Von Fäden, Ratten und dem roten Tee

Ja, meine Überschrift lässt sich sehr leicht mit dem Titel des Filmes in Verbindung bringen, den ich hier kurz vorstellen möchte: „Blood Tea and Red String“.

Ja, in letzter Zeit sehe ich mir viele Filme an und darunter auch einige erstklassige wie „Requiem For a Dream“ oder „Gran Torino“. Jedoch schafft es keiner in diesen Blog, keiner wird hier gelobt, weiterempfohlen, bei keinem lasse ich hier schriftlich meiner Begeisterung freien Lauf.
Warum also bei diesem sehr leisen, geradezu behutsam gedrehten kleinen Animationsfilm, der den Abenteuern von Jim Knopf & Lukas dem Lokomotivführer nicht unähnlich ist?
Ja, weil er so herausstechend ist, dass ich mir eine einzelne Kritik erlauben will.

Natürlich hat mich an diesem Film die träumerische Note begeistert, die einen gewissen Surrealismus nicht ausschließt. Zugleich aber auch diese wahnsinnig liebevolle Gestaltung der Welt und seiner Figuren.
Und die Figuren sind dabei eigentlich nur Puppen, die über die bekannte Stop-Motion Technik zu handelnden Akteuren werden.
Kein Wort wird dabei gesprochen, man hört nur die Geräusche der Umwelt, das Piepen oder Krächzen der Lebewesen und ab und an die magische Flötenmelodie, die ein Vogelwesen spielt.
Diese Atmosphäre ist angenehm und schon bald gleitet man selbst in diese Welt und ist fasziniert von ihrer Einfachheit und zugleich ihrer Fremdartigkeit, denn an Symboliken & Rätseln mangelt es dem Film wahrlich nicht.

Aber okay, worum geht es eigentlich?
Um eine Gemeinschaft von Vogelwesen, die eine Puppe erschaffen und sie geradezu verehren. Bald jedoch wird diese Puppe von aristokratischen Ratten gestohlen und eine Gesandtschaft der Vogelwesen macht sich auf, um sie zurückzuholen.

Die Story ansich ist recht simpel und trägt die Züge eines Kinderfilms. Auch könnte man einem Kind diesen Film vorführen, ohne dass es allzu überfordert wäre, denn er arbeitet mit einer schier grenzenlosen kindhaften Fantasie, die so viele Interpretationsmöglichkeiten offen lässt, ohne dem Ganzen die abschließende Note zu nehmen.
Es ist ein kleines magisches Märchen, das in seiner Traumhaftigkeit dem Surrealismus schon wieder die Hand schüttelt und somit ein schöner Kinderfilm für Erwachsene ist.

Die Nuss

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2 Gedanken zu „Von Fäden, Ratten und dem roten Tee

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