Kleine Gedichtesammlung

Als meine Freunde und ich vor ein paar Wochen gemeinsam auf dem Sofa saßen und uns Thailand noch einmal in Form eines Quatsch-Gedichts durch den Kopf gehen ließen, war mir plötzlich danach, meine Erlebnisse mal wieder in Worten statt in Bildern zu verarbeiten.
Bevor das mit der Fotografie angefangen hat war ich ja mehr der Mensch für Kurzgeschichten und hin und wieder auch für Gedichte. Irgendwie war es ganz nett das mal wieder neu zu entdecken, einzelne Momente und das grobe Konzept der damit verbundenen Gefühle irgendwie in Worte zu fassen.
Und da ich die Ergebnisse dieser spontanen Aktion nun auch jetzt noch ganz okay finde, dachte ich mal, ich kann sie vielleicht auch mit euch teilen. So beim Durchlesen wurde dann auch noch einmal eine Kugel angestoßen und es kam wieder neues dazu, was nicht mehr so eng mit Thailand zu tun hat, aber jetzt trotzdem auch noch hier seinen Platz finden soll :)

~*~

Fester Boden unter Füßen,
und dies Land, es will mich grüßen,
mit Armen kühl-vertraut,
in mir wird die Sehnsucht laut.

Nach Anderswo, weg von hier,
und am liebsten ja mit dir,
in der Sonne lachen,
endlich Schluss mit Sorgenmachen.

Fernweh ist nicht, was ich meine,
Heimweh ist, weshalb ich weine,
Heimat in der Ferne liegt,
immer wieder Sehnsucht siegt.

***

Ewigkeit ist nichts
für hier, wollen wir träumen
wie Quallen schmerzen

***

Zueinander finden
kostet Kraft, du hilfst mir
den Schlüssel zu suchen

***

Schöne Zeit kann nicht nur Traum sein,
manchmal scheint mir: aber doch.
Dann sehe ich mir Bilder an
und sehne nach fernem Land.
Wo die Straßen staubig sind
und die Sonne Lieder singt.
Wo das Meer die Sinne weckt
und Leben mehr als Leben ist.

***

Befreit singen wir
laut das Lied der Helden
Die Nacht lauscht gespannt

***

Hundert Flötenspieler
auf den Lippen sind wir uns
im Herzen so nah

***

Lautes Pochen als es seine Arbeit tut,
hütet sein Geheimnis gut,
wie das Blut die Bahnen geht,
verrät nicht wie das Herz fast steht.

***

Wir haben die Fäden gesponnen
und einen dichten Strang geflochten.
Wir haben uns Kleider genäht
und das jeder für sich.

***

Glas zerbricht in tausend Stücke,
Scherben funkeln hell im Licht.
Was füllt jetzt die große Lücke?
Jetzt wo ich weiß, du bist es nicht.

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Die letzten Tage

Zurück ging es auf dem gleichen Weg wie hin: Erstmal mit dem Motorradtaxi zur Anlegestelle. Unser Speedboat legte allerdings nicht vom Anleger, sondern vom Strand ab. Achtung: Keine nassen Füße holen! Dann wieder Zwischenhalt in Ranong (Zeit für einen Stopp beim 7/11) und dann in den VIP Bus, wo ich mit Schrecken feststellte, dass ich meine Kopfhörer nicht greifbar, sondern irgendwo im Koffer hatte. Ein absolutes Horrorszenario für mich. Kennt ihr das? Musik in den Ohren und selbst die längste Warterei geht doch relativ schnell und erträglich rum… und ohne spürt man einfach jede Minute. Zumindest sofern man nicht gerade mit jemandem quatscht oder so, was bei einer Nachtfahrt eben nicht so ganz drin ist. Zum Glück hatte ich einen wahren Engel an meiner Seite, der mir seine Kopfhörer lieh und sich stattdessen Oropax einstöpselte :D Die wären für mich keine Alternative gewesen. Mir geht es eher weniger darum Geräusche auszublenden. Aber so waren wir alle glücklich :D

Auf der Rückfahrt hat es mich sehr genervt, dass der Bus ständig hielt, das Licht an und aus ging etc. man hatte ständig den Eindruck, sie wollten uns für eine Essens- und Klopause aus dem Bus werfen, dabei wollte ich einfach nur noch weiterfahren und ankommen…

Die Ankunft fiel wieder auf eine sehr frühe Uhrzeit und wir wurden auch garnicht am Busbahnhof rausgelassen, sondern an einer Haltestelle irgendwo mitten in Bangkok. Mein Orientierungssinn versagte komplett, aber der Taxifahrer wusste ja wo es lang ging. Für eine meiner Freundinnen, neigte sich nach nur drei Wochen schon das Ende ihrer Reise zu und sie wollte sich für die letzte Nacht ein Hotel in der Nähe einer Bahnstation suchen, um am Folgetag schnell beim Flughafen zu sein. Das war also unser Programmpunkt Nummer 2. Der erste Programmpunkt war eine ausgiebige Dusche in einem sauberen Badezimmer ohne Kakerlaken. Dafür trennten sich fürs erste unsere Wege: Besagte Freundin und ich fuhren mit zum Hotel, bei dem unser Freund ja für seinen gesamten Thailandaufenthalt ein Zimmer gebucht hatte. Der Rest suchte sich erst einmal ein Penthouse in der Nähe.

Nachdem alle drei lange unter der warmen Dusche gestanden hatte telefonierten wir ein bisschen umher und machten ein interessantes Hotel direkt im Zentrum ausfindig. Zusammen mit dem Koffer meiner Freundin ging es dort hin (meinen ließ ich erst einmal da wo er war) und ließen sie einchecken. Dann frühstückten wir Nudelsuppe und teilten uns dann wieder auf: Freundin würde sich erst einmal in ihrem Hotelzimmer ausruhen und wir anderen beiden fuhren zu einem Einkaufszentrum, wo wir einen Bekannten von meinem Freund zum Essen treffen würden. Das war irgendwie witzig, denn es handelte sich dabei um einen Koreaner, der weder vernünftiges Thai noch wirklich Englisch konnte…. die Kommunikation verlief dementsprechend stockend. Aber als dann endlich weitere Freunde von diesem Koreaner eintrafen, darunter ein Amerikaner, verlagerte ich das Gespräch einfach dort hin und das war dann wirklich sehr lustig und ich war froh, mal wieder einen Grund zu haben, um mein eingestaubtes Englisch hervor holen zu können. Wir wurden auf ein Sukiyaki&Sushi all you can eat eingeladen… ihr könnt euch nicht vorstellen, WIE satt wir danach waren.

