Khon Kaen

Leute, die Zeit vergeht so schnell, das ist unglaublich. Das Semester ist fast rum, die Klausuren stehen an, es gibt so viel zu tun. Und auch die Semesterferien sind schon so weit weg, obwohl es mir oft genug erst vor kommt, als wäre es erst gestern gewesen.

Auch im Urlaub selbst ging alles unglaublich schnell: Die ersten Tage war ich noch „alleine“, dann hatte ich zumindest einen Freund da. Mit ihm bin ich mit dem Boot über den Fluss geschippert, durch den Park geschlendert, am Pool gelegen und habe durch ihn neue Leute kennen gelernt. Und dann trudelten auch schon die anderen ein und unsere „Reise in der Reise“ konnte ihren Lauf nehmen: Erster Halt war Khon Kaen. Eine Stadt im Nordosten Thailands. Die Hinfahrt würden wir noch zu zweit im großen Auto meines Fahrers angehen, da die beiden Mädels zusammen mit einigen „Penthouse-Kollegen“ mit dem Bus anreisen wollten.
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Als wir in Khon Kaen ankamen, wussten wir zum Glück schon, wo wir die nächsten zwei Nächte unterkommen würden: Eine Thai-Freundin von uns, die dort wohnt, hatte uns bereits Zimmer organisiert. Wir schnappten uns also jenes, welches kein Treppenlaufen erforderte und getrennte Betten bot. Und dann lief uns auch schon unsere Freundin in die Arme. Sie stellte uns ihrer Familie vor, die nebenan ein Restaurant führte, und spazierte dann mit uns um den See.

Es war so schön. Die Hitze des Tages verflüchtigte sich langsam und es war echt eine hübsche Umgebung. Es kreuzten auch nicht zu viele Leute unseren Weg und einige davon waren Mönche. Irgendwie eine schöne Atmosphäre.
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Es ging dann noch über einen Markt und dann gab es beim Restaurant noch ein paar Gläser Wasser, bevor wir uns zu unserer Freundin in den Pick-Up setzten und den Rest bei der Bushaltestelle abholen fuhren. Das klappte mehr schlecht als recht, weil wir nicht genau wussten wo das war, aber schließlich waren wir dann doch alle vereint und bester Laune.

Highlight des Tages war die Rückfahrt hinten auf dem Pick-Up. Es hätten vorne niemals alle reingepasst, also saßen wir gleich zu viert hinten auf der Ladefläche. Es war längst dunkel, die Nacht rauschte an uns vorbei, aus dem Handy ließ ich beispielhaft „Heroes“ von David Bowie spielen und… I swear, we were infinite. Es ist wirklich so. Man fühlt sich großartig, frei. Mein Herz macht allein schon bei dem Gedanken daran ein paar Hüpfer. Leider war die Rückfahrt viel zu schnell vorbei, denn der Weg war ja jetzt bekannt.

Zurück beim Hotel und Restaurant wollten wir erst einmal alle unserem Hunger nachgehen. Und da wurden wir echt verwöhnt. Die Eltern unserer Thai-Freundin tischten ordentlich auf! Es war so unglaublich lecker und natürlich viiiiiiiel zu viel. Wir alle aßen weit mehr, als wir es unter anderen Umständen getan hätten, weil keiner wirklich Nein zu einem Nachschlag sagen konnte und wollte. Und netterweise wurden wir alle eingeladen und mussten überhaupt nichts zahlen. Pure Gastfreundschaft und wir schlugen uns so richtig die Bäuche voll.

Anschließend machten wir noch einen Spaziergang über den Nachtmarkt und dort konnte ich einfach nicht an einem Stand, der Klebereis mit Mango verkaufte, vorbei gehen. Eine Portion wurde gekauft, obwohl ich bereits mehr rollte als ging. Glücklicherweise setzten wir uns bald darauf in die nächste Bar. Nach einer kurzen Pause und Flüssigkeitszufuhr ging dann auch der Nachtisch wieder rein.

Wir hatten alle einen wundervollen Abend. Ich glaube, wir waren zu siebt. Es machte alles so viel Spaß und ich freute mich ein bisschen über die hässliche Kröte, die ich mitten auf dem Weg sitzen fand und sogar mit dem Handy fotografieren konnte.

Irgendwann ging es dann aber doch in Richtung Bett.

Am nächsten Morgen standen wir halbwegs früh auf, um die Universität von Khon Kaen zu besichtigen. Für mich und den meisten anderen folgt das Auslandssemester erst 2015, aber wir könnten uns ja trotzdem schon einmal anschauen, wo wir eventuell landen werden. Außerdem fühlten wir uns ein wenig verpflichtet, eine Professorin zu besuchen, die in Hamburg als Gastprofessorin tätig war. Nach deinem Mittagessen und Rundgang über das Unigelände taten wir das also und verabredeten uns mit ihr für den Abend.

Zuvor hatten wir nun vor allem ein Ziel: Swimming Pool! Wir brauchten alle unbedingt einen Pool. Dort verbrachten wir dann die meiste Zeit des Tages, bevor wir wieder im Restaurant einkehrten und uns wieder mit gutem Essen verwöhnen ließen.

Schließlich trafen wir dann noch in einem kleinen Café mit der Professorin, was eigentlich wirklich sehr nett war, weil man endlich wirklich Gelegenheit und Zwang hatte Thai zu reden und sie dann ziemlich cool auf dem Motorrad davon düste :D Den Abend schlossen wir dann in einer Bar ab. Diese war nicht so gemütlich wie die am Tag zuvor, sondern extrem voll und lauuuut. Es war trotzdem ganz nett. Ins Bett ging es trotzdem wieder verhältnismäßig schnell, denn am nächsten Tag war ein früher Aufbruch angesagt.

Sorry, das war jetzt sehr textlastig und wahrscheinlich interessiert es niemanden wirklich. Aber mir macht es Spaß, das alles ein bisschen revue-passieren zu lassen ^_^

2 Gedanken zu „Khon Kaen

  1. Pingback: Koh Phayam | Nuss & Point

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