit wir beide an unseren Hausarbeiten werkeln konnten.

booksbooks

Und das Foto ist am Tag darauf vor der Uni entstanden, aber es passt bisschen besser in diesen Eintrag. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wofür diese Fahne steht… Gay Pride!? :Dflag

[28/365] Bei Sonnenuntergang auf den Feldern

[28/365]Aus den EXIF: Joghurtbecher | 50mm | f/3.5 | 1/200s | ISO 100

Ich hatte langsam wirklich die Nase voll von Insekten und Blümchen aus dem heimischen Garten. Das sollte mein erster 365 Monat sein? Nein!
Und trotzdem saß ich am Montagabend den 28.7. wieder da und hatte noch kein Foto. Ich befürchtete schon das Schlimmste, aber als ich dann den Fuß vor die Tür setzte war ich seltsam motiviert. Also schwang ich mich aufs Fahrrad und… hatte plötzlich einen Regentropfen im Gesicht. Oder nicht? Ich hatte mir das doch bestimmt nur eingebildet! Ich fuhr los und das Wasser vom Himmel wurde immer mehr. Ich dachte nur: This can’t be happening. Tatsächlich führte ich erst Selbstgespräche und anschließend auch böse Streitgespräche mit dem dunkler werdenden Himmel.

Das schien zu wirken. Irgendwann hörte es auf zu tropfen.
cowcowcowcowcowcowIch fotografierte Kühe und hoffte noch auf ein paar Pferde, als ich am Himmel einen Heißluftballon sichtete. Den wollte ich haben!
hot-air balloonhot-air balloonskyIch trat ordentlich in die Pedale, um den Ballon in den Rücken zu nehmen, damit er gemeinsam mit der Sonne auf ein Bild konnte. Irgendwie klappte das alles nicht so ganz wie gewünscht, weil der Ballon kein so schön heller und rot-bunter war wie der meines letzten Projekts, sondern so dunkelblau. Aber da waren ja noch mehr am Himmel! Auf die machte ich auch noch Jagd wurde aber immer wieder abgelenkt.

Von noch mehr Kühen. cowsunUnd von einer wunderschön untergehenden Sonne.
sunsunIch war total aufgewühlt und emotional xD Die Welt kann so schön sein. Ich liebe die Fotografie dafür, dass sie mir den Blick für diese Schönheit öffnet.. mein Herz schlug dann noch Purzelbäume, als ich sie wunderschön über einem Maisfeld untergehen sah und vor diesem Feld, wie es der Zufall wollte, ein… Dingens war, auf das ich hinauf klettern wollte, um einen Blick über die Maisfelder hinweg werfen zu können. Das war leicht problematisch, weil davor alles zugewachsen war, teils mit Brennesseln, und das Ding ziemlich hoch. Aber Kamerazeugs drauf abgestellt und dann ein bisschen Kraft zusammen genommen und dann ging das schon. Tja, und da hatte ich da nun eigentlich die mega Aussicht aber ein paar ungünstig stehende Bäume. Und natürlich das bekannte Problem mit dem Gegenlicht. Ich wünschte die Kamera könnte das alles so festhalten, wie das Auge die Szene sieht. So muss man ja immer in der Nachbearbeitung versuchen die Helligkeit im Bild auszugleichen und das ist mir nur mäßig gelungen.
fieldDa stand ich also auf dem Ding. Zur einen Seite das Maisfeld, zur anderen Seite direkt an den Bahngleisen. Und da stand auch noch ein bisschen, weil ich hoffte, es würde mal ein Zug vorbei fahren. Hätte ich mal auf meine Bahn-App geguckt, das wäre schlau gewesen. Tat ich aber nicht. Also sprang ich nach ungefähr einer Viertelstunde auf dem Ding beherzt runter, setzte mich wieder auf das Fahrrad, fuhr ungefähr zwei Meter und hörte dann den Zug… aaargh! Ernstens war ich jetzt ja nicht mehr auf der richtigen Höhe und zweitens war meine Kamera ja gerade aus und die Einstellungen noch auf Himmel! Hastig versuchte ich den vorbeirauschenden Zug noch zu erwischen… leider mehr schlecht als recht, deswegen auch kein Foto davon :D

Ich fuhr dann weiter, erhaschte noch einen Blick auf etwas Feldarbeit, dann doch noch Pferde und schließlich eine streundende und leider sehr fotoscheue Katze.
fieldfieldhorsestractorUnd dann ging es nach Hause. Mit ganz, ganz vielen Glückshormonen in mir drin. Auch wenn im Nachhinein die Fotos gar nicht so umwerfend sind… ich freue mich sehr, dass ich draußen war und dass ich so viele schöne Sachen sehen konnte und nicht wieder bei Blümchen und Insekten gelandet bin.
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