Abends treffen wir noch einmal unsere Freundin und verabschieden uns schon einmal von ihr: Sie würde am nächsten Tag früh abreisen. Doch vorher wurden an einem Marktstand noch leckere Mangos eingepackt, die sie mit nach Deutschland nehmen wollte.

Dann holte ich meinen Koffer ab und wurde dann auch selbst abgeholt… und dann verbrachte ich eine Nacht einsam und alleine in einem Bett, welches ich mir nicht teilen musste, in einem Zimmer, welches ich mir nicht teilen musste. Es war sehr still ;)
Khao SanIch mach es jetzt mal kurz. In den nächsten Tagen gab es einige Besuche in Einkaufszentren, einen Kinobesuch (der Film war nicht so toll, aber günstig und das Popcorn super lecker), eine Nacht auf der Khao San (und ich stellte fest, dass nur weil mir der Club in Chiang Mai gefiel trotzdem keine komplett gewandelte Persönlichkeit hatte – das war ja mal gar nichts für mich. Kann man aber mal gemacht haben, einfach um es mal gemacht zu haben :D) und eine Übernachtung bei meiner Freundin im Guesthouse. Es gab außerdem viel Essen und noch eine kleine Tour durch Bangkok, inklusiver abenteuerlicher Busfahrt. Und einmal stand ich am Flughafen und sah zu wie unser Reisetrupp nun von drei auf zwei schrumpfte. Und wenige Tage später stand schon meine eigene Abreise an… viel zu schnell, leider!

Der Reisebericht ist an dieser Stelle dann auch beendet, wie ihr seht gehen mir auch die Bilder aus :D Hier noch einmal Dubai von oben, immer wieder beeindruckend:DubaiDubai

 

Und damit wäre ich was Fotos angeht wieder auf dem aktuellen Stand und muss jetzt wieder neues Material produzieren :D

Koh Phayam

In diesem Urlaub steckt so viel Herzblut. Die Wochen hatten ihre Höhen, und wie im letzten Eintrag ja anklang, auch ihre Tiefen. Aber während letztere meistens in einer der hinteren Ecken meines Inneren vor sich hinstauben, sind die Gedanken an die Höhen noch sehr oft präsent… und mächtig. Ich kann getrost behaupten, dass sie mit zu meinen schönsten Erinnerungen gehören und auch jetzt, vier Monate später, tut es fast weh daran zu denken, weil es so wahnsinnig schön war und die Sehnsucht nach dieser Zeit so groß ist. Das klingt albern, das klingt eklig-kitschig-schnulzig, aber es stimmt.
Koh Phayam IslandKoh Phayam IslandJetzt aber von vorne.

Aus Chiang Mai zurückgekehrt wurden erst einmal mehrere Trommeln Wäsche gewaschen und zum Trocknen aufgehängt. Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich in einer wirklich perfekten Jahreszeit dort war? Bisher kannte ich ja eigentlich nur die Regenzeit. Mein eines Mal, welches ich im Sommer da war, liegt schon viel zu viele Jahre zurück und ich kann mich gar nicht daran erinnern. In der Regenzeit ist es zwar auch schön warm, aber die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch und nachmittags oder abends fängt es gerne mal an zu schütten. Teilweise geht da das Wäschetrocknen auf der Leine nicht unbedingt schnell, obwohl es warm ist. Diesen Urlaub hatte ich keinerlei Probleme mit Regen. Ich glaube zweimal hat es über Nacht ein bisschen geregnet, einmal habe ich sogar tagsüber kurz ein Nieseln mitbekommen. Und ansonsten hatte ich bis auf einen Tag kurz vor Abflug, wo es dann einmal geschüttet hat (ich aber im Auto saß) keinen Kontakt mit Wasser vom Himmel. Das Trocknen ging also schnell und so konnten die Klamotten, die ich mit an den Strand nehmen wollte, am nächsten Morgen eingepackt werden. Ich lasse mal an dieser Stelle verlauten, dass ich VIEL ZU VIEL dabei hatte. Eigentlich verbrachte ich die kompletten Tage entweder im Bikini, in dem einzigen Kleid, welches sich auch auf dem Motorrad problemlos tragen ließ, und Schlafsachen. Zwischendurch trug ich auch mal Shorts und Chillerhose, aber wirklich nötig wären die eigentlich nicht gewesen. Sowieso war alles sehr minimalistisch gehalten. Wenn man jeden Tag mehrmals ins Meer springt, macht es einfach nur sehr wenig Sinn sich die Augen mit Kajal und Mascara zu verzieren. Jeglicher Sinn für Ästhetik ging in dieser Woche also verloren :D

Ich halte mich schon wieder nicht an die Reihenfolge. Erstmal muss ich doch erzählen, wie wir überhaupt auf die Insel kamen!! Mein Fahrer holte mich ab und brachte mich in Bangkok zum Busbahnhof. Dort traf ich meine Freunde und wir…. gingen erst einmal Essen. Habt ihr etwas anderes erwartet!? Dann stöberten wir noch ein bisschen durch eine kleine Buchabteilung und setzten uns dann in unseren Reisebus. Klasse VIP. Riesige Sitze. Decken vorhanden und benötigt. Leider herrschte über weite Strecken der Fahrt ein gewöhnungsbedürftiger Geruch, um nicht zu sagen: Gestank, vor. Und wir hatten eine nervige, zickige und leider deutsche Mitreisende. Trotzdem hielt uns nichts davon ab zu scherzen und später auch ein Nickerchen zu halten.

RanongIn Ranong kamen wir sehr, sehr, sehr früh morgens an. Ich glaube es war etwa fünf. Auf jeden Fall war es noch dunkel. Beim Aussteigen aus dem Bus herrschte totales Chaos. Wir wussten nicht wirklich wohin und so ließen wir uns natürlich gleich vom Erstbesten verarschen. Er war mit einem Pick-Up da und wollte uns zum Hafen bringen. Ohne groß nachzudenken stimmten wir dem viel zu teuren Preis zu. Aber immerhin konnten wir wieder eine Fahrt hinten auf der Ladefläche genießen und unsere Koffer hatten auch alle Platz. Ein bisschen frisch war es und leider ist Ranong eine Stadt die ganz typisch und unappetitlich nach Fisch stinkt. Das war am Hafen, der sich hauptsächlich als sumpfiges Drecksloch herausstellte, natürlich nicht besser. Wir entfernten uns von der Abzockermasche („setzt euch doch noch zu uns in den Laden, das Boot kommt erst in ein paar Stunden, esst doch noch eine Kleinigkeit was!“) und warteten wie nach und nach einige andere Touristen eintrudelten, die wohl ebenfalls auf die Insel wollten. Deutsche! So viele nervige deutsche Touristen!! Das war unglaublich. Genauso unglaublich wie der Gestank, so dass mir der Zigarettenqualm, den meine Freundinnen auspusteten, irgendwie schon wieder willkommen war. Und dabei steht der Rauch von Zigaretten auf meiner Liste an negativen Gerüchen doch ziemlich weit oben. (Aber man gewöhnt sich an alles, auch ans Passivrauchen xD)
Koh Phayam IslandKoh Phayam IslandWir gönnten uns dann Fahrkarten für ein „Speedboat“ nach Koh Phayam, weil wir langsam wirklich eins waren: Reif für die Insel! Die nächtliche Fahrt hatte uns geschlaucht, wir waren müde, längst nicht mehr frisch und wollten den Gestank und den Touristen entkommen. Allerdings mussten wir dafür noch einige Zeit warten, die Sonne aufgehen sehen und den anklopfenden Hunger zurück drängen. Sobald wir auf dem Boot saßen wurde es aber besser. Eigentlich saßen sonst nur Thais mit uns im Boot (den ganzen Sparfuchs-Abenteurer-Touristen war das wohl zu viel Luxus) und mit jedem Meter, den wir uns von Ranong entfernten wurde das Wasser schöner und der Gestank weniger.

Endlich auf der Insel gab es erst einmal wieder etwas zu essen und dann telefonierten wir unsere Freunde (Penthouse + Thai-Freundin aus Khon Kaen) an, die bereits am Tag zuvor auf der Insel angekommen waren. Sie verrieten uns, welchen Strandabschnitt und welche Unterkunft sie ausgewählt hatten und dort ließen wir uns mit dem Motorradtaxi hinfahren. Viel anderes an Verkehrsmitteln außer Motorräder gibt es dort nicht. Ich saß zum ersten Mal hinten auf so einem Fahrzeug und nach ersten Vertrauensschwierigkeiten hab ich die Fahrt doch extrem genossen muss ich sagen :D

Wir bezogen unser Zimmer: Zu viert ein Zimmer! Dort standen zwei queensized Betten mit jeweils zwei rosaflauschigen Deckchen und einer Moskitonetz-Vorrichtung. Außerdem gab es eine kleine Kommode (die wir lieber nicht anrührten) und einen kleinen Tisch mit Spiegel (die einzige Ablage, die wir wirklich zu benutzten wagten). Dann hatten wir ein Badezimmer mit Waschbecken, in dessen Abfluss irgendwas Ekliges fest hing, einen Duschkopf, eine Wassertonne (die wir nicht genauer untersuchten) und eine Toilette (welche wir erst einmal mit Desinfektionsmittel bekämpften)…. ehmn ja. Dieses Zimmer, welches sich nur mit einem Vorhängeschloss, das erwiesenermaßen bereits einmal versagt hatte, abschließen ließ – von den Fenstern wollen wir mal gar nicht reden – teilten wir uns übrigens mit jeder Menge Kakerlaken. Ihr seht also… dieser Ort hatte wirklich seine Schattenseiten. Übrigens hatten wir Strom nur von 18 Uhr bis Mitternacht und genau eine Steckdose. Bei vier Mobiltelefonen könnt ihr euch vorstellen wie das ablief :D Zwar war der Internetempfang eh schlecht und meistens brauchte man das Handy dann doch nicht, aber ein unaufgeladener Akku kann einen schon mal nervös machen.

Nächstes Mal suche ich mir eine Unterkunft die sauberer ist und einen eigenen Generator hat :D Dann gibt es nämlich auch zum Frühstück Fruchtshakes ;)
Koh Phayam IslandKoh Phayam IslandKoh Phayam IslandDen Hund tauften wir übrigens Deborah :D

Ich hatte ja schon erwähnt, dass Meer bei mir bisher hauptsächlich dem schönen Anblick diente. Glück für mich war, dass an Tag 1 das Wasser wirklich klar war. Das war an anderen Tagen zwischendurch wieder anders, aber so habe ich mich schon gleich am Anfang hinein getraut und mit dem Wasser angefreundet. Zum Glück, zum Glück, zum Glück. Denn ich verbrachte in diesen Tagen wirklich viel Zeit im Wasser und mir wäre unglaublich viel Spaß entgangen, wenn ich bei „knietief“ geblieben wäre und meinen Freunden beim Kampf mit den Wellen nur vom Weiten zugesehen hätte. Das Wasser war klar, sauber (das war es die anderen Tage auch, nur manchmal trübte halt aufgewirbelte Sand die Sicht) und traumhaft —– wären da nicht diese pieksigen, fiesen Nesseltierchen. Zumindest haben wir gegoogelt, dass es wohl solche sind. Ich habe noch nicht ganz verstanden wie sie funktionieren, weil manchmal piekst es wirklich nur ganz leicht für eine Sekunde und dann aber manchmal auch wirklich heftig, schmerzend und man spürt es noch Minuten nach. Teilweise haben sich auf meiner Haut auch ganz eklige Quaddeln gebildet, die mich ganz schön erschrocken haben. Aber ist wohl alles normal und ungefährlich. Nur manchmal hat es einen fast den Spaß verdorben. Außerdem war da noch der Glibber. Ich weiß nicht, ob das das Gleiche war wie die Pieksertierchen, weil es eigentlich nicht piekste wenn man es in die Hand nahm. Aber es war ganz schön eklig, wenn man einen Schwimmzug tat und solche Glibbertiere zwischen den Fingern hindurchflutschten. Oder wenn sich am Strand am Ende der Wellenlinie der ganze Glibber absetzte. Wir sind trotzdem immer und immer wieder ins Wasser. Zu Beginn hatten wir auch noch eine Luftmatratze zur Verfügung, später ein Boot mit zwei Paddeln. Aber es hat auch Spaß gemacht sich einfach so mit den Wellen anzulegen.

Die Tage hätten nie enden müssen. Wenn ich  nicht im Meer war, ging ich am Meer entlang und sammelte auf teilweise sehr langen Strandspaziergängen in der wunderbar warmen Sonne wunderschöne Muscheln. Oder lag auf der Holzplattform unterm Schirm im Schatten und döste vor mich hin. Es gab auch einen Takraw, mit dem wir an einem Abend kurz spielten. Oder wir fuhren mit dem Motorrad auf den wenigen Wegen, die diese Insel hat, zu den wenigen Zielen die es gibt. Oder wir haben gegessen. Meistens zwei Mahlzeiten am Tag. Irgendwie war halt alles wirklich sehr minimalistisch. Aber ehrlich? Meine tollen Freunde, das Meer, die Sonne, Wind in den Haaren und thailändischer Rum am Abend – das war mir genug. Einfach fallen lassen und in den Tag hinein leben.

Koh Phayam IslandKoh Phayam IslandAn einem Tag waren wir auch an einem anderen Strandabschnitt, einer wunderschönen ruhigen Bucht. Hier gab es keine tobenden Wellen und über eine weite Strecke konnte man im flachen Wasser hinaus laufen. Und auch viele Meter weiter war es so klar, dass man den Grund sehen konnte. <3

Koh Phayam IslandKoh Phayam IslandKoh Phayam IslandHier gab es abends auch einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Koh Phayam IslandÜberhaupt hatten wir immer ganz tolle Sonnenuntergänge. Schrecklich romantisch. Noch romantischer als die Sonnenuntergänge, falls das irgendwie geht, war aber der Sternenhimmel.Koh Phayam IslandKoh Phayam IslandKoh Phayam IslandWenn um dich herum die Insel das Licht aus macht und du am Strand lang gehst. Das Meer rauscht neben dir und die Nacht ist klar und warm, die Hitze des Tages aber nur noch eine Erinnerung. Im feuchten Sand leuchtet dann und wann ein kleines Glibber blau auf. Und wenn du hoch guckst und der Himmel ist übersäht mit Sternen. Wow.Koh Phayam IslandIrgendwie fühlt man sich bei dem Anblick glücklich und klein und einsam gleichzeitig. So viel Schönheit auf einmal ist manchmal schwer zu ertragen. Die Nächte hätten genau wie die Tage nie enden müssen. Selbst wenn wir dann in die Betten gehuscht sind, hat man das Meer noch gehört und in mir schwellte einfach permanent so viel Glück und Sehnsucht, dass ich mich wunderte, wie ich einfach so ruhig da liegen konnte.

Koh Phayam IslandKoh Phayam IslandKoh Phayam IslandHaha… voll viele Sonnenuntergänge. Übrigens Kamera und Handybilder gemischt. Aber das war es jetzt für diesen Eintrag mit Fotos, viel mehr Kitsch verträgt dieser Eintrag auch nicht mehr. Und ich weiß, es ist nur eine Insel und es gibt bestimmt auch noch schönere. Aber für mich war es einfach eine besondere Zeit (auf der Insel und im gesamten restlichen Urlaub), nicht zuletzt wegen der Leute, die mit mir dort waren.

Chiang Mai

Die letzten Tage hat hier ein ziemliches Durcheinander eingesetzt. Das Semesterende steht vor der Tür, die Uni zieht an. Täglich schreibe ich neue To Do Listen und ziehe Bilanz: Was habe ich geschafft, was nicht, wie viel Zeit bleibt mir eigentlich noch? Momentan habe ich ein Projekt für die Uni am Laufen, von dem ich euch bei Gelegenheit vielleicht noch einmal erzählen werde, und das frisst so viel Zeit, das ist nicht mehr schön. Mein Schlafrhythmus, ohnehin kaum vorhanden, ist völlig zerstört und heute habe ich dann auch so richtig schön verschlafen. Und bei mir ist es ja schon so, dass das Verpassen einer Bahn, die mich normalerweise 10 Minuten zu früh im Klassenraum ankommen lässt, und sei es nur um einen kurzen Moment, mir gleich nur noch die nächste Bahn lässt. Um diese Uhrzeit dann eine, durch die ich dann gleich auch 10 Minuten zu spät bin. Das ist so ärgerlich. Überhaupt gefällt mir Bahnfahren zur Zeit nicht so gut wie eigentlich sonst. Ich habe momentan ohnehin häufiger Kopfschmerzen (sonst fast nie) und nun schlägt mir die schlechte Luft und der hohe Geräuschpegel gleich auf das Wohlbefinden. Ich könnte noch eine ganze Reihe mehr erzählen, aber eigentlich möchte ich gerade Bloggen, um mich an schönere Zeiten zu erinnern: Chiang Mai.

Für die letzten beiden Einträge, habe ich ja einige Tage übersprungen, weil ich für den Rest der Zeit dort nur drei kleine Handybilder für euch habe und jetzt ein bisschen Kreuz und Quer erzählen möchte.

night bazaar

Nachdem wir in Chiang Mai unsere unsauberen Zimmer erkundet hatte, uns mit einer nervigen Bedienung abmühten und dann einige Stunden entspannt am Pool lagen, gingen wir am Abend noch auf den Markt. Dort gönnten wir uns etwas zu essen und während die anderen beiden Mädels sich die Tranvestiten-Show anschauten schlenderte ich mit dem Mann unserer Runde durch die Stände und suchte nach Sachen die man Einkaufen kann. Ja, tatsächlich, ich shoppingfauler Mensch! Ein paar interessante Sachen habe ich gesehen, aber nicht viel gekauft, zu mal mir jedes Mal wenn ich was gekauft wurde, gesagt wurde, ich könnte nicht verhandeln. :D Na ja, passt schon. Ich mach das auch nicht gerne >.< Wir blieben bis der Markt abgebaut wurde und gingen dann ins Bett.

Am nächsten Tag gingen wir zu dritt (wir hatten halt eine richtige Schlafmütze in der Gruppe^^) ein Frühstück auftreiben. In Chiang Mai gibt es da irgendwie nicht so viel. Oder zumindest nicht dort, wo wir lang gelaufen sind. Am Ende haben wir uns vor einem richtigen Ausländerfrühstück wiedergefunden. Für den Preis macht man das auch nur einmal…

Der Tag schritt schnell voran und wir beschlossen, dass die Zeit für keine großen Touren und Aktivitäten mehr reichte. Mit musikalischer Unterstützung von Robin Sparkles holten wir dann auch Nummer 4 aus dem Zimmer. Ziel: Das Einkaufszentrum. Erschwerend war, dass wir an diesem Tag meinen Fahrer nicht zur Verfügung hatten. Wir winkten also ein Tuk Tuk heran und ließen uns auf einen Fahrpreis ein, der im Nachhinein betrachtet deutlich zu viel für die Strecke war. Obwohl der Preis geteilt durch vier noch verschmerzbar war, nahmen wir uns vor, auf dem Rückweg weniger zu bezahlen.

Im Einkaufszentrum ging es erstmal im Food Court essen (wir hatten ein richtig gutes Händchen, unser Essen war super lecker!) und dann trennten sich unsere Wege wieder. Die Mädels gönnten sich ein bisschen Wellness beim Friseur und wir anderen zwei zogen durch Buchläden, ich staubte zwei Plakate mit Thai Konsonanten und Vokalen ab (unserer Klassenraum an der Uni hatte seine verloren und ich wollte was Gutes tun xD) und gingen das halbe Kaufhaus ab. Mir war relativ schnell relativ langweilig, aber ich hatte ja eine nette Begleitung :)

Schließlich trafen wir die frisch frisierten (und teilweise gewöhnungsbedürftig eingefärbten :D) Mädels wieder und gingen noch ein leckeres Eis essen. Das war wegen gewisser Umstände ein höchst amüsantes Erlebnis. Anschließend gingen wir Karten für einen Kinofilm kaufen und schlenderten dann noch bis Filmstart durch das Einkaufszentrum.

Und dann keine zehn Minuten im Film…. liefen mir schon die ersten Tränen :D Wo bin ich da nur reingeraten?? Wir haben den Film „Timeline“ geguckt (auf thai mit Untertiteln :)) und zum Glück wurde es zwischendurch noch einmal witziger. Bis es gegen Ende so traurig wurde, dass meine Freundinnen links von mir genau wie ich zu schniefen begannen. Erst habe ich es gar nicht realisiert, wiel sie so am kichern waren, und ich mich schon fast fragte, was für herzlose Wesen es sind xD aber als ich mich zu ihnen umdrehte und in tränenüberströmte Gesichter blickte und realisierte, dass ich auch so aussehen musste…. uns schüttelte ein Lachkrampf nach dem nächsten :D Es war sehr gut!

Oha, oha, ich merke, das wird hier schon wieder viel Text und der Tag ist noch nicht einmal vorbei. Um Mitternacht rum kamen wir aus dem Kino, der Rest des Einkaufszentrums hatte schon die Läden geschlossen und da standen wir dann nun davor und es gab weit und breit keine Tuk Tuks oder Taxis, die uns hätten fahren können. Ein Anruf in der Taxizentrale brachte auch nur einen unverschämten Preis hervor, den wir nicht bereit waren zu zahlen.

Wir hatten allerdings Glück im Unglück. Ein Songthaew, welches gerade in die entgegengesetzte Richtung fuhr, also aus der Stadt heraus, und aussah als wollte es heimwärts hielt an. Ich ging schnell hin und erklärte unsere Situation. Einen Moment später saß ich auf dem Beifahrersitz, meine Freunde hinten, und ich versuchte irgendwie den Weg zu unserem Hotel richtig weiter zu geben. Keine leichte Sache, wenn man den Weg nicht kennt… aber wir haben es geschafft, der Preis war für die Umstände durchaus akzeptabel und das Bett nahe. Dahin ging es auch nachdem ich einen akuten Anfall von Frustration, Traurigkeit und Ärger überwunden hatte… das war mir in dem Moment irgendwie zu viel Verantwortung (kombiniert mit zu wenig Feedback) auf einmal gewesen.

little waterfall

Der Tag danach war der, wo wir den Tempel besichtigen gingen, im Blumenpark und am Pool entspannten und abends noch einen trinken gingen. Tatsächlich landeten wir am Ende sogar auf der Tanzfläche, bei der man gut und gerne Platzangst bekommen konnte. Zu meinem eigenen Überraschen hielt ich es dort ganz gut aus. Ging aber nicht allen so, und so waren wir auch relativ schnell wieder da runter. Der nächste Tag hielt eine kleine Wanderung für uns bereit: Zum Ziel hatten wir einen mehrstöckigen Wasserfall. Bevor wir den in Angriff nahmen futterten wir aber noch ein paar Melonenstückchen. Der Aufstieg war dann auch super entspannt. Es gab gute Wege, richtige Stufen. Keine Schlamm-Rutschbahnen. Im Gegensatz zum Erawan Wasserfall war der Aufstieg ein Klacks. Wohl auch, weil ich diesmal keine Kamera dabei hatte und nur auf mein Handy achten musste. Wir machten etwa auf der Hälfte des Wasserfalls eine Pause und gingen dann weiter nach oben, wo weniger Leute waren und wir uns auch richtig in den Strom setzten und in die Sonne legen konnten. Das war sehr schön, nur hatte das ganze ein Manko: Kein Essen.

Relativ schnell sind wir also wieder den Abstieg angetreten. Wir gehen ins Hotel und duschen undd machen eine Pause. Abends lassen wir uns in ein anderes Einkaufscenter fahren, wo wir uns in der Pizza Company breit machen. Es gab einige Missverständnisse bei der Bestellung und so hatten wir am Ende viel zu viel zu Essen (zwei ganze Pizzen ließen wir einpacken und nahmen sie mit nach Hause) und mehr Spaß als der ganze Laden zusammen. Wir haben uns echt nicht mehr eingekriegt und am Ende waren wir pappsatt und rundum glücklich :)

beautiful lakeLeider verlief der nächste Tag nicht ganz so glücklich. Wir besuchten die Universität, aber meine Stimmung war so angeknackst, dass ich es gar nicht richtig genießen konnte und das obwohl der See dort wirklich traumhaft schön ist. Viel mehr haben wir dort allerdings auch nicht gesehen. Später am Tag ging es noch kurz Postkarten kaufen und meine Laune sank kontinuierlich und erreichte irgendwann einen Tiefpunkt, dass ich ernsthaft um einen entspannten Resturlaub fürchtete. Ich will gar nicht genauer darauf eingehen,bei einem langen Spaziergang und leckerer Nudelsuppe mit meinem Zimmergenossen ging es mir schon viel besser. Kurz vor dem Schlafen gehen gab es dann sogar noch eine große Aussprache und es stellte sich wieder etwas Hoffnung ein.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann auch wieder alle im Auto zurück nach Bangkok, wo wir noch eine Nacht verbringen würden, bevor die Reise weiter ging. Also, für mich ging es natürlich nicht nach Bangkok, sondern zurück zu meiner Oma, wo ich meine Wäsche gewaschen habe und den Koffer neugepackt. Von der Weiterfahrt an einer anderen Stelle später mehr :)

Chiang Mai – Blumenpark

Ich zapfe hier gerade mal das W-Lan an, damit ich  bloggen kann :D Wir hatten gestern einen sehr schönen Abend und haben noch bin in die Morgenstunden gequatscht. Ich hoffe nur, dass ich jetzt nicht zu müde bin, um den Lernen-Part meines Wochenendes genauso zu erfüllen wie den Spaß-Part :D Aber bevor es dazu kommt machen wir mal mit dem Reisebericht in Chiang Mai weiter :)

Nachdem wir vom Berg runter waren fuhren wir zu einem wirklich hübschen Park. (Royal Park Rajapruek, falls es jemand googeln möchte, ist echt hübsch!) Dort musste man leider etwas Eintritt zahlen, aber man bekam auch wirklich etwas geboten so zum Beispiel den tollen Bereich der Orchideen. Einige waren in Gewächshäusern ausgestellt, andere waren draußen neben plätschernden Bächen und Wasserfällen. Und so viele! Und so bunte! Ich war ernsthaft begeistert. Die unglaubliche Vielfalt erkennt man auf meinen Fotos gar nicht.orchidorchidorchid
orchid
Neben den Orchideen gab es natürlich auch noch ganz andere Pflanzen, teilweise auch im  Stil einer wilden Wiese angelegt. Es gab einen großen See, Palmen… palm treethe fountain and the rainbowWir hätten eine Karte gebraucht, denn es gab auch viele Wege und wir haben uns auf der Suche nach dem Ausgang richtig verlaufen. Dabei kamen wir an einem Kinderspielplatz und einem Schmetterling- und Insektenhaus vorbei. Ich glaube ich muss unbedingt noch einmal in diesen Park. Mit mehr Ruhe und nur zum Fotografieren. Ich bin sicher, es gibt noch so viel mehr zu entdecken.

on the foothillWir gingen dann noch zu diesem einen Gebäude, das ein Ausstellungsraum unter anderem für alte Münzen war. Dort wurde meine Freundin von ein paar Thais angesprochen, die unbedingt ein Foto mit ihr haben wollten. Es scheint als wäre man selbst in einer großen Stadt wie Chiang Mai noch nicht ganz an europäische Mädels gewöhnt (und das obwohl Chiang Mai meiner Meinung nach einen unglaublich hohen Anteil an westlichen Urlaubern hat). Mich holte man dann auch gleich noch mit auf das Foto, wobei ich ganz vergaß, dass ich noch immer die Blume, die mir mein Kumpel aufgelesen hatte, hinterm Ohr stecken hatte. Bisschen peinlich, aber zum Glück würde ich diese schnatternden Weiber ja nie wieder sehen… ;)

Wir fuhren dann noch etwas essen und holten dann Nr. 4 für einen weiteren Nachmittag am Pool ab <3

Chiang Mai – Doi Suthep Tempel

Am nächsten Tag standen wir trotz einer langen Nacht wieder früh auf. Glücklicherweise konnten wir ja bequem im Auto weiter schlafen. Wir stellten also die Sitze zurück und ließen uns nach Chiang Mai bringen, wo wir einige Nächte bleiben würden. Ich war zwar schon einige Male in Chiang Mai, von der Stadt hatte ich allerdings noch nicht so viel gesehen. Eine meiner Freundinnen jedoch, hatte hier mehrere Monate gelebt und würde uns hoffentlich alles zeigen können. So wie sie klang als wir zum ersten Mal in die Stadt hinein fuhren schien das auch wirklich so zu sein, denn an jeder Ecke freute sie sich maßlos, wenn sie etwas wieder erkannte. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Nun ja.

Unser Guesthouse war eigentlich wirklich nett, aber mit dem Zimmer, dass ich mir mit meinem Kumpel teilte, hatten wir wahrlich kein Glück. Das Badezimmer war unglaublich versifft und den Kühlschrank wollte man lieber auch nicht öffnen. Außerdem hatten wir ein Stockbett, welches direkt unter der Klimaanlage stand, man wurde also richtig angepustet. Während der Nächte blieb die also meistens aus. Zumindest hatten wir W-Lan und der Innenhof war wirklich hübsch.

Die nächste Anlaufstelle nach unserem Guesthouse war ein kleines Restaurant, wo ich mich unglaublich über die Bedienung aufregte (sowas unhöfliches, unfreundliches, arrogantes ist mir selten untergekommen). Zum Glück ging es direkt danach in beziehungsweise an den Pool. Das war wunderschön.

Hier verlassen wir mal kurz die chronologische Reihenfolge und springen zum Morgen eines anderen Tages. Zu dritt standen wir früh auf und kriegten die vierte im Bunde nicht wirklich wach. Sie wollte gegen Mittag zu uns stoßen. Nun denn. Wir drei setzten uns jedenfalls ins Auto und fuhren zum Tempel Doi Suthep. Ich war hier schon mal gewesen, aber das war offensichtlich eindeutig zu lange her. In meiner Erinnerung war das ein riesiger Tempel, weit, weit oben und mit viel zu sehen. Ja… irgendwie nicht. Tut mir Leid, Leute :D

stairs to doi suthep templeEs gab diese eine größere Treppe, aber die hatten wir im Nullkommanix erklommen und waren schon oben. Dort konnte man einen recht kleinen, schnuckeligen Tempel und viele künstliche Blumen bewundern. xD

coinsdoi suthep templecandles
firefire
Meiner Meinung nach war es da oben trotzdem sehr schön. Wir waren so früh dort, dass kaum Menschen unterwegs waren und die Luft war frisch und klar, das Licht sanft und schön. Und als wir uns an den Abstieg machten kamen uns plötzlich ganz viele Menschen entgegen. Also eigentlich ein echt gutes Timing.
in the morning sunin the morning sunthe morning suncalmness

 

Sukhothai

Am nächsten Tag standen wir recht früh auf und stiegen dann zu viert in das Auto meines Fahrers. Er sollte uns nach Sukhothai bringen. Eine alte Stadt, Mittelpunkt eines alten Reiches. Sukhothai liegt Richtung Norden und wir brauchten einige Stunden dort hin. Aber wir hatten viel Spaß. Zumindest nachdem wir uns erst einmal ausgeschlafen hatten. Dann fingen wir aber an lustige Reise- und Wortspiele zu spielen. treesukhothaisukhothaiMittags kamen wir schließlich an, checkten bei unserer Unterkunft ein (die hatten extrem harte Betten! xD), kümmerten uns um etwas zu Essen und besuchten dann den historischen Park, wo es die ganzen alten Tempelruinen zu finden gibt.sukothaiDas war gar nicht so leicht hier zu fotografieren und gleichzeitig meine Freunde nicht zu oft zu sehr aus den Augen zu verlieren. Aber irgendwie habe ich es hingekriegt, viel gesehen, viel herum gealbert und nebenbei sogar ein paar nette Bilder gemacht.
sukhothaisukhothaisukhothaisukhothaisukhothaiIm Anschluss ging es wieder essen (was sonst!?) und den nächsten 7/11 suchen. Unsere Unterkunft war ziemlich abgelegen, da war abends nichts mehr zu machen. Blieb Option 1: Sehr früh schlafen gehen. Oder Option 2: Sich so gut wie möglich anders die Zeit zu vertreiben. Ins Gepäck kamen also eine Menge Eiswürfel, Knabberzeugs und Getränke. sukhothaisukhothaiAuf unseren Zimmern angekommen, ging es erstmal duschen, dann räumten wir die Möbel ein bisschen um, so dass wir uns alle in ein Zimmer zusammensetzen konnten. sukhothaisukhothaiDen Rest fasse ich mal so zusammen: Der Abend war alles andere als langweilig. ;)antantant

Khon Kaen

Leute, die Zeit vergeht so schnell, das ist unglaublich. Das Semester ist fast rum, die Klausuren stehen an, es gibt so viel zu tun. Und auch die Semesterferien sind schon so weit weg, obwohl es mir oft genug erst vor kommt, als wäre es erst gestern gewesen.

Auch im Urlaub selbst ging alles unglaublich schnell: Die ersten Tage war ich noch „alleine“, dann hatte ich zumindest einen Freund da. Mit ihm bin ich mit dem Boot über den Fluss geschippert, durch den Park geschlendert, am Pool gelegen und habe durch ihn neue Leute kennen gelernt. Und dann trudelten auch schon die anderen ein und unsere „Reise in der Reise“ konnte ihren Lauf nehmen: Erster Halt war Khon Kaen. Eine Stadt im Nordosten Thailands. Die Hinfahrt würden wir noch zu zweit im großen Auto meines Fahrers angehen, da die beiden Mädels zusammen mit einigen „Penthouse-Kollegen“ mit dem Bus anreisen wollten.
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Als wir in Khon Kaen ankamen, wussten wir zum Glück schon, wo wir die nächsten zwei Nächte unterkommen würden: Eine Thai-Freundin von uns, die dort wohnt, hatte uns bereits Zimmer organisiert. Wir schnappten uns also jenes, welches kein Treppenlaufen erforderte und getrennte Betten bot. Und dann lief uns auch schon unsere Freundin in die Arme. Sie stellte uns ihrer Familie vor, die nebenan ein Restaurant führte, und spazierte dann mit uns um den See.

Es war so schön. Die Hitze des Tages verflüchtigte sich langsam und es war echt eine hübsche Umgebung. Es kreuzten auch nicht zu viele Leute unseren Weg und einige davon waren Mönche. Irgendwie eine schöne Atmosphäre.
flower
Es ging dann noch über einen Markt und dann gab es beim Restaurant noch ein paar Gläser Wasser, bevor wir uns zu unserer Freundin in den Pick-Up setzten und den Rest bei der Bushaltestelle abholen fuhren. Das klappte mehr schlecht als recht, weil wir nicht genau wussten wo das war, aber schließlich waren wir dann doch alle vereint und bester Laune.

Highlight des Tages war die Rückfahrt hinten auf dem Pick-Up. Es hätten vorne niemals alle reingepasst, also saßen wir gleich zu viert hinten auf der Ladefläche. Es war längst dunkel, die Nacht rauschte an uns vorbei, aus dem Handy ließ ich beispielhaft „Heroes“ von David Bowie spielen und… I swear, we were infinite. Es ist wirklich so. Man fühlt sich großartig, frei. Mein Herz macht allein schon bei dem Gedanken daran ein paar Hüpfer. Leider war die Rückfahrt viel zu schnell vorbei, denn der Weg war ja jetzt bekannt.

Zurück beim Hotel und Restaurant wollten wir erst einmal alle unserem Hunger nachgehen. Und da wurden wir echt verwöhnt. Die Eltern unserer Thai-Freundin tischten ordentlich auf! Es war so unglaublich lecker und natürlich viiiiiiiel zu viel. Wir alle aßen weit mehr, als wir es unter anderen Umständen getan hätten, weil keiner wirklich Nein zu einem Nachschlag sagen konnte und wollte. Und netterweise wurden wir alle eingeladen und mussten überhaupt nichts zahlen. Pure Gastfreundschaft und wir schlugen uns so richtig die Bäuche voll.

Anschließend machten wir noch einen Spaziergang über den Nachtmarkt und dort konnte ich einfach nicht an einem Stand, der Klebereis mit Mango verkaufte, vorbei gehen. Eine Portion wurde gekauft, obwohl ich bereits mehr rollte als ging. Glücklicherweise setzten wir uns bald darauf in die nächste Bar. Nach einer kurzen Pause und Flüssigkeitszufuhr ging dann auch der Nachtisch wieder rein.

Wir hatten alle einen wundervollen Abend. Ich glaube, wir waren zu siebt. Es machte alles so viel Spaß und ich freute mich ein bisschen über die hässliche Kröte, die ich mitten auf dem Weg sitzen fand und sogar mit dem Handy fotografieren konnte.

Irgendwann ging es dann aber doch in Richtung Bett.

Am nächsten Morgen standen wir halbwegs früh auf, um die Universität von Khon Kaen zu besichtigen. Für mich und den meisten anderen folgt das Auslandssemester erst 2015, aber wir könnten uns ja trotzdem schon einmal anschauen, wo wir eventuell landen werden. Außerdem fühlten wir uns ein wenig verpflichtet, eine Professorin zu besuchen, die in Hamburg als Gastprofessorin tätig war. Nach deinem Mittagessen und Rundgang über das Unigelände taten wir das also und verabredeten uns mit ihr für den Abend.

Zuvor hatten wir nun vor allem ein Ziel: Swimming Pool! Wir brauchten alle unbedingt einen Pool. Dort verbrachten wir dann die meiste Zeit des Tages, bevor wir wieder im Restaurant einkehrten und uns wieder mit gutem Essen verwöhnen ließen.

Schließlich trafen wir dann noch in einem kleinen Café mit der Professorin, was eigentlich wirklich sehr nett war, weil man endlich wirklich Gelegenheit und Zwang hatte Thai zu reden und sie dann ziemlich cool auf dem Motorrad davon düste :D Den Abend schlossen wir dann in einer Bar ab. Diese war nicht so gemütlich wie die am Tag zuvor, sondern extrem voll und lauuuut. Es war trotzdem ganz nett. Ins Bett ging es trotzdem wieder verhältnismäßig schnell, denn am nächsten Tag war ein früher Aufbruch angesagt.

Sorry, das war jetzt sehr textlastig und wahrscheinlich interessiert es niemanden wirklich. Aber mir macht es Spaß, das alles ein bisschen revue-passieren zu lassen ^_^

Kleine Tempeltour

Eigentlich habe ich die ganzen „großen“ Tempel von Bangkok ja schon besucht. Allerdings war ich die einzige, die das schon so abgedeckt hatte. Eine kleine Tour sollte es noch für diejenige geben, die jetzt zum ersten Mal in Thailand war und für denjenigen, der es zwar geschafft hat etliche Male beim Wat Pho zu landen, aber noch nicht im Wat Phra Kaew oder auf dem Wat Arun war. Leider verlief das alles nicht so ganz nach Plan. Wir beiden Mädels mussten erstmal aus dem Penthouse auschecken. Der Koffer meiner Freundin wurde vom Rest der Penthouse-Gruppe mitgenommen und schon mal in ein Guesthouse verfrachtet, mein Koffer wurde erst einmal mitgenommen. Wir holten unseren Freund ab und ich brachte meinen Koffer in seinem Zimmer unter, schließlich würde ich am Abend wieder abgeholt werden, Bangkok verlassen und wieder in einem eigenen Zimmer in einem eigenen Bett schlafen!

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Wir fuhren mit dem Boot ins Zentrum und irgendwie war es dann schon Mittagszeit. Wir wollten erst einmal essen und als wir dann beim Wat Phra Kaew ankamen, war der irgendwie schon kurz davor zu schließen. Ich war bereits zielstrebig hinein maschiert, um den Preisen für Ausländer zu entkommen, und merkte davon noch nicht so viel. Innerhalb der Mauern war noch ziemlich viel los, also setzte ich mich und wartete, bis mir schließlich über WhatsApp kommuniziert wurde, dass sich der hohe Eintrittspreis für meine Freunde nicht lohnt, weil ja bald zu gemacht wurde. Da merkte ich dann auch, dass die Massen langsam aber sicher Richtung Ausgang strömten. Also gut, dann eben nicht xD

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Zum Glück hatte der Wat Pho noch deutlich länger auf. Ich kam kostenlos rein und auch meine Lieben mussten nicht viel mehr bezahlen – und bekamen dafür dann sogar noch ein Wasser umsonst. Jedenfalls eine deutlich günstigere Angelegenheit als der Wat Phra Kaew und nicht minder schön. Tatsächlich liefen wir auch direkt in eine große Zeremonie. Wir setzten uns und lauschten eine Weile dem Sing Sang der Mönche und amüsierten uns darüber wie einer von ihnen nebenbei auf sein Handy eintippte. Ich fand, das war ein tolles Erlebnis, gerade für Leute, die sowas so noch nicht erlebt haben. Anschließend wurde noch eine kleine Mieze gestreichelt, welche von der größeren ihres Futters beraubt wurde.
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Auch der Wat Arun war glücklicherweise noch zugänglich und so kletterten wir Mädels hinauf und fotografierten von dort den hübschen Sonnenuntergang. Unser Freund blieb leider auf halber Höhe stehen, der fand die vielen Meter und steilen Treppen ein wenig zu beängstigend.

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Als wir dann wieder festen Boden unter den Füßen hatten, suchten wir uns noch etwas zu essen (das war gar nicht so einfach, irgendwie brauchten wir eine Weile bis wir aus der „Tempel-Ecke“ wieder beim Essens-Paradies ankamen, und dann wollte auch noch etwas gefunden werden, was vegane Gerichte im Angebot hatte) und dann trennten sich unsere Wege. Wir riefen für meine Freundin ein Taxi und schickten sie Richtung Guesthouse und stiegen dann selbst in eines. Ich holte meinen Koffer ab und hatte dann noch eine Stunde Fahrt vor mir, bis ich selbst unter die Dusche hüpfen konnte.

Trotz diverser Planänderungen: Es war sooooo ein toller Tag! <3

Wieder alles Aufnahmen, die mit dem Handy gemacht wurden übrigens. Ich bin begeistert, was das Smartphone kann, wenn das Licht stimmt.

Oh, du schöne Stadt!

Bangkok mag für viele Leute einfach nur erschlagend wirken. Vor allem wenn man quasi direkt ins Zentrum geworfen wird, gibt es viele Eindrücke, die es zu verarbeiten gilt. Mittlerweile waren viele meiner anderen Freunde auch schon in Thailand angekommen und wir hatten beschlossen zwei Tage in einem recht luxeriösen Penthouse zu verbringen. Luxeriös zumindest wie es auf den Bildern aussah und was die Möbel hergaben. Eigentlich schon ein bisschen zu fancy. Tatsächlich erwiesen sich schwarze Hochglanzoberflächen, Glasplatten auf den Tischen etc. als hervorragende Indizien für den schlechten Putzsservice. Nicht, dass man den gebraucht hätte, das Ungeziefer in der Küche und nicht abfließendes Wasser in Waschbecken und Dusche machten einen darauf schon aufmerksam genug. Was solls. Für zwei Tage ließ es sich aushalten und so war ich auch gleich mitten im Geschehen als die letzte unseres „Reisequartetts“ ankam.

Sie war zum ersten Mal in Thailand, würde nur für drei Wochen bleiben und hatte somit volles Programm am Start. Das alleine ist schon hektisch genug, dann aber auch noch gleich in Bangkok zu landen, wenn einem die große Großstadt nicht so richtig liegt kann schon ein bisschen überfordern. Man kommt aus Deutschland, hat einen langen Flug hinter sich und plötzlich ist es warm und laut, man zieht den Koffer über enge, unregelmäßige Bordsteine an hunderten von Passanten vorbei. Gerüche von Essen, Gestank der vorbei bretternden Autos… Natürlich kennt Bangkok auch andere Seiten: Grüne Parkoasen und ruhige Wohngebiete, in denen man mehr Grillen und Vogelgezwitscher als Autos hört. Aber gerade im Zentrum, das ich selbst auch gerade erst richtig kennen lernte, pulsiert das Leben wirklich rund um die Uhr. Den Abend. Jenachdem wo du wohnst auch die Nacht hindurch.

Bangkok panorama

Ich mag das. Keine Tageszeit wo ich kein Taxi oder Tuk Tuk erwische. Keine Tageszeit, wo ich nicht an einem Straßenstand oder im 7/11 um die Ecke etwas zu Essen kaufen kann. Nervig wird es wohl erst dann, wenn du als Tourist aus Mangel an Wissen direkt auf der Khao San Straße, wo es viele Guesthouses und Bars gibt, landest und eigentlich gar nicht der Typ für sowas bist. Dann hat man eventuell unfreiwillig schlaflose Nächte. Oder wenn man sich das Zimmer mit jemandem teilt, der andere Gewohnheiten hat als du. In diesem Fall war es nicht das Zimmer, sondern eben das Penthouse. Ich blieb völlig übermüdet beide Nächte im Bett liegen und wurde beide Nächte durch zurückkehrende Scherzkekse geweckt. Eeep. Na ja, man hätte es sich wohl denken können. Das einzig wirklich Gute an dieser Penthouse-Sache war meiner Meinung nach jedenfalls der atemberaubende Ausblick, der sich aus jedem unserer 4 Balkons bot. Alles Handy-Bilder übrigens.

Bangkok by nightBangkok by